Max Hackl stammte aus Griesbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Zwiesel, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.04.1918 kam er im Alter von 20 Jahren bei Boncourt in Frankreich durch eine Gasvergiftung ums Leben, eine besonders perfide Art des gegenseitigen Abschlachtens.
Man begrub Max Hackl auf dem Soldatenfriedhof Caix in Block 1, Grab 655.
Der Landwirt Josef Kneidl wurde am 13.04.1875 in Kastl in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann im 7. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 20.02.1918 fiel er im Alter von 42 Jahren bei Ley in Lothringen.
Man begrub Josef Kneidl auf dem Soldatenfriedhof Morhange in Block 9, Grab 243.
Sterbebild von Josef KneidlRückseite des Sterbebildes von Josef Kneidl
Der theoretische Weg von Josef Kneidl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Schütze Hubertus Jakob Heinrich Römmers wurde am 04.10.1897 in Neersen im heutigen Nordrhein-Westfalen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Maschinengewehr-Kompanie des 65. Infanterie-Regiments als Musketier. Am kam er am 03.06.1917 auf dem Weg von der Front in eine Ruhestellung in Didenheim bei Mühlhausen (Elsass) bei einem Unglücksfall ums Leben.
Hubertus Jakob Heinrich Römmers Gebeine sind auf dem Soldatenfriedhof Cernay in Block 4, Grab 328 begraben.
Sterbebild von Hubert RömmersRückseite des Sterbebildes von Hubert Römmers
Der Bauerssohn Lorenz Riermaier (eigentlich Riermeier) stammte aus Hirla, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rotthalmünster. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Seit Anfang September 1916 wird er vor Verdun im Chapitre Wald vermisst. Er wurde wahrscheinlich 23 Jahre alt und später für tot erklärt. Eine offizielle Grablage ist noch immer nicht bekannt.
Wenn Lorenz Riermaiers Gebeine später geborgen wurden, dann dürfte er anonym auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt worden sein, wie seine zum gleichen Zeitpunkt gefallenen Kameraden der 1. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments:
Leutnant Alfred Pilzweger, geboren am 17.12.1894 in München, gefallen am 06.09.1916 im Chapitre Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Friedrich Wagner, gefallen am 06.09.1916 im Chapitre Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Gefreiter Alfred Bauersachs, gefallen am 05.09.1916 im Chapitre Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Gefreiter Joseph Haopp, gefallen am 06.09.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Sterbebild von Lorenz RiermaierRückseite des Sterbebildes von Lorenz Riermaier
Der theoretische Weg von Lorenz Riermeier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Restaurateur Anton Greimel stammte aus Poing in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 29.02.1916 verstarb er im Alter von 29 Jahren bei Verdun nach 19 Monaten Kriegsdienst an den Strapazen des Krieges.
Man begrub Anton Greimels Leiche auf dem Soldatenfriedhof Harville in Grab 289.
Der Musketier Léon Guillaume stammte aus Malmedy. Malmedy gehörte von 1815 bis 1920 zum Deutschen Reich. Seit 1920 gehört es zu Belgien und ist Teil Ostbelgiens und nach wie vor auch von deutschsprachigen Belgiern bewohnt. Im Ersten Weltkrieg diente er im 357. Infanterie-Regiment. Vor diesem Hintergrund ist zu erklären, dass Leon Guillaume in den Datenbanken des Volksbundes und in den Verlustlisten als Leo angegeben ist. Am 25.07.1918 verstarb er im Alter von 19 Jahren im Lazarett Neuville.
Man begrub Léon Guillaume auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in Block 1, Grab 261.
Joseph Pußler (Schreibfehler auf Sterbebild) stammte aus Hub, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Reisbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 05.08.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren in den Vogesen durch einen Minenschuss.
Man begrub Josef Pußler letztlich auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab.
Die München-Augsburger Abendzeitung vom 72.11.1914 berichtete vom Untergang des deutschen Schiffes „Emden“ mit folgender Kopfzeile:
„Kapitän von Müller über das letzte Gefecht seiner Emden„
Darunter findet sich dann folgende Notiz:
„Von dem Kommandanten Sr. M. S. „Emden“, Fregattenkapitän v. Müller[Karl Friedrich Max von Müller, 1873 – 1923] ist nachstehender telegraphischer Bericht über das Gefecht Sr. M. S. mit dem englischen Kreuzer „Sydney“ bei den Cocos-Inseln eingertoffen: Der englische Kreuzer „Sydney“ näherte sich den Cocos-Inseln mit hoher Fahrt, als dort gerade eine von Sr. M. S. Emden ausgeschiffte Landungsabteilung das Kabel zerstörte. Das Gefecht zwischen den beiden Kreuzern begann sofort. Unser Schießen war zuerst gut, aber binnen kurzem gewann das Feuer der schweren englischen Geschütze die Überlegenheit, wodurch schwere Verluste unter unseren Geschützbedienungen eintraten. Die Munition ging zu Ende und die Geschütze mussten das Feuer einstellen. Trotzdem die Ruderanlage durch das feindliche Feuer beschädigt war, wurde der Versuch gemacht, auf Torpedoschussweite an die „Sydney“ heranzukommen. Dieser Versuch missglückte, da die Schornsteine zerstört waren und infolgedessen die Geschwindigkeit der „Emden“ stark berabgesetzt war. Das Schiff wurde deshalb mit voller Fahrt an der Nord- (Luv-) Seite der Cocos-Inseln auf ein Riff gesetzt. Inzwischen war es der Landungsabteilung gelungen, auf einem Schooner von der Insel zu entkommen. Der englische Kreuzer nahm die Verfolgung auf, kehrte am Nachmittag wieder zurück und feuerte auf das Wrack der „Emden“. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden, kapitulierte ich mit dem Rest der Besatzung. Die Verluste Sr. M. S. „Emden“ betragen 6 Offiziere, 26 Unteroffiziere und 93 Mann gefallen, ein Unteroffizier und 7 Mann schwer verwundet.“
In der München-Augsburger Abendzeitung vom 27.11.1914 findet man auf der 2. Seite folgende kleine Notiz:
„Der Kampf mit den Serben
Wien, 26. November. Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich unterm 26. November gemeldet: In den Kämpfen an der Kolubara ist seit gestern ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Das Zentrum der feindlichen Front und die starke Stellung bei Lazarevatsch[Lazarevac] wurde von den durch ihren Elan rühmlich bekannten Regimentern Nr. 11, 73 und 102 erstürmt. Hierbei wurden acht Offiziere und 1.200 Mann gefangen und drei Geschütze, vier Munitionswagen und drei Maschinengewehre erbeutet. Auch südlich des Ortes Ljig gelang es, die östlich des gleichnamigen Flusses gelegenen Höhen zu nehmen und dabei 300 Gefangene zu machen. Die von Valjewo südwärts vorgerückten Kolonnen stehen vor Kosjerioi.“
Die Zeitungsmeldung
Die Zeitungsmeldung bezieht sich auf die Schlacht an der Kolubara, die vom 16.11.1914 bis zum 15.12.1914 stattfand. Die Schlacht endete, bei aller Euphorie der Zeitung, mit dem Sieg der Serben. Insgesamt 28.000 Menschen wurden getötet, 120.000 wurden verwundet und rund 77.000 Österreicher wurden gefangengenommen.
Die Lage der Orte, auf die sich der Artikel bezieht:
Der jüngste deutsche Soldat, der im Ersten Weltkrieg fiel, war der Kriegsfreiwillige Paul Mauk. Er wurde am 19.07.1900 in Waldkirch geboren. Er meldete sich mit seinen Brüdern freiwillig und diente in der 4. Kompanie des 113. badischen Infanterie-Regiments. Am 07.06.1915 fiel er mit 14 Jahren bei Hulluch. Die Regimentsgeschichte des 113. badischen Infanterie-Regimentes bericht:
„30.05. – 11.06.1915 Das Regiment verbleibt daselbst und löst sich ab. Die teilweise vollkommen zerstörte Stellung, angefüllt mit hunderten Leichen, wird in mühevoller Arbeit notdürftig hergerichtet. Täglich treten empfindliche Verluste ein. So fiel am 07.06. in vorderer Stellung der jüngste Frontkämpfer des Regiments und einer der jüngsten in der ganzen Armee, der Kriegsfreiwillige Paul Mauk 4./113 im Alter von noch nicht 15 Jahren. In heller Begeisterung war er gleich seinen beiden älteren, ebenfalls bei der 4./113 im Felde stehenden Brüdern hinausgezogen und fand nun mit vielen anderen tapferen Fünfern auf dem Soldatenfriedhof zu Lens sein Grab.“
Paul war am 09.05.1915 bei einem französischen Großangriff verwundet worden, schlich sich aber heimlich aus dem Feldlazarett, wo er behandelt wurde, und kehrte zu seiner Kompanie zurück. Am 06.06.1915 wurde er durch eine Granate schwer am Kopf verwundet und verstarb an seiner Wunde am nächsten Tag.
Man begrub Paul Mauk auf dem Soldatenfriedhof auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in Block 11, Grab 268.