Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Karl Balser

Der Soldat Karl Balser stammte aus der hessischen Stadt Hanau. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter und Reservist in der Leib-Kompanie des 118. Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er in Belgien bei Maissin im Alter von 21 Jahren.

Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Balser berichtet die Regimentsgeschichte des 118. Infanterie-Regiments:

In der Nacht vom 21. auf 22. August bezog das Regiment Unterkunft in Libin. Die Außenwache stellte die 11. Kompanie.
Offiziersstelle, Fuhrey erkundete mit drei Gruppen den südwestlich Libin liegenden Wald. Die Abteilung hatte mehrfach Zusammenstöße mit französischer Kavallerie-Patrouillen, kam aber ohne Verluste zurück. Auch wurden auf die Außenposten Schüsse abgegeben, ohne dass es gelang, die Täter zu fassen.

Am frühen Morgen des 22. August traf beim Regiment folgender Befehl der 50. J. B. (Generalmajor Freiherr von Speßhardt) ein:

50. J. B. D. II. Libin, 22.8.14. 4.35 Uhr Z.

J. R. 118 steht um 8.30 Uhr hart nördlich Straße Libin-Villance, Front nach Maissin, gedeckt nach Westen und Südwesten. Anfang etwa bei B 13, Kommandeur am Anfang des Regiments. Regiment hat vorher nördlich Villance eine Stellung zu erkunden. Front nach Maissin. Regiment sichert die Bereitstellung der Brigade in Linie Redue-Villance einschließlich, und erkundet sämtliche aus Linie Tramuine-Villance nach Westen und Südwesten durch den Wald führenden Wege…“

Auf Grund dieses Befehles stand das Reg. zur befohlenen Zeit in folgender Bereitstellung: Das 1. Batl. (Major Kot) war nunmehr auch mit der Lb., 2. und 4. Komp. gegen 7 Uhr vorm. nach Villance vorgerückt und hatte mit drei Kompagnien (Lb., 3. und 4.) den Westand des Dorfes besetzt, den es zur Verteidigung einrichtete; die 2. Komp., welche nach Erledigung eines Sonderauftrages erst gegen 6 Uhr vorm. in Libin eingetroffen war, lag im Südteil des Dorfes (Villance) als Reserve. Das II. Batl. (Major Stehberger) stand etwa 800 m östlich Villance, hart nördlich der Straße Billance-Libin, während sich das III. Batl. (Major v. Notz) in einem kleinen Wäldchen am Nordhang der Mulde ca. 800 m nördlich Villance aufstellte. Die M.G.K. (Hptm. von Oßell) war nach Villance vorgezogen und trat in Verbindung mit dem I. Batl., ihre Züge am Westand des Dorfes in Stellung gehen lassen. Bald gingen Meldungen ein, daß in den Wäldern um Massin feindliche Kavallerie stecke; bis gegen 11 Uhr war festgestellt, daß auch Massin selber, anscheinend von franz. Kavallerie, besetzt sei. Um 11.15 Uhr trat beim Regiment der Brigadebefehl ein, sich in den Besitz von Maissin zu sehen. Der Reg.-Kdr., Oberst Münster, beauftragte hiermit das I. Batl., dem die M.G.-K. (Hptm. v. Gössel) zugeteilt wurde. Um 12 Uhr trat das Batl. los vom Westrand von Villance aus; das III. Batl. blieb zunächst zur Verfügung des Reg., das II. Batl. zur Verfügung der Brigade an den bisherigen Plätzen.

Das I. Batl. nahm K. (Hptm. Staußband, bzw. Lt. Scheuermann), 3. Komp. (Hptm. Freiensehner) und 4. Komp. (Hptm. v. Cappeln) in vordere Linie, die 2. Komp. (Hptm. Sollmann) folgte als Reserve hinter dem rechten Flügel. Die 3. Komp. hatte den Anschluß und ging mit dem linken Flügel längs der Straße Villance-Maissin vor, rechts daneben 4. Komp., am weitesten rechts Leib-Komp. Die M.G.-K. folgte mit sechs schweren Gewehren hinter der Mitte.

Die Kompagnien in vorderer Linie gingen zunächst entfaltet, Schützen vor der Front, vor; die 2. Komp. folgte in Gruppenkolonne auf dem Wiesen, die sich nördlich des von Villance nach Maissin verlaufenden Höhenrückens erstrecken. Während des Vorgehens setzte das Feuer der eigenen Artillerie (F. A. R. 25) ein, sie nahm Ziele in dem Walde nordwestlich Maissin, sowie das Dorf selber unter Feuer.

Bald schlug dem Batl. das erste feindliche Feuer entgegen; es kam z. T. frontal, teilweise aber auch aus den Waldstücken links und vereinzelt sogar auch aus denen rechts des Angriffsstreifens und verursachte erhebliche Verluste. Trotzdem gingen die inzwischen voll in Schützenlinie entfalteten Kompagnien in langen Sprüngen weiter vor, der ziemlich breite und tiefe Leise-Bach wurde durchschritten und schon gegen 1.30 Uhr war das teilweise brennende Maissin von den vorderen Kompagnien erreicht.

Der linke Flügel, die 3. Komp., von der beim anderen Zuge als Seitendeckung etwas links rückwärts gestaffelt, gefolgt war, war an der Leise liegen geblieben, da er sich gegen feindliche Vorstöße und Umfassungsversuche aus dem Nordteil des Burnot gezwungen zu wehren hatte. Er wurde aus der etwas recht mißlich gestalteten Lage erst gegen 4 Uhr durch Teile des F. A. R. 25 herausgelöst.

In Maissin selber wurde stellenweise noch aus den Häusern geschossen, doch hatte die Truppe zunächst wenig Zeit, sich darum zu kümmern. In aller Eile wurden die Verbände notdürftig geordnet und bis zum Westrand des Dorfes vorgezogen, der zur Verteidigung gegen die sofort einsetzenden starken franz. Gegenangriffe besetzt wurde. Auch alle sechs Gewehre der M.G.-K. waren hier bald in voller Tätigkeit. Allerdings hielt auch der Kampf im Dorfe selbst den ganzen Nachmittag an. Die 2. Komp. war noch zum Abhang der Höhe 398 nördl. Maissin vorgegangen, Hptm. Sollmann setzte von dort aus zunächst den 2. Zug unter Lt. Müller (Phil.) zur Absicherung der Häuser am Nordrand des Dorfes an, aus denen die Kompagnie Feuer erhalten zu haben glaubte. Der Zug Müller fand aber dort keinen Gegner mehr und ging darauf bis zum Westrand von Maissin vor, wo er die Linie der bereits hier in Feueregefecht stehenden Kompagnien des I. Batl. um 2 Uhr gab Hptm. Sollmann seinem 2. Zug unter Lt. d. R. Grohrock Befehl, die Schützenlinie an der Nordwestecke des Dorfes (Teile der Ab.) zu verstärken. Als einige Zeit darauf die Höhe nördlich vollständig unter einem schweren Schußfeuer aus F. A. R. 25 belegt wurde, ging Hptm. Sollmann auch mit dem Rest seiner Komp. vor und befestigte zusammen mit Teilen der Leib-Komp. eine Höhe an dem das Maissin heraus nach Norden hin führenden Feldweg.

Der Reg.-Kdr. hatte inzwischen bereits um 12.45 Uhr, als der Angriff des I. Batl. auf starke feindliche Gegenwirkung gestoßen war, dem III. Batl. den Befehl erteilt, rechts verlängert in den Kampf des I. Batl. einzugreifen. Das II. Batl., welches dem Reg.-Kdr. wieder zur Verfügung gestellt war, wurde auf die Straße Villance-Maissin zurückgenommen, um nach neuer Verfügung entweder zur Ablösung der M.G.-K. oder zur Verstärkung des linken Flügels des I. Batl. verwendet zu werden. Die M.G.-K. ging inzwischen in dem Walde von Champimont starker Gegner besetzt, hinter dem rechten Flügel des III. Batl. gezogen. Dieses letztere geriet bei seinem Vorgehen bald in starkes Feuer aus westlicher Richtung; unter schweren Verlusten arbeitete es sich südlich des Waldes von Champmont gegen die Straße Maissin—Tellin vor, welche gegen 3 Uhr erreicht wurde. Jetzt erhielt das Batl. auch starkes Flankenfeuer aus den Waldungen nördlich und nordwestlich Maissin; zeitweilig schlug auch eigenes Artilleriefeuer in die Schützenlinien, die dadurch nicht unerhebliche Verluste hatten und zunächst liegen blieben. Um den Angriff wieder in Fluß zu bringen, setzte Oberst Münster nunmehr auch zwei Kompagnien des II. Batl. ein, von denen die eine, 8. Komp. (Hptm. Leute) in die Linie des III. Batl. einschwenkte, die 6. Komp. (Hptm. Müller) dieses rechts verlagerte. Trotzdem gelangte der Angriff des rechten Flügels nicht mehr weiter vorwärts; er blieb an der sehr gut dem rechten Flügel des I. Batl. als Reserve liegenden Komp. Collmann blieb er endgültig liegen.

Währenddessen war das I. Batl. zeitweilig einige hundert Meter über den Westrand von Maissin hinaus vorgegangen, hatte sich aber einer starken feindlichen Ueberlegenheit gegenübergesehen und bis zum Dorfrand zurückgehen müssen. Oberst Münster sah sich veranlaßt, zur Unterstützung des Batl. gegen 3 Uhr seine letzten Reserven, die 5. Komp. (Hptm. Beitz) und die 7. Komp. (Hptm. Trapp) einzusetzen, die auf den Süd bezw. Südwestrand des brennenden Maissin vorgezogen wurden und hier vor allem den Kirchhof und das Schulhaus besetzten. Der starke Rauch zwang jedoch beide Kompagnien dazu, sich allmählich an den Ostrand des Dorfes zu ziehen. Gegen 4.45 Uhr war die Lage in Maissin so, daß das I. Batl. mit drei Komp. (8., 5. und 4.) den Westrand des Dorfes besetzt hatte und mit der 2. Komp. nach Norden anschließend am Weg Maissin—Nedu lag. Versprengte Teile des I., sowie auch des II. und III. Batls. und der 6. Komp. und der 7. Komp., wurden in dem brennenden Maissin gesammelt, auf Befehl des dort anwesenden Reg.-Kdrs. dem Hptm. Trapp unterstellt und gegen 5.30 Uhr zur Verstärkung der nördlich des Dorfes im schweren Kampfe liegenden Teile des Regiments eingesetzt.

Allmählich war der Gegner überall zum Gegenangriff vorgegangen, besonders das durch den größten Teil des II. verstärkte III. Batl. nördlich Maissin sah sich einer erheblichen feindlichen Uebermacht gegenüber. Es kämpften hier mit vorbildlicher Zähigkeit die 9. unter Hptm. Hofmann, 10. unter Hptm. Hermann, 11. unter Hptm. Classen und 12. Komp. unter Hptm. Oldenburg. Auch der Einsatz eines Batl. des I.R. 71 auf dem äußersten rechten Flügel brachte keine Entlastung. Um 6.15 Uhr mußte der rechte Flügel des Regiments vor starken französischen Angriffen aus dem Wald von Bolez zurückgezogen werden, wobei es zeitweilig die Front nahezu nach Norden verlegt. Und das I. Batl. war schließlich nicht mehr zu halten, so daß Oberst Münster allen drei Batl. befahl, in allgemeiner Richtung auf „Billance“ zurückzugehen. Die Verbände waren in dem heißen Kampf sehr stark durcheinander gegangen, die erschöpften Batl. sehr stark, übrigens ohne jede Nervosität. Alle Tapferkeit des Gegners nutzte nichts mehr; immer stärkere feindliche Angriffe quollen gegen die gelichteten Reihen, und mühsam konnte immer die Verbindung gehalten werden. Trotz des großen Durcheinanders vollzog sich der Übergang verhältnismäßig geordnet und in vollkommener Ruhe, zumal sich die besonders vorbildlichen Offiziere tapfer bei der Unterweisung der Mannschaften, so daß dadurch wieder einige kampffähigere Teile gesammelt werden konnten. Der Rückmarsch erfolgte über das südwestlich Maissin gelegene Tal des Seife-Baches 1200 Meter westlich Maissin in die frühere Stellung zurück. Die übrigen Teile des Regiments wurden von der Straße Billance—Maissin zurückgenommen, einzelne Teile der sehr stark durcheinandergegangenen schon früher zurückgegangen, andere, die sich an der westlich des Dorfes gelegenen Höhe festgesetzt hatten, mußten sich unter dem Druck der sehr stark überlegenen feindlichen Kräfte des Abends zum Rückzug; sie trafen gegen 10 Uhr abends bei den übrigen Teilen des Regiments ein. Hptm. v. Cappeln bildete am späten Abend aus versprengten Teilen aller Komp. eine Gruppe, mit der er sich am Westrand des Waldes südlich Villance (Vigéczy) eingrub und den Schutz der bei Villance in Stellung befindlichen Artillerie übernahm.

Die Verluste des Regiments waren außerordentlich schwer, sie betrugen:

Mannschaften
I. Batt.   tot: 138  verwundet: 211  gefangen: 3
II. Batt.   tot: 50  verwundet: 99  gefangen: —
III. Batt. (mit MGR.)  tot: 119  verwundet: 257  gefangen: 9

Zusammen: 925 Mann

Offiziere
I. Batt.   tot: 1  verwundet: 5  krank: 1
II. Batt.   tot: 1  verwundet: 8  krank: 1
III. Batt.   tot: 7  verwundet: 7  krank: —

Zusammen: 31 Offiziere

An Offiziere:
a) tot:
Major von Notz (III. Batt.); Hptm. Hermann (10.); Oldenburg (12.); Lt. Löbbecke (Abt. II.); Lt. d. R. Mühl (10.); Lt. Kleine (11.); Lt. Proske (12.); Lt. Enck (3.); Hptm. Leute (später verst.)

b) verwundet:
Major Kotz (1.); Major Stehberger (II.); Hptm. v. Goessel (MG.); Trapp (7.); Freienstein (3.); Leute (8.); Oberlt. Fendel (Reg.-Abt.); Lt. Steiger (Abtl. III.) (starb an seiner Verwundung); Lt. Rülf (12.); Lt. W. Müller (10.); Scheuermann (L.); Hossfeld (8.); Lt. d. R. Schmölt (7.); Lt. Cares (8.); Lt. Fr. Müller (9.); Nebry (3.); Wiedemann (4.)

Hauptmann Veith (5.) und Collmann (2.) wurden ebenfalls verwundet, konnten aber bei der Truppe bleiben bzw. schon nach wenigen Tagen zu ihr zurückkehren.
An den Folgen seiner Verwundung starb der erste Kriegsfreiwillige des Regiments.“

Man begrub Karl Andreas Balser auf dem Soldatenfriedhof Maissin-National in Grab 215.

Die Todesanzeige für Karl Balser im Gießener Anzeiger vom 28.09.1914

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.782: Fritz Trammer

Der Soldat Fritz (eigentlich Friedrich) Trammer war Student der Theologie. Er war Mitglied im Studentengesangverein Erlangen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve und Offiziersstellvertreter in der 6. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.11.1914 verstarb er nach schwerer Verwundung bei den Kämpfen rund um Wytschaete im Lazarett Blanche de Castille (bei Lille)

Man begrub Fritz Trammer auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab.

Todesanzeige von Fritz Trammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.780: Luitpold Schwaiger

Der Soldat Luitpold Schwaiger stammte aus der bayerischen Gemeidne Laufen. und war Student der Ingenieurwissenschaften. Er war Mitglied der Burschenschaft Apollo. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offiziersstellvertreter in der 1. Batterie des 6. bayerischen Fußartillerie-Bataillons. Am 15.11.1914 fiel er bei Wytschaete in Belgien.

Man begrub Luitpold Schwaiger auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block E, Grab 1.446.

Todesanzeige für Luitpold Schwaiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.774: Franz Aschenbrenner

Der Soldat Franz Aschenbrenner stammte aus Dobl, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Vilshofen, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in einer Maschinengewehr-Kompanie. Am 22.07.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren nach 19 Monaten Kriegsdienst während der dritten Flandernschlacht Belgien.

Man begrub Franz Aschenbrenner auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block L, Grab 2.947.

Sterbebild von Franz Aschenbrenner
Rückseite des Sterbebildes von Franz Aschenbrenner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.768: Fritz Stang

Der Soldat Fritz Stang stammte aus Lahm, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Itzgrund,und war Seminarist. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 6. Kompanie des 5. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.11.1914 fiel er während der ersten Flandernschlacht im Alter von 19 Jahren bei Hollebeke in Belgien (Flandern). Er wurde während des Angriffs auf das Gelände hinter dem Schloß und Straße nach Klein-Zillebeke getötet.

Man begrub Fritz Stang auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Todesanzeige von Fritz Stang

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.763: Sebastian Pletzenauer

Der Soldat Sebastian Pletzenauer stammte aus der bayerischen Gemeind Frasdorf und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillons. Am 02.03.1918 fiel er im Alter von 44 Jahren in Nordfrankreich.

Man begrub Sebastian Pletzenauer auf dem Soldatenfriedhof Hautrage in Belgien in Block IV, Reihe D, Grab 371.

Sterbebild von Sebastian Pletzenauer
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Pletzenauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.524: Alois Dechantsreiter

Der Soldat Alois Dechantsreiter wurde am 29.04.1894 in Reith in Bayern geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in dem Auch Adolf Hitler diente. Am 04.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Comines durch einen Granattreffer.

Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Dechantreiter berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Vom Dämmern der Nacht bin zum Grauen des Morgens wird immer häufiger das ferne, dumpfe Grollen verderbenspeiender Geschütze hörbar. Die Frühjahresoffensive kündigt sich an. Sie sollen uns auf dem Posten finden. Die Kompanien in Warneton werden nachts zu Schanzarbeiten in die Stellung vorgezogen. Unsere Unterstände stehen bei dem hohen Stand des Grundwassers stets unter Wasser. Das viele Wasser mag mit schuld sein, dass drüben am 4. März ein zug Engländer übers freie Feld marschiert, den unsere 2. Kompanie unter Gruppenfeuer nimmt. Der Gegner antwortet mit einem äußerst heftigen Vergeltungsfeuer mit 30 cm. Kalibern auf unsere Gräben, vom Kemmel und aus Wulverghem rollen ganze Artilleriesalven an. In kurzer Zeit sind sämtliche Fernsprechleitungen abgeschossen, sieben Unterstände gehen zu Grunde. Die Nacht vom 4./5. März wird eine der unruhigsten, seitdem das die Stellung hat.“

Man begrub Alois Dechantsreiter auf dem Soldatenfriedhof Menen ini Block A, Grab 3.284.

Sterbebild von Alois Dechantsreiter
Rückseite des Sterbebildes von Alois Dechantsreiter

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.415: Matthias Klever

Der Soldat Matthias (Volksbund: Wilhelm Mathias Klever) Klever wurde am 06.07.1913 in Eupen geboren – heute belgisch (Deutschsprachige Gemeinschaft) – damals deutsch. Er war von Beruf Schuhmacher und Mitglied der Eupener Kolping-Familie. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem Grenadier-Regiment der Wehrmacht. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 17.11.1943 fiel er im Alter von 30 Jahren in Krassnaja-Ssloboda bei Smolensk im heutigen Weißrussland (Belarus).

Man begrub Matthias Klever auf einem Feldfriedhof bei Krasnaja Sloboda / Mogilew im heutigen Weißrussland (Belarus).

Sterbebild von Matthias Klever
Rückseite des Sterbebildes von Matthias Klever

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.414: Karl Reip

Der Soldat Karl Reip wurde am 06.06.1916 in Eupen geboren – damals deutsch – heute belgisch (Deutschsprachige Gemeinschaft). Im Zweiten Weltkrieg diente er seit dem 08.02.1942 als Schweres-Maschinengewehr-Schütze in einem Infanterie-Regiment. Am 15.11.1942 wurde er schwer verwundet. Am 01.12.1942 verstarb er im Alter von 26 Jahren im Kriegslazarett Stalino (heute: Donezk) an seiner schweren Verwundung.

Man begrub Karl Reip auf einem Feldfriedhof bei Donezk in der heutigen Ukraine.

Sterbebild von Karl Reip
Rückseite des Sterbebildes von Karl Reip

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.413: Michael Schumacher

Der Soldat Michael Schumacher wurde am 14.04.1925 in Eupen – damals deutsch – heute belgisch (Deutschsprachige Gemeinschaft)- geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er seit Augsut 1943 als Grendaier in einem Infanterie-Regiment der Wehrmacht. Am 01.02.1944 fiel er im Alter von 18 Jahren bei Kriwoj-Rog, 9 km westl. Sofieroka.

Kameraden begruben Michael Schumacher bei Schirokoje / Kriwoj Rog in der heutigen Ukraine.

Sterbebild von Michael Schumacher
Rückseite des Sterbebildes von Michael Schumacher