Der Dienstknecht Joseph Gierl arbeitete bei einem Landwirt in Goselding einem Ortsteil der Gemeinde Buchbach. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Wehrmann in die 5. Kompanie des 13. Infanterie-Regiments einberufen. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Lauterfingen (französisch Loudrefing) – Rohrbach (französisch Rorbach-lès-Dieuze).
Joseph Gierl wurde in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bisping beigesetzt.
Sterbebild von Joseph GierlRückseite des Sterbebildes von Joseph Gierl
Der Landwirt Michael Wantmüller wurde am 28.05.1876 in Obergünzburg geboren und lebte in Ebersbach, einem Ortsteil von Obergünrburg. Er diente im Ersten Weltkrieg als Wehrmann in der 8. Kompanie des 3. Landwehr-Infanterie-Regiments und fiel am 21.06.1915 am Hilsenfirst bei Münster im Elsass.
Beigesetzt wurde Michael Wantmüller auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Sterbebild von Michael WantmüllerRückseite des Sterbebildes von Michael Wantmüller
Der theoretische Weg von Michael Wantmüller von seinem Heimatort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Käsefabrikant Franz Xaver Dreher wurde am 08.12.1877 in Mussenhausen geboren und arbeitete in Buchenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Wehrmann. Am 16.10.1914 wurde er im Alter von 36 Jahren am Immerlingskopf bei Urbeis im Oberelsass im Kampf getötet.
Beim Volksbund, der zuständigen Stelle, ist keine Grablage für Franz Xaver Dreher bekannt.
Nach meinen Recherchen gehe ich davon aus, dass die sterblichen Überreste von Franz Xaver Dreher auf dem Soldatenfriedhof Hohrod anonym in einem Massengrab beigesetzt wurden. Ich begründe diese Annahme mit dem Verbleib der Leichen seiner Kameraden aus seiner Kompanie:
Josef Hengge, Wehrmann, gefallen am 16.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 403
Sebastian Hofer, Wehrmann, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 353
Johann Groß, Infanterist, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Massengrab
Die Einheit Franz Xaver Drehers war in der Zeit, als er fiel, über längere Zeit am Lingekopf eingesetzt. Es war Standard, die Gefallenen auch dort zu begraben. Durch Kampfhandlungen gingen immer wieder Daten von Gräbern verloren, Gräber wurden zerstört und durcheinander geworfen, Markierungen wurden unlesbar. So sind wahrscheinlich auch die Daten von Franz Xaver Dreher verschwunden.
Der Wehrmann und Händlerssohn Adam Mies wurde am 07.12.1882 in Neukirchen beim Heiligen Blut geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse und dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 28.10.1917 starb er im Alter von 34 Jahren an den Folgen einer Erkrankung in den Vogesen.
Adam Mies wurde auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier im Block 2, Grab 490 begraben.
Der Wehrmann Engelbert Heim wurde am 07.11.1880 in Höllenbach, einem Ortsteil der Gemeine Kißlegg, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Anfang September 1914 wurde er bei Kämpfen in den Vogesen verwundet gemeldet. Am 11.09.1914 verstarb er im Alter von 34 Jahren im Lazarett Colmar an seiner Verwundung.
Engelbert Heim wurde auf dem Soldatenfriedhof Colmar in Grab 422 begraben.
Sterbebild von Engelbert HeimRückseite des Sterbebildes von Engelbert Heim
Der Wehrmann Ludwig Rieder wurde am 26.07.1877 in Kurzenhof, einem Ortsteil der Gemeinde Lechbruck am See, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.02.1915 wurde er im Alter von 37 Jahren am Katzensteinen im Kampf getötet.
Das Grab von Ludwig Rieder befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach, Block 3, Grab 201.
Sterbebild von Ludwig RiederRückseite des Sterbebildes von Ludwig Rieder
Der Landwirt Joseph Baumann Stammte aus Anzenberg. Er lebte in Dinding, einem Ortsteil von Rott am Inn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments. Sein Rang war Wehrmann. Am 19.08.1914 wird er im Alter von 33 bei Giragoutte im Kampf getötet. Zunächst war den Angehörigen mitgeteilt worden, dass er als vermisst galt.
Die sterblichen Überreste von Joseph Baumann wurden auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab begraben.
Sterbebild von Joseph BaumannRückseite des Sterbebildes von Joseph Baumann
Luitz Alban wurde am 21.11.1879 geboren und stammte aus Jägers (Ortsteil von Kempten). Er war Dienstknecht bei einem Hansmichler in Wildberg (Ortsteil von Weißensberg). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann. Am 03.09.1917 fiel er im Alter von 37 Jahren bei Urbeis in den Vogesen.
Luitz Urban liegt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 3, Grab 23.
Sterbebild von Alban LuitzRückseite des Sterbebildes von Alban Luitz
Der theoretische Weg von Alban Luitz von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Hausbesitzer Virgil Grabichler wurde in Kirchdorf am Haunpold, einem Ortsteil des Marktes Bruckmühl im Landkreis Rosenheim, geboren. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Wehrmann in die 5. Kompanie des 1. bayerisches Landwehr-Infanterie-Regiments einberufen. Am 27.07.1915 wird er im Alter von 37 nach einjähriger Teilnahme an den Kämpfen in den Vogesen durch einen Brustschuss getötet.
Virgil Grabichler war 11 Jahre Vorstand des Veteranen- und Kriegervereins Kirchdorf am Haunpold.
Virgil Grabichler liegt auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 3, Grab 551 begraben.
Wie man dem unten abgebildeten Sterbebild von Virgil Grabichler entnehmen kann, wurde sein Vorname falsch abgedruckt. Man schrieb „Bigil“ und „Vigil“ statt „Virgil“. Druckfehler kamen in dieser furchtbaren Zeit häufiger vor – ich habe gelegentlich auf solche hingewiesen. Aber dass man einen Vornamen gleich zweimal unterschiedlich so falsch schrieb, ist schon außergewöhnlich.
Michael Schwarzberger stammte aus Oberköllnbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 2. bayerisches Landwehr-Infanterie-Regiments als Wehrmann. Am 13.09.1915 wurde er im Alter von 36 Jahren am Katzenstein bei La Petite-Raon im Elsass durch Granatbeschuss getötet.
Er wurde auf dem Soldatenfriedhof in Breitenbach in einem Massengrab begraben.
In den Verlustlisten wird übrigens Michael Schwarzberger zunächst als gefallen gemeldet. Im darauffolgenden Jahr melden die Verlustlisten ihn als verwundet. Im Krieg läuft vieles falsch…
Sterbebild von Michael SchwarzbergerRückseite des Sterbebildes von Michael SchwarzbergerDer Sterbeort Michael Schwarzenbergs, der Katzenstein, auf einer Postkarte
Der theoretische Weg von Michael Schwarzberger von seinem Heimatort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: