Der Soldat Carl Fensterer stammte aus Frankfurt am Main und war Abiturient der Klinger-Oberrealschule in Frankfurt am Main. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 3. Kompanie des 223. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 30.10.1914 (Volksbund: Gefallen am 21.08.1914) fiel er in Frankreich bei Montigny in Lothringen.
Man begrub Carl Fensterer auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.
Todesanzeige für Carl Fensterer in der Frankfurter Volkszeitung Mitte April 1915
Der Soldat Johann Kurz stammte aus Hilling, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild). Am 07.07.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren durch einen Lungenschuss.
Offiziell ist für Johann Kurz keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beerdigt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Josef Wieland, geboren am 18.03.1885 in Girching, gefallen am 07.07.1915 im Bois la Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Reservist Gottfried Schwarz, gefallen am 07.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Martin Görbert, gefallen am 07.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Landwehrmann Georg Schneid, gefallen am 07.07.1915 im Bois la Vaux Fery , begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann KurzRückseite des Sterbebildes von Johann Kurz
Die Soldaten Heinrich Schulz, Karl Bayer und Karl Gutberlett waren Mitglieder des Katholischen Männer-Verein Bockenheim, einem Ortsteil der hessischen Stadt Frankfurt.
Heinrich Schulz wurde am 12.10.1887 in Harmuthsachsen, Witzenhausen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 10. Kompanie des 83. Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 07.03.1915 fiel er bei Servon (Marne) in Frankreich an der Westfront.
Man begrub Heinrich Schulz auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 4, Grab 506.
Zu Karl Bayer und Karl Gutberlett konnte ich nichts ermitteln. Sie fielen im damaligen Russland.
Todesanzeige für Heinrich Schulz, Karl Bayer und Karl Gutberlett in der Frankfurter Volkszeitung vom 17.04.1915
Heute vor 10 Jahren begann ich mein kleines Projekt „Die Männer des Ersten Weltkrieges“, ohne zu wissen oder auch nur zu ahnen, dass ich viele Jahre und sehr viele Stunden mit dem Projekt beschäftigt sein werde. Heute kann ich sagen, es ist ein erfolgreiches Projekt. Meine Webseite geschichte-hautnah.de umfasst die größte Sammlung an Soldatenschicksalen des Ersten und Zweiten Weltkrieges mit recherchierten Schicksalen. Ich bin stolz auf meine Leistung und freue mich auf weitere 10 Jahre.
Der Gefreite Heinrich Schild wurde am 16.12.1914 in Hörzing geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Am 18.06.1940 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Lagarde im Raum Elsass-Lothringen.
Heinrich Schild wurde auf dem Soldatenfriedhof Niederbronn-les-Bains in Block 21, Reihe 4, Grab 102 begraben.
Sterbebild von Heinrich SchildRückseite des Sterbebildes von Heinrich Schild
Der Soldat Rudolf Wilhelm Weippert stammte aus der hessischen Stadt Frankfurt am Main. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Reserve in der 8. Kompanie des 83. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 04.04.1915 verstarb er in Folge einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Rudolf Wilhelm Weippert ist unbekannt.
Todesanzeige für Rudolf Wilhelm Weippert in der Frankfurter Volkszeitung vom April 1915
Der Soldat Anton Holzinger stammte aus Krennstetten, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Aschbach-Markt, und war der Sohn eines Wirtschaftsbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 49. kaiserlich und königlichen Infanterie-Regiment. Am 26.06.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren auf einem nördlichen Schlachtfeld.
Sterbebild von Anton HolzingerRückseite des Sterbebildes von Anton Holzinger
Der Soldat Heinrich Stöhr wurde am 21.10.1888 in Offenbach am Main im heutigen Bundesland Hessen geboren. Er war von Beruf Bäckermeister Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Musketier in der 11. Kompanie des 81. Infanterie-Regiment. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Etrépy.
Skizze der militärischen Lage bei Etrépy-Maurupt vom 06. – 11.09.1914
Über den Todestag und die Todesumstände von Heinrich Stöhr berichtet die Regimentsgeschichte des 81. Infanterie-Regiment:
„Der 9. September brachte keine neue Kampfhandlung, auch der Franzose zeigte keine Lust anzugreifen. Sein Feuer lag auch am 09.09. auf den leichten Gräben des Regiments. Regungslos still, die Nase tief im Boden, lagen die Musketiere und ließen die Granaten über sich hinweg sausen. Für die Stäbe gab es keine Ruhe. Zum Befehlsempfang musste der Regiments-Führer, Major Robert, am Nachmittage zweimal durch das Feuer nach Etrépy hindurch zur Brigade. Das zweite Mal nach vorne zurückgekehrt, erkrankte Major Robert infolge Überanstrengung und musste nachts zurückgebracht werden.
Der 9. September wurde zum Entscheidungstag der Marne-Schlacht, er ward auch der Schicksalstag des deutschen Heeres..“
Man begrub Heinrich Stöhr auf dem Soldatenfriedhof Connantre in einem Massengrab.
Todesanzeige für Heinrich Stöhr in der Frankfurter Volkszeitung vom 19.04.1915
Der Sanitäts-Gefreite Anton Gruber lebte in der bayerischen Landeshauptstadt München. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Batterie des 1. bayerischn Fuß-Artillerie-Regiments. Am 02.04.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht um Verdun durch einen Granatschuss.
Man begrub Anton Gruber auf dem Soldatenfriedhof Dannevoux in Block 3, Grab 2.
Sterbebild von Anton GruberRückseite des Sterbebildes von Anton Gruber
Der Soldat Joseph Ballweg stammte aus Dörlesberg, einem SOrtsteil der Stadt Wertheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 16. Kompanie des 130. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 07.04.1915 fiel er während der Kämpfe auf den Maashöhen zwischen Vaux les Palmeix und Lamorville in Lothringen, wenige Kilometer westlich Verdun in Frankreich. Er wurde bei einem Gefecht in der Nähe der Ortschaften Marchéville-en-Woëvre und Maizeray getötet.
Man begrub Joseph Ballweg auf dem Soldatenfriedhof Maizeray in Block 5, Grab 41.