Der Soldat Karl Achatz stammte aus Pillersberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Haibach, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldners). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 10. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 11.05.1918 fiel er bei Bapaume durch Granatschussverletzung.
Man begrub Karl Achatz auf dem Soldatenfriedhof Villers-au-Flos in Block 2, Grab 646.
Sterbebild von Karl AchatzRückseite des Sterbebildes von Karl Achatz
Der französische Soldat Léon Joseph Raynaud wurde am 26.11.1890 im 5. Arrondissement von Lyon geboren. war Corporal im 52. französischen Infanterie-Regiment. Er geriet Mitte 1916 im Ersten Weltkrieg in deutsche Kriegsgefangenschaft. Er wurde im in das Kriegsgefangenenlager Sandgrub in Schnaitsee interniert. Am 15.11.1918 verstarb er im Alter von 27 Jahren im Krankenhaus Wasserburg am Inn, also vier Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstandsvertrages von Compiègne, und 11. Tage vor seinem 28. Geburtstag.
Sterbebild von Léon RaynaudRückseite des Sterbebildes von Léon Raynaud
Der Soldat Ernst Hölzel wurd eam 26.12.1881 geboren und stammte aus Neudrossenfeld in Bayern und war Forstamtsassessor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel und Offiziers-Stellvertreter in der 9. Kompanie des 19. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er bei Saint-Mihiel, vor Verdun.
Über den Todestag und die Todesumstände von Ernst Hölzel berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen infanterie-Regiments:
„Bereits am 2. Oktober nachmittags 6 Uhr greift der Feind erneut beim III. Bataillon im Bois d‘ Ailly an. Wieder richtet sich der Angriff gegen die Südwestecke, jenen schwachen Punkt, gegen den die eigene Artillerie nicht zu wirken vermag. Es gelingt ihm einzudringen und bis zur großen Ailly-Schneuse vorzudringen. Doch nicht lange erfreut er sich seines Erfolges. Der Bataillonsstab mit Major Raab, dem keine Reserven mehr zur Verfügung stehen, wirft sich ihm entgegen. Handgranaten und ein Maschinengewehr tun ihre Wirkung. Bald ist der Feind niedergemacht und die Lücke geschlossen. Zur Hilfe geholte Teile des III./11 sind nicht mehr benötigt.“
Man begrub Ernst Hölzel auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Heinrich Braun war Forstamtspraktikant in Fulda im heutigen Bundesland Hessen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 10.10.1914 fiel er bei Verdun.
Man begrub Heinrich Braun auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Heinrich Braun war Mitglied der Münchener Burschenschaft Corps Hereynia.
Todesanzeige von Heinrich Braun und Ernst HölzelSymbolfoto
Der Soldat Dr. Kurt Lautenschlager stammte aus der bayerischen Stadt Wörth an der Donau und war Augenarzt in Essen an der Ruhr. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberarzt der Reserve im Stab des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.12.1914 starb er im Alter von 33 Jahren auf einem Truppenverbandplatz bei Savonnières-en-Woëvre im Wald von Apremont-la-Forêt, unweit von Verdun, wo 1 ½ Jahre später eine der furchtbarsten Schlachten des Krieges stattfand
Dr. Kurt Lautenschlager hinterließ eine Ehefrau und zwei Kinder.
Man begrub Dr. Kurt Lautenschlager auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der britische Soldat James Trevor Crawley Vincent war der einzige Sohn von Hugh Corbet Vincent aus Bronwydd, Bangor, Nordwales, und seiner Frau Bronwen Adelaide.
Er trat 1909 in die Schule ein, verließ sie 1913 und schloss sich im Februar 1914 dem 2. Bataillon des walisischen Regiments an, das damals in Bordon stationiert war und bis zur Kriegserklärung dort blieb. Da er zu jung war, um mit seinem Regiment an die Front zu gehen, wurde er nach Cardiff ins Depot geschickt, wo er Rekruten für Lord Kitcheners Armee ausbildete. Im Januar 1915 kehrte er als 2. Leutnant zu seinem Regiment an die Front zurück.
Am 9. Mai 1915 fiel er in der Nähe von Ypern, als er seinen Zug gegen die deutschen Schützengräben führte.
Der kommandierende Offizier des Regiments schrieb:
„Wir werden ihn alle vermissen, und der Dienst hat einen sehr vielversprechenden jungen Offizier verloren.“
Der Soldat Johann Irlbacher stammte aus Berg, einer Filialegemeinde von St. Leonhard, und war der Sohn eines Landwirts (Schoberbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.07.1918 fiel er im Alter von 18 Jahren während der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne bei Reims in Frankreich.
Johann Irlbacher wurde auf dem Soldatenfriedhof Berru in Block 3, Grab 145 begraben.
Sterbebild von Johann IrlbacherRückseite des Sterbebildes von Johann Irlbacher
Der Soldat Willibald Empl stammte aus Mitterroidham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war der Sohn eines Schmids. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 10.02.1916 fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 21 Jahren bei einem Sturmangriff
Man begrub Willibald Empl auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 6, Grab19.
Sterbebild von Willibald EmplRückseite des Sterbebildes von Willibald Empl
Der Soldat Johann Georg Seiler wurde am 24.10.1882 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Palling und war Gastwirt und landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 12.05.1915 fiel er nach den Angaben des Sterbebildes im Alter von 32 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras durch schwere Verwundung. Laut den amtlichen Verlustlisten galt er zunächst als vermisst. Dann wurde 1917 gemeldet, er sei zunächst in Gefangenschaft geraten und dort am 19.05.1915 gestorben.
Die Lage des Grabes von Johann Georg Seiler ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitruam fielen, u. a.
Gefreiter Joseph Seibold, gefallen am 07.05.1915 bei Souchez, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Infanterist Georg Bachmeier, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Oberjäger Otto Birk, gefallen am 07.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Wehrmann Josef Wiedemann, gefallen am 07.05.1915 bei Neuville, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg SeilerRückseite des Sterbebildes von Georg Seiler
Der Soldat Lorenz Reisinger stammte aus Mitterroidham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Baumeister im Pfarrhof Harpfetsham, ebenfalls ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.08.1916 fiel er laut Sterbebild im Alter von 33 Jahren bei Martinpuich während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Lorenz Reisinger vermutlich auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im selben Zeitraum fielen, u. a.
Landsturmmann Xaver Landherr, gefallen am 21.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Michael Loy, gefallen am 21.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Max Strehle, gefallen am 21.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Landsturmmann Ludwig Rausch, gefallen am 20.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Lorenz ReisingerRückseite des Sterbebildes von Lorenz Reisinger