Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.037: Wilhelm Buchner

Der Soldat Wilhelm Buchner stammte aus Oberwinkling, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Niederwinkling, und war von Beruf Gastwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des  23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.08.1916 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Maurepas.

Sterbebild von Wilhelm Buchner
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Buchner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.036: Alois Attenberger

Der Soldat Alois Attenberger wurde am 12.05.1894 in Sonnberg geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Konzell, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 17.08.1916 fiel er nach 20 Monaten Kriegsdienst bei Maurepas während der Schlacht an der Somme im Alter von 22 Jahren durch einen Kopfschuss.

Man begrub Alois Attenberger auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Attenberger
Rückseite des Sterbebildes von Alois Attenberger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.032: Joseph Wankerl

Der Soldat Joseph Wankerl stammte aus Griesau, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pfatter, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Pionier-Regiments. Am 23.04.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht an der Somme bei der Beschießung von Flaucourt in Nordfrankreich durch einen Granatschuss.

Offiziell ist für Joseph Wankerl keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 10 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, wenn man seinen Leichnam auf dem Schlachtfeld barg. Ansonsten ruhen seine Gebeine noch heute auf dem Schlachtfeld.

Sterbebild von Joseph Wankerl
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Wankerl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.019: Max Miller

Der Soldat Max Miller stammte aus Hausham und diente als Unteroffizier in der 8. Batterie des 1. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiments. Am 05.10.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren im Lazarett Düsseldorf infolge einer Krankheit. Sein Bataillon stand zu diesem Zeitpunkt mitten in der Schlacht an der Somme.

Man begrub Max Miller auf dem militärischen Teil des Friedhofs Düsseldorf-Nord in Feld 118, Grab 469.

Sterbebild von Max Miller
Rückseite des Sterbebildes von Max Miller

Sonderbeitrag: Der Mahler Kurt Peters

Der Soldat Kurt Peters wurde am 27.10.1889 in der Hauptstadt des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt Magdeburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 12. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 05.07.1916 wurde er während der Schlacht an der Somme bei Fromelles schwer verwundet. Am 18.07.1916 verstarb er an seinen Wunden.

Man begrub Kurt Peters auf dem Soldatenfriedhof Fournes-en-Weppes in Block 5, Grab 177.

Selbstbildnis des Kunstmalers Kurt Peters

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.970: Martin Seehuber

Der Soldat Martin Seehuber stammte aus Gänsberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wonneberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1916 verstarb er während der Schlacht an der Somme nach schwerer Verwundung bei Morval im Alter von 19 Jahren.

Offiziell ist für Martin Seehuber keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Leonhard Geber, gefallen am 23.10.1916 bei Morval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Korbinian Kugler, gefallen am 23.10.1916 bei Morval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Bernhard Lieb, gefallen am 23.10.1916 bei Morval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Johann Kraus, gefallen am 25.10.1916 bei Flers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Martin Seehuber
Rückseite des Sterbebildes von Martin Seehuber

SONDERBEITRAG: Die Suchanzeige der Mutter von Heino Schwoon

Beim Ankauf eines Konvoluts norddeutscher Todesanzeigen des Ersten Weltkriegs erwarb ich auch die nachfolgend abgebildete und recherchierte Anzeige der Mutter des Leutnants und Kompanieführers Heino Schwoon (laut Regimentsgeschichte war er Zugführer in der 4. Kompanie).

Der Soldat Heino (Heinrich) Schwoon wurde am 04.10.1887 in Oldenburg im heutigen Bundesland Niedersachsen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant und Kompanieführer der 8. Kompanie des 84. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 04.08.1916 fiel er, galt jedoch bis Mitte 1917 als vermisst. Er wurde während der Schlacht an der Somme bei den Ortschaften Martinpuich-Pozières getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände von Heino Schwoon berichtet die Regimentsgeschichte des 84. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Die 11. Kompanie brachte den Kompanien des II. Bataillons Essen und Munition in dieser Nacht nach vorn.

Die Nacht vom 03. zum 04.08.1916 ging zu Ende. Wohl manch einer vom II. Bataillon mag dem kommenden Tag mit Unbehagen entgegengesehen haben. Kommt Tommy endlich heute? Hoffentlich. Denn noch einmal den ganzen Tag wehrlos bei dem heißen Wetter liegen, das ist ja nicht mehr zu ertragen. Das strahlende Morgenrot sollte manchem Kameraden zum letzten Mal leuchten:

Morgenrot, Morgenrot,

leuchtest mir zum frühen Tod!

Schon fing der Eisenhammer wieder an loszuschlagen. Granaten, Schrapnells, Minen, Gewehrgranaten schlugen in kürzester Zeit wieder in Trümmer, was eifrige Hände im Dunkel der Nacht gearbeitet hatten. Gegen Mittag war die ganze Stellung des Regiments ein wüstes Trichterfeld – Verbindung innerhalb der Kompanie, Züge, ja, teilweise zwischen den Gruppen, war nicht vorhanden. Jedweder Verkehr nach hinten und von den Stäben nach vorn war unmöglich.

Das Regiment hatte inzwischen die Ablösung des II. Bataillons durch das III. Bataillon befohlen.

Gleichzeitig sollte am Abend das I. Bataillon wieder nach vorn rücken: 1. Kompanie in der Belowstellung, 2. Kompanie in der Riegelstellung, 3. und 4. Kompanie in der Zwischenstellung.

Auch diese beiden Bataillone dachten mit Schrecken an die kommenden Tage, gingen doch manche ihrer Leute – es waren allerdings nicht mehr viele – zum dritten Mal in jene Hölle! Aber was hilft das alles: Befehl ist Befehl. Und dass trotz allem die Stimmung, wenn auch ernst, so doch ungebrochen war, wird am besten durch das tapfere Verhalten des Unteroffizier Mattfeld und Musketier Hubert und Suhr von der 11. Kompanie bewiesen. Als diese mittags hörten, dass ihre Kompanie am Abend die 8. Kompanie vorn ablösen sollte, da erboten sich diese drei unerschrockenen Männer freiwillig, gleich in den ersten Nachmittagsstunden nach vorn zur 8. Kompanie zu gehen, um deren Stellung zu übernehmen. Und was unmöglich schien, sie brachten es fertig, gelangten heil nach vorn. Nachdem sie sich vorn die Löcher, die den Graben darstellten, angesehen hatten, hasteten und jagten sie wieder durch das Artilleriefeuer zurück zu ihrer Kompanie, wo sie zur Freude ihrer Kameraden, wenn auch erschöpft, so doch heil und unversehrt wieder anlangten.

Als sich der Abend über diesen 04.08. herniedergesenkt hatte, traten die Kompanien des III. Bataillons zur Ablösung an. Wegen des immer noch starken Artilleriefeuers marschierten die einzelnen Züge mit 100 Schritt Abstand nach vorn.

Vorn beim II. Bataillon aber atmeten die Leute auf: „Ablösung!“ Weißt du noch, Kamerad, was uns dies Wort bedeutete, wenn wir Großkampftag hinter uns hatten? Nun bloß noch Stunden, dann noch einmal durchs Feuer durch. Und dann, wenn wir dann in den grauenden Morgen hineinmarschierten, der Sonne entgegen, waren wir da nicht andere Menschen geworden? Herrgott! Wir waren nicht feige, wir waren niemals mutlos! Aber wenn wir so tagelang dort vorn gelegen hatten, ausgehungert, halb verdurstet, wenn wir das Wimmern und Stöhnen unserer verwundeten Kameraden den ganzen Tag über mit anhören mussten, wenn wir den gefallenen Freund, mit dem wir noch vor wenigen Minuten sprachen, über den Rand unseres Granatlochs behutsam hinüberschoben, weil wir es einfach nicht über uns bringen konnten, dauernd in sein gebrochenes Auge zu sehen, wenn uns dann manchmal – sprechen wir ruhig im Frontdeutsch – die Scheoße bis oben ran stand – nun, wir waren eben auch nur Menschen!

So mochten wohl auch vorn die Leute vom II. Bataillon denken, als die Dunkelheit hereingebrochen war. Gott, an die Schießerei hatte man sich langsam ja gewöhnt. Laß Tommy ruhig auch mit Minen schießen, wie er es macht. Hat er die letzten drei Tage nicht angegriffen, dann kann er auch noch warten bis morgen. Warum sollen es schließlich die anderen besser haben als wir. „Marsch! Es ist schon ½ 11 Uhr! Die können nun auch bald kommen, uns abzulösen!“ – „Junge, Junge, wenn ich erst heute Nacht hinten bin, aber dann – schlafen, schlafen und nochmals schlafen!“

Manch einer der Kameraden vom II. Bataillon sollte nicht zu warten brauchen, bis er hinten war, um schlafen zu können. Er sollte nur zu bald zum Schlaf sich hinlegen, allerdings für immer!

Kurz nach 10.30 Uhr abends stieß der Engländer gegen die Front des II. Bataillons in 8 Sturmwellen vor. Die Reste der 5., 6. und 7. Kompanie, von denen über die Hälfte tot, verwundet oder verschüttet ist, setzen sich tapfer zur Wehr. Infanterie- und Maschinengewehrfeuer mäht in die dichten Reihen der Angreifer. Kein Befehl ist nötig, kann auch nicht durchgegeben werden, hier 2 Mann, dort 3, hier 5, dort einer allein – sie sind alle deutsche Soldaten, die beim Angriff des Feindes allein wissen, was sie zu tun haben: schießen, schießen und nochmals schießen. Da braust ein Hurra durch das Tosen der Schlacht: der Angriff stockt, zuviel sind beim Engländer gefallen, er weicht.

Kennst du noch das Gefühl, Kamerad, das uns beseelte, wenn der Feind zurückwich, jenes Gefühl des Stolzes, des Sieges, der Überlegenheit über den Feind, jenes Gefühl, das schier die Brust vor Freude sprengen wollte?! Lass ihn noch einmal kommen, den Feind! Dann soll er uns abermals kennen lernen!

Keine Viertelstunde war vergangen, als der Engländer zum zweiten Angriff vorbrach. Inzwischen war im Abschnitt der 5. Kompanie – ein leuchtendes Zeichen bester, treuester Frontkameradschaft . die zu ihrer Ablösung bestimmte 12. Kompanie eingetroffen.

Gemeinsam nahmen die Kompanien wieder die Abwehr auf. Die in Sappe 3 am linken Flügel – wo am 29.07. Hauptmann Schlettwein fiel – eingedrungenen Engländer wurden im kurz darauf einsetzenden Gegenstoß wieder hinausgeworfen. Kann sich die 5. Kompanie des Feindes erwehren, so gelingt es diesem, trotz aller Anstrengungen der 6. und 7. Kompanie in deren Graben einzudringen.

Der Kampf verebbt. So schnell wie möglich eilen die anderen Kompanien des III. Bataillons nach vorn, um ihren Kameraden vorn zu helfen in ihrer Bedrängnis. Sie gehen querbeet durch das Gelände in Richtung auf die ungefähre Lage der Stellung der abzulösenden Kompanien los, um ja keine Zeit zu versäumen.

Die 9. Kompanie, die sich an der großen Straße entlangtastet, erkennt schon rechts die Baumstümpfe des Weges Courcelette-Pozieres. Jetzt muss sie ja dicht am Graben der 8. Kompanie sein. Eben hat sie den Pozieres-Riegel überschritten, da schlägt ihr auf einmal ein verheerendes Gewehr- und Maschinengewehr-Feuer entgegen aus der Stellung der 8. Kompanie. Kein Zweifel! Die Stellung der 8. Kompanie ist vom Feind besetzt. „Stellung!“ schreit Oberleutnant Engel seiner Kompanie zu. Die bringen sofort ihre Gewehre vor, legen Handgranaten bereit. Und es war höchste Zeit. Denn schon drängt Tommy wieder beiderseits der Straße vor, um seinen Erfolg zu erweitern und womöglich durchzubrechen. An der heldenmutigen 9. Kompanie aber zerschellt sein Angriff!

In der Mitte des Regimentsabschnittes liegt die 6. Kompanie. Sie soll durch die 10. Kompanie abgelöst werden. Auch diese Kompanie hastet querbeet nach vorn. Mit keuchendem Atem kommt die Kompanie vorn an. Tak – tak – tak – tak – tak —-jagt Maschinengewehr-Feuer, krachen Handgranaten ihr entgegen. Auch hier sitzt Tommy in der deutschen Stellung. „Drauf!“ schreit Leutnant Lassen, der Kompanieführer, und stürmt seinen ihm ohne Bedenken folgenden Leuten voran. Vergeblich. Die susgepumpten Leute kommen nicht so schnell im Trichtergelände vorwärts. Inzwischen aber speien die englischen Maschinengewehre und Handgranaten Tod und Verderben zwischen die Reihen der stürmenden 10. Kompanie und halten grausige Ernte. Leutnant Lassen fällt, mit ihm viele brave Musketiere. Von der Kompanie selbst bleiben nur noch Trümmer übrig..“

Die Lage des Grabes von Heino Schwoon ist unbekannt.

Suchanzeige der Mutter von Heino Schwoon

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.790: Josef Hausler

Der Soldat Josef Hausler stammte aus Enzelhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rudelzhausen, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 10. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 16.10.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Schlacht an der Somme. Eine Schrapnell-Kugel durchschlug seinen rechten Oberschenkel. Vermutlich verblutete er an dieser schweren Verwundung.

Joasef Hausler wurde zunächst auf einem Soldatenfriedhof in Flaurelaux begraben. Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof Sissonne um in Block 11, Grab 591.

Sterbebild von Josef Hausler
Rückseite des Sterbebildes von Josef Hausler

Der theoretische Weg von Josef Hausler von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.755: Valentin Lainer

Der Soldat Valentin Lainer stammte aus Wölkham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war Maurer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Schlacht an der Somme in der Nähe von Driencourt und Cléry-sur-Somme.

Über den Todestag von Valentin Lainer berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Während der Nacht wurde bekannt, dass die Postenlinie überrant und die braune Linie in die Hände der Franzosen gefallen war. Von der 1. und 3. Kompanie kamen nur mehr einige Leute zurück. Um 11 Uhr nachts wurden 9. und 12. Kompanie in der Mulde östlich Cléry und 10. und 11. Kompanie an den Ostrand von Cléry vorgezogen. Ein Versuch, die braune Linie in der Nacht durch Gegenstoß wiederzugewinnen, zu dem 6. und 4. Kompanie, verstärkt durch 9. Kompanie, fertiggestellt waren, misslang infolge der Dunkelheit und der schwierigen Orientierung, da der größte Teil der Führer und Mannschaften die Lage der braunen Linie nicht kannten. Bis 4 Uhr vormittags dauerte der Infanteriekampf, dann flaute das Feuer langsam ab. Um 5 Uhr vormittags lag starkes Artilleriefeuer auf der ganzen Stellung. Von Mitternacht ab wurde ununterbrochen die Verbindung mit dem nördlich stehenden Reserve-Infanterie-Regiment 2 gesucht. Bei Dämmerung wurde die 12. Kompanie in die Lücke eingeschoben. Aber auch dadurch war der Anschluss nicht völlig hergestellt. Am Vormittag des 13. zunächst Sperrfeuer, dann ab 11 Uhr vormittags schweres Feuer gegen die ganze Stellung, geleitet durch tieffliegende feindliche Infanterie-Flieger. Trotzdem kein Angriff erfolgte, war der Tag für die Infanterie infolge der andauernden Beschießung mit schweren Kalibern sehr aufreibend und forderte große Verluste. In der Nacht wurde 5. und 8. Kompanie durch 10. und 11. abgelöst, 4. Kompanie wurde aus dem Riegel nach Cléry zurückgezogen. Durch Missverständnis aber blieb die 9. Kompanie noch bis zum 14. im Riegel stehen.“

Die Lage des Grabes von Valentin Lainer ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Erhard Knötzinger, gefallen am 13.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Sebastian Sichler, gefallen am 13.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Landwehrmann Georg Schuhbeck, gefallen am 13.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Adolf Fitterling, gefallen am 13.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Valentin Lainer
Rückseite des Sterbebildes von Valentin Lainer

Der theoretische Weg von Valentin Lainer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.754: Sebastian Linner

Der Soldat Sebastian Linner stammte aus der oberbayerischen Gemeinde Tacherting und war der Sohn eines Mühlenbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.08.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht an der Somme.

Man begrub Sebastian Linner auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in Block 1, Grab 328.

Sterbebild von Sebastian Linner
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Linner

Der theoretische Weg von Sebastian Linner von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab: