Sonderbeitrag: Willi Pausch

Der Soldat Willi Pausch stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 9. Kompanie des 224. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1916 verstarb er in einem Feldlazarett, nachdem er zuvor während der Stellungskämpfe an der Bystrzyca schwer verwundet worden war.

Die Lage des Grabes von Willi Pausch ist unbekannt.

Die Todesanzeige für Willi Pausch im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Adolf Schad

Der Soldat Adolf (Wilhelm) Schad stammte aus Minden im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen und war Regierungs-Assessor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 4. Kompanie des 115. Leibgarde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er bei AnloyMaissin in Belgien.

Man begrub Adolf Schad auf dem Soldatenfriedhof Maissin-National in Grab 304.

Die Todesanzeige der Burschenschaft Germania für Adolf Schad im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.932: Gregor Henkel

Bei Gregor Henkel liegt ein besonderes Schicksal vor. Er wurde am 17.01.1886 in Aufmberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Seeg. Im Ersten Weltkrieg war er Zivil-Gefangener in Südfrankreich. Am 01.01.1915 ertrank er im Alter von 28 Jahren in Südfrankreich im Meer. Versuchte er zu flüchten? Offensichtlich wurde er zu Kriegsbeginn als Zivilist eines feindlichen Staates interniert.

Der Verbleib des Leichnams von Gregor Henkel war nicht zu ermitteln.

Seine Heimatgemeinde Seeg gedenkt Gregor Henkel noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/seeg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Gregor Henkel
Rückseite des Sterbebildes von Gregor Henkel

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.931: Alois Müller

Der Soldat Alois Müller wurde am 26.01.1897 in Oberried in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kanonier in der 9. Batterie des 3. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiments. Am 12.04.1917 wurde er schwer verwundet in der Nähe von Brienne-sur-Aisne bei Reims und verstarb am 09.05.1917 im Alter von 20 Jahren im Kriegslazarett.

Man begrub Alois Müller auf dem Soldatenfriedhof Le Cateau in Block 4, Grab 1.496.

Sterbebild von Alois Müller
Rückseite des Sterbebildes von Alois Müller

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.930: Joseph Kiesel

Der Soldat Joseph Kiesel wurde am 28.07.1888 in Greith geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dietmannsried. Im Ersten Weltkrieg diente er im 9. bayerischen Feldartillerie-Regiment. Am 26.08.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 27 Jahren in München.

Die Lage des Grabes von Joseph Kiesel ist unbekannt.

Sterbebild von Joseph Kiesel
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Kiesel

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.929: Johann Merle

Der Soldat Johann Merle wurde am 12.01.1880 in Trauchgau geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeidne Halblech. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.11.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren in Rumänien während der Gebirgskämpfe am Törzburgerpass – genauer gesagt bei den Kämpfen nördlich Campulung.

Die Lage des Grabes von Johann Merle ist unbekannt. Es existiert sicher nicht mehr.

Seine Heimatgemeinde Halblech gedenkt Johann Merle noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/halblech-trauchgau_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Merle
Rückseite des Sterbebildes von Johann Merle

Sonderbeitrag: Der Kriegsinvalide Michael Bauer

Der Soldat Michael Bauer wurde am 13.05.1884 in Burglengenfeld geboren. Er kehrte als Kriegsinvalider in die Heimat zurück und starb am 13.01.1919 im Alter von 34 Jahren. Zuvor hatte er rund 14 Wochen an einerf schweren Krankheit gelitten, die er sich im Kriegseinsatz durch Verschüttung  zugezogen hatte.

Man begrub Michael Bauer vermutlich in seinem Heimatort. Sein Grab könnte heute noch existieren.

In seinem Heimatort Burglengenfeld gedenkt man Michael Bauer noch heute auif zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/2021/burglengenfeld_stadtpfarrkirche_lkr-schwandorf_wk1_wk2_by.html und http://www.denkmalprojekt.org/2009/burglengenfeld_kath_gesellen_wk1_bay.htm

Das Sterbebild von Michael Bauer
Rückseite des Sterbebildes von Michael Bauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.928: Joseph Reisach

Der Soldat Joseph Reisach wurde am 12.03.1887 in Rettenbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Peiting, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer bei einer Reserve-Bäckerei-Kolonne. Am 16.09.1917 verstarb er im Alter von 30 Jahren im Garnisons-Lazarett Kempten an einer Krankheit.

Joseph Reisach dürfte auf einem lokalen Friedhof in Kempften begraben worden sein und sein Grab dürfte heute noch existieren.

Seine Heimatgemeinde Rettenbach gedenkt Joseph Reisach noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rettenbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Reisach
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Reisach

Sonderbeitrag: Heinrich Dern

Der Soldat Heinrich Dern stammte aus Langsdorf, einem Stadtteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 87. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 21.08.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun. Er wurde während der Kämpfe im Chapitre-Wald – der Souville-Schlucht – und Bergwald getötet.

Die Lage des Grabes von Heinrich Dern ist unbekannt.

In seinem Heimatort Langsdorf gedenkt man Heinrich Dern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/langsdorf_stadt-lich_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Turnverein Lich-Langsdorf für Heinrich Dern im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.927: Martin Spiegel

Der Soldat Martin Spiegel stammte aus Groß Schacksdorf im heutigen Bundesland Brandenburg und wurde am 28.03.1877 geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Hauptmann und Kompanieführer in der 1. Kompanie des 12. Grenadier-Regiments. Am 24.08.1914 (Regimentsgeschichte 23.08.1914) fiel er im Alter von 37 Jahren während der Schlacht bei Mons bei Tertre in Belgien.

Über den Todestag und die Todesumstände von Martin Spiegel berichtet die Regimentsgeschichte des 12. Grenadier-Regiments:

„Am 23. traten wir früh an und erreichten gegen Mittag Baudour. Marschordnung F. (Vortrupp), II, Maschinengewehr-Kompanie, I./F. U. 54, I. Hier meldeten Kavallerie-Patrouillen, dass sie bei Tetre Feuer erhalten hätten und nicht weiter kämen. Das Regiment schloss auf und holte die Feldküchen heran. Zum Schutz von zwei Geschützen, die südlich Boudur auffuhren, wurde Leutnant von Münch (Egon) mit seinem Zug 10./12. nach Bahnhof Tertre vorgeschickt. Um 12 Uhr mittags erhielt das F. Bataillon den Befehl, das Dorf Tertre zu säubern, bekam aber beim Überschreiten des Bahndammes so starkes Feuer, dass der Major Prager erst ein Geschütz vom I./Fels-Artillerie 54 vorholen ließ. Nach wenigen Schüssen verstummte das feindliche Feuer, und so konnte Zug Münch den Vormarsch fortsetzen; das Bataillon folgte. Die vordersten Häuser waren frei vom Feind, von den Gehöften ser südlichen Dorfstraße schlug aber lebhaftes Feuer entgegen. Unterstützt vom Maschinengewehr-Zug Brapow ging das Bataillon zum Angriff vor. Das feindliche Feuer ließ erkennen, dass es sich um einen energischen Widerstand handelte. Major Prager und Leutnant Brapow fielen als die ersten Offiziere des Regiments.

Nun waren wir wirklich „im Kriege“. Die Gefechte um Löwen hatten zwar auch Verluste gebracht und uns gezeigt, dass es galt, das Leben einzusetzen, um einen Erfolg zu erringen. Andererseits hatten uns die Erfolge, die das uns anerzogene frische Draufgehen brachten, ein falsches Bild geben. Zuletzt hatten wir vollwärtige Truppen vor uns, und beim ersten Zischen der Schrappnells und dem Rollen der Maschinengewehre kam uns der Ernst der Lage erst voll vor die Augen. Die schweren Verluste, die der Tag uns bringen sollte, zeigten aber, dass die Angriffsfreudigkeit dadurch in keiner Weise gelitten hatte.

Das I. Bataillon hatte inzwischen den Befehl bekommen, den Wald nordwestlich Tertre, aus dem geschossen worden war, zu säubern. Es entwickelte sich rechts von F./12, fand den Weg frei, und ging nun in süpdlicher Richtung weiter vor, um sich in Besitz des Kanalüberganges, zwei Kilometer westlich St. Ghislain zu setzen, wie das Regiment befohlen hatte. Zwar hatte F./12 den Feind aus den Häusern von Tertre vertrieben, kam aber nur schwer vorwärts, da ihm ein wütendes Feuer aus der Häusergruppe am Übergang von St. Ghislain und vom ganzen Kanalufer entgegen schlug. Der Regimentskommandeur, Oberst von Reuter, forderte nun Artillerie-Unterstützung an, die aber nicht so schnell einsetzen konnte, wie es wünschenswert erschien. Um den Angriff vorzutragen, wurde II./12 hinter dem Bahndamm südlich der Straße Baudour . Tertre entfaltet und trat von dort zum Angriff an. Kaum war der Bahndamm überschritten, als ein überwältigendes Schrappnellfeuer von den Kohlenhalden bei St. Ghislain auf das Bataillon niederhagelte. Trotz schwerer Verluste ging es vor. Der Feind hatte seine Stellung am Kanal äußerst geschickt gewählt, so dass für uns von einem Punktschießen keine Rede sein konnte, da man absolut nichts sah. I. und F. hatten im Laufe des Nachmittags den Weg, der zwischen dem Dorfe Tertre und dem Kanal von Nordosten nach Südwesten läuft, erreicht, II./12 links daneben dieselbe Höhe. Die eigene Artillerie konnte wegen der Unübersichtlichkeit des Geländes nur schwer in Wirksamkeit treten. Mit den Erfahrungen der späteren Kriegszeit wäre es damals wohl ein leichtes gewesen, den in einer einzigen schnurgeraden Stellung am Kanal liegenden Feind in kürzester Zeit völlig zuzudecken. Die Brigade hatte befohlen, die Brücken von St. Ghislain noch am Abend zu nehmen. Die Bataillone kamen auch bis auf etwa 200 Meter an die südliche Stellung heran, blieben dann aber liegen und gruben sich ein, da der Oberst von Reuter erkannt hatte, dass ein Angriff ohne Artillerievorbereitung aussichtslos sei.

Das Regiment hatte seine Feuertaufe erhalten, und zwar gleich gründlich. Von den Offizieren waren gefallen:
1 Bataillons-Kommandeur: Major Prager (F.),
1 Bataillons-Adjutant: Oberleutnant von Haugwitz (II.),
3 Kompanie-Führer: Hauptmann Spiegel (1.), Oberleutnant Drees genannt Goerdt (4.), Hauptmann von Stöcki (9.),
6 Zugführer: Leutnante Grapow, Thiele, Leo, Gräfer, Fähnrich Tettenborn, Offiziers-Stellvertreter Riese.“.

Man begrub Martin Spiegel auf dem Soldatenfriedhof Hautrage in Block IV, Reihe A, Grab 287.

Seine Heimatgemeinde Neuruppin gedenkt Martin Spiegel noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/neuruppin_lk-ostprignitz-ruppin_wk1_m-z_brb.html

Sterbebil von Erich, Martin und Kurt Spiegel