Der Unteroffizier der Reserve August Karl Funcke wurde am 23.02.1890 in Arsbeck, heute ein Ortsteil der Stadt Wegberg im nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg, geboren. Er war Lehrer Lehrer in Lobberich in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 237. Am 23.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Passendale.
Der Verbleib der Gebeine von August Karl Funcke ist unbekannt. Er wurde vermutlich frontnah begraben, jedoch wurden diese provisorischen Gräberfelder während der weiteren Kämpfe immer wieder zerstört und umgepflügt. So könnten die Gebeine noch in der flanderischen Erde liegen. Wenn sie jedoch geborgen wurden, dann könnten sie als „unbekannter Gefallener“ anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Menen beigesetzt worden sein. Man wird die genauen Hintergründe wohl nie mehr erfahren.
Sterbebild von August Karl FunckeRückseite des Sterbebildes von August Karl Funcke
Valentin Haderer wurde am 27.12.1886 in Johannesbuchbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Einville-au-Jard in Frankreich. Seine Grablage ist laut Volksbund unbekannt.
Sterbebild von Valentin HadererRückseite des Sterbebildes von Valentin Haderer
Florian Prast war Österreicher und fiel im Alter von 28 Jahren im Juni 1915 in Galizien. Gestern stellte ich seinen Bruder Alois vor. Wie fast immer bei Österreichern war nichts Näheres über den Verbleib seiner sterblichen Überreste in Erfahrung zu bringen. Wie grausam muss es für die Eltern gewesen sein, zwei Söhne im selben Monat und auf dem selben Schlachtfeld zu verlieren.
Sterbebild von Alois und Florian PrastRückseite des Sterbebildes von Alois und Florian Prast
Alois Prast war Österreicher und fiel im Alter von 26 Jahren im Juni 1915 in Galizien. Wie fast immer bei Österreichern war nichts Näheres über den Verbleib seiner sterblichen Überreste in Erfahrung zu bringen.
Sterbebild von Alois und Florian PrastRückseite des Sterbebildes von Alois und Florian Prast
Der Wehrmann Markus Kappendobler stammte aus Graming (Schreibfehler auf Sterbebild), einem Ortsteil der bayerischen Stadt Altötting, und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 14.09.1914 fiel er im Alter von 33 Jahren beim Weiler Star(c)kenbach (französisch: Faurupt), einem Ortsteil von Lapoutroie während der ersten Kämpfe in den Vogesen in Frankreich.
Ich gehe davon aus, dass Markus Kappendoblers sterblichen Überreste als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Hohrod beigesetzt wurden. Ich begründe meine Annahme mit dem Verbleib der Leichen seiner gefallenen Regimentskameraden, die am gleichen Tag fielen.
Engelbert Bufler wurde am 08.04.1883 in Reinhardsried, ein Ortsteil des Marktes Unterthingau, im bayerischen Schwaben als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 06.06.1916 gilt er bei Verdun als vermisst. Er wurde 33 Jahre alt. Meine Recherchen ergaben, dass er bei Douaumont fiel.
Ein Gab von Engelbert Bufler ist nicht bekannt. Dieses Schicksal teilen alle Kameraden, die aus Engelbert Buflers Kompanie und Regiment in diesen Tagen bei Verdun gefallen sind. Vor Verdun wurden viele Soldaten beider Seiten nur provisorisch in der Nähe der Schützen- und Laufgräbern begraben, da ein ordnungsgemäßer Abtransport in den jeweiligen Hinterraum und damit zu einem ordentlichen Friedhof nicht möglich war. Durch die permanent einschlagenden Granaten und andere Geschosse wurden diese provisorischen Begräbnisstätten immer wieder aufgewühlt. Leichen wurden freigelegt, zerrissen, Leichenteile vermischt, Teile wieder begraben. So verschwanden viele Gefallene. Leichenteile, die bis heute bei Erdarbeiten gefunden wurden und werden, werden, unabhängig von ihrer Nationalität in der Gedenkstätte Douaumont beigesetzt, wo man sie durch Glasscheiben betrachten kann.
Sollte Engelbert Buflers Leiche später geborgen, jedoch nicht mehr zu identifizieren gewesen sein, so ruhen seine sterblichen Überreste auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab. Siehe hierzu den Fall seines Regimentskameraden Michael Kollmann, der einen Tag nach Engelbert Bufler fiel, und den ich morgen vorstellen werde.
Engelbert Bufler – ein schreckliches Schicksal, an dem man den Irrsinn und die Grausamkeit von Kriegen erkennen kann.
Sterbebild von Engelbert BuflerRückseite des Sterbebildes von Engelbert Bufler
Der Bauerssohn Josef (Verlustlisten: Joseph) Eberl wurde am 02.10.1895 in Oberneukirchen geboren und wohnte in Bubing (Ampfing). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat, als er am 12.10.1915 im Alter von 20 Jahren in Serbien während der Gefechte bei Petha und Požarevac fiel.
Wie so oft bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Serbien ist für Josef Eberl keine Grablage bekannt.
Sterbebild von Josef EberlRückseite des Sterbebildes von Josef Eberl
Der Bauerssohn Anton Gruber Oberneukirchen, wohnhaft Bubing, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ampfing. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 26. Infanterie-Regiments als Soldat. Am 20.11.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren nach schwerer Verwundung bei den Kämpfen nördlich von Campulung (18.10. – 28.11.1916) in Rumänien.
Das Grab von Anton Gruber gilt, wie bei vielen Gefallenen Soldaten im Osten Europas, als verschollen.
Sterbebild von Anton GruberRückseite des Sterbebildes von Anton Gruber
Der Maschinist Anton Seilinger wurde am 06.08.1880 in Aign, heute ein Ortsteil des oberbayerischen Marktes Oberneukirchen in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 01.08.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Verdun bei einem Sturmangriff durch Brustschuss.
Die Lage des Grabes von Anton Seilinger ist unbekannt und konnte nicht von mir recherchiert werden.
Sterbebild von Anton SeilingerRückseite des Sterbebildes von Anton Seilinger
Der Soldat Josef Holzner (Verlustlisten: Joseph) wurde in Aubenham, heute ein Ortsteil des bayerischen Gemeinde Oberbergkirchen, als Sohn eines Ziegeleibesitzers geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.01.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen bei einem Gefecht bei Senones – Ban de Sapt bei einem Sturmangriff.
Die Lage des Grabes von Josef Holzner konnte ich nicht recherchieren.
Sterbebild von Josef HolznerRückseite des Sterbebildes von Josef Holzner