Johann Frauenlob stammte aus Brunnthal, Pfarrei Feichten, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 00.08.1916 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Schlacht um Verdun.
Eine Grablage ist für Johann Frauenlob nicht bekannt. Ich vermute, dass er wie seine im gleichen Zeitraum gefallenen Regimentskameraden auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde.
Sterbebild von Johann FrauenlobRückseite des Sterbebildes von Johann Frauenlob
Der Landwirt Ignaz Mayr wurde am 03.05.1885 in Reinhardsried geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterthingau. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 7. Kompanie des 3. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 21.06.1915 (Regimentsgeschichte: 20.06.1915) fiel er im Alter von 30 Jahren am Hilsenfirst bei Münster im Elsass. Über den Todeszeitraum berichtet die Regimentsgeschichte:
Am 19.06.1915 setzte von nachmittags 5 +- 8 Uhr schwerstes Artilleriefeuer gegen Hilsenfirst Nord ein. Es war Vorbereitungsfeuer zu einem Angriff, der aber von den Kompanien des Bataillons zusammen mit den Jägern 14, der 11./L. 56 und einer Gebirgs-MG Kompanie abgewiesen wurde.
Am 20.06. lag die Stellung abermals unter schwerstem Feuer, diesmal blieb der Angriff aus.
Das Feuer wiederholte sich am folgenden Tag von 10.00 Uhr vormittags bis 8.00 Uhr abends. Dreimal setzten sodann die Franzosen zum Angriff an und dreimal mussten sie weichen.“
Von den Verlusten im Regiment ist keine Rede.
Man begrub Ignaz Mayr auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.
Michael Lommer stammte aus Tannenmais, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Reisbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und fiel am 13.05.1917 im Alter von 21 Jahren bei Vauclerc am Chemin des Dames (Damenweg) während der Schlacht an der Aisne.
Der Bergmann Ferdinand Berchtold wurde am 04.10.1891 in Peiting geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments als Reservist. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 07.04.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun im Wald von Avocourt —-> CÔTE 304 / HÖHE 304.
Offiziell ist für Ferdinand Berchtold keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er wie seine Kameraden der 3. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments, die im gleichen Zeitraum fielen, auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort waren seine Gebeine vermutlich nicht mehr zuzuordnen, weshalb die Beisetzung anonym stattfand. Hier die Namen einiger seiner Kameraden:
Gefreiter Alois Anwander, gefallen am 07.04.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Gefreiter Jakob Schanz, gefallen am 07.04.1916 im Bois d´Avocourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Unteroffizier Alois Krach, gefallen am 07.04.1916 im Bois d´Avocourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Landstummann Friedrich Kremmel, gefallen am 26.03.1916 im Bois d´Avocourt – Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Infanterist Franz Bauer, gefallen am 26.03.1916 im Bois d´Avocourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.
Sterbebild von Ferdinand BerchtoldRückseite des Sterbebildes von Ferdinand Berchtold
Der theoretische Weg von Ferdinand Berchtold von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:
Der Gefreite Rudolf Brennauer wurde am 13.09.1888 in der bayerischen Gemeinde Peiting als Sohn eines Bergmanns geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 24.05.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht um Verdun. Dort wurde er in den Kämpfen in der Brule-Schlucht bei Fort Douaumont getötet.
Man begrub Rudolf Brennauer auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Block 4, Grab 88.
Sterbebild von Rudolf BrennauerRückseite des Sterbebildes von Rudolf Brennauer
Der theoretische Weg von Rudolf Brennauer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Josef Wagensonner stammte aus Harskirchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Adlkofen, und war der Sohn eines Maurers. Gestern stellte ich seinen Bruder Xaver vor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 21.03.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren nach 42 Monaten Kriegsdienst an der Somme.
Man begrub Josef Wagensonner auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 12, Grab 497.
Sterbebild von Josef und Xaver WagensonnerRückseite von Josef und Xaver Wagensonner
Der Landwirt Josef Schnitzenbaumer stammte aus Schnitzenbaum am Auerberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fischbachau. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern 3. Klasse ausgezeichnet. Am 25.06.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der deutschen Offensive gegen Thiaumont.
Man begrub Josef Schnitzenbauer auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef SchnitzenbaumerRückseite des Sterbebildes von Josef Schnitzenbaumer
Georg Holderied wurde am 27.10.1889 in Görisried im heutigen Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.01.1917 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme.
Die Lage des Grabes von Georg Holderied ist nicht bekannt.
August Vielmeier stammte aus Unter-Wichtl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kastl, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er im 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 03.03.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Verdun während der Schlacht um Verdun.
Man begrub August Vielmeier auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in Block 9, Grab 30.
Joseph Bohnert wurde am 07.03.1888 in Ottenhöfen im heutigen Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 40. Füsilier-Regiment – Karl Anton von Hohenzollern. Am 08.09.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren vor Verdun bei Ornes, einem der neun Dörfern, die im Ersten Weltkrieg zerstört und danach nicht wieder aufgebaut worden ist, da dies wegen Munitionsrückständen, Blindgängern und der massiven Zerstörungen zu gefährlich gewesen wäre.
Man begrub Joseph Bohnert in der Heimat auf dem Friedhof Ottenhöfen in Block 4, Reihe 3, Grab 4.