Der Soldat Josef Nützl wurde am 04.04.1897 Eschlbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schönberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Man zeichnete Josef Nützl mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus. Er geriet in französische Kriegsgefangenschaft und erkrankte an Typhus. Am 16.02.1919 verstarb er im Alter von 22 Jahren in einem Lazarett in Saint-Dizier (Département Haute-Marne) an dieser schweren Krankheit.
Die Lage des Grabes von Josef Nützl ist unbekannt, ich weiß jedoch, dass viele Soldatengräber dieser Region nach dem Krieg auf dem Soldatenfriedhof Connantre zusammengelegt wurden – beispielsweise wurde auch mein Großonkel Johann Steil dorthin überführt und in einem Massengrab beigesetzt – zunächst anonym.
Sterbebild von Josef MützlRückseite des Sterbebildes von Josef Mützl
Der Soldat Sebastian Mayr wurde am 19.12.1891 in Altenham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war Landwirt (Huber-Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.04.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe im Oberelsass. Sein Bataillon wurde vom 03.04.1918 an der 26. württembergischen Landwehr-Division zugeteilt und marschierte nach Ungersheim, Feldkirch und Bunzenheim beordert. Seit dieser Zeit gilt Sebastian Mayr als vermisst. Sein Sterbeort und seine Grablage war nicht zu recherchieren.
Es könnte gut sein, dass Sebastian Mayr auf dem rund 13 Kilometer entfernt von seinem letzten Aufenthaltsort gelegenen Soldatenfriedhof Cernay als unbekannter Soldat begraben wurde.
Sterbebild von Sebastian MayrRückseite des Sterbebildes von Sebastian Mayr
Der Soldat Josef Winkler stammte aus Narnberg, eineem Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war der Sohn eines Landwirts. 6. bayerisches Reserve-Feldartillerie-Regiment, 8. Batterie Gefreiter 22.09.1916 44 2. Reserve-Lazarett Dresden – Neustadt
Sterbebild von Josef WinklerRückseite des Sterbebildes von Josef Winkler
Der Soldat Martin Grötzinger stammte aus Johannesbrunn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war Tagelöhner. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.04.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren in Nordfrankreich durch Granatschuss.
Die Lage des Grabes von Martin Grötzinger ist unbekannt. Ich konnte leider auch keine Vermutung herausarbeiten.
Der Soldat Franz Jörg wurde am 25.09.1890 in der bayerischen Gemeinde Wertach als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.11.1916 verstarb er im Alter von 26 Jahren in Folge einer Krankheit im Reserve-Lazarett Kempten.
Franz Jörg dürfte auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Wertach begraben worden sein, da er nur 22 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt liegt.
Der Soldat Mathias Limmer stammte aus Hölsbrunn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gangkofen. Im Ersten Weltkrieg diente als Gefreiter in einem Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 15.08.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren durch ein Artilleriegeschoss.
Die Lages des Grabes von Mathias Limmer ist unbekannt.
Sterbebild von Mathias LimmerRückseite des Sterbebildes von Mathias Limmer
Der Soldat Johann Pramps (Volksbund und Verlustlisten: Prambs) stammte aus Guntersdorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.01.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Arras in der Nähe von Maison Blanche (wo er später auch begraben wurde und heute den Soldatenfriedhof Neuville-St. Vaast beherbergt) und Fampoux.
Über den Todeszeitraum von Johann Pramps berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„01.01.1916 – 01.02.1916 Die feindliche Gefechts und Feuertätigkeit war sehr gering. Die eigene Patrouillentätigkeit war rege. Die französische Anbiederungsversuche wurden ohne Erfolg fortgesetzt. Am 28. wurde zur Feststellung des gegenüberliegenden Gegners ein Patrouillenunternehmen in der Häuserreihe durch die 10. Kompanie durchgeführt und durch Tote des 209. französischen Regiment festgestellt. Der Angriff, der ab 25. sehr sorgfältig vorbereitet worden war und durch Trommelfeuer eingeleitet wurde, drang einige Häuser weit vor und wurde dann durch sehr starke Hindernisse und durch Flankenfeuer aus Blangy aufgehalten. Außerdem hatte das Artilleriefeuer keine Breschen in die Häuser gelegt. So waren die Stoßtrupps, durch starken Rauch am Sehen verhindert, dem feindlichen Feuer aus Schießscharten und von der Flanke her ausgesetzt, wodurch ziemliche Verluste eintraten. Ein feindlicher Gegenstoß wurde durch das tapfere Verhalten der 10. Kompanie abgewehrt und der Gewinn behauptet. Nach Eintritt der Ruhe wurden die gewonnenen Häuser sofort zur Verteidigung ausgebaut.
Durch stärkere Zuweisung von Fliegern gelang es, die feindliche Fliegertätigkeit bedeutend einzuschränken.
Die Arbeiten in der Stellung richteten sich in erster Linie auf den Ausbau der Blangy-Stellung. Da der Grundwasserspielegl sehr hoch lag, mussten durchwegs Hochbauten errichtet und Betonunterstände gebaut werden. In der übrigen Stellung nahm das Faschinieren der Gräben die Hauptarbeit ein.
Vom 25. ab wurde zum Vortäuschen eines Angriffes im Zusammenhang mit der kommenden Verdun-Offensive auf der ganzen Divisionsfront mit dem Vortreiben von Sappen und Ausheben eines neuen Grabens begonnen.“
Man begrub Johann Pramps auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 2, Grab 164.
Sterbebild von Johann PrampsRückseite des Sterbebildes von Johann Pramps
Der Soldat Max Wiesmann wurde am 18.07.1897 in Hundsschweif (bayerische Gemeinde Oberschneiding) als Sohn eines Landwirt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.12.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren bei den Stellungskämpfen in Französisch-Flandern bei La Bassee und Wavrin durch einen Kopfschuss.
Man begrub Max Wiesmann auf dem Soldatenfriedhof Salomé in Block 1, Grab 376.
Sterbebild von Max WiesmannRückseite des Sterbebildes von Max Wiesmann
Der Soldat Karl Graßl wurde am 18.08.1898 in Thalersdorf als Sohn eines Steinmetzmeisters geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnbruck. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.03.1918 verstarb er im Alter von 19 Jahren in einem Feldlazarett in Villers-au-Flos, nachdem er bei Morchies durch Maschinengewehrschuss schwer verwundet worden war. (Seite 100)
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Graßl berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Die Kämpfe um Morchies – Beugny (23.03.1918)
23.03. Der Befehl der 101. Reserve-Infanterie-Brigade bringt die Fortsetzung des Angriffs auf den Bapaume-Riegel. II. und III. Bataillon haben als Brigadereserve hinter dem 6. und 8. Jäger-Regiment zu folgen, I. Bataillon ist als Reserve der 195. Infanterie-Division bestimmt. Wiederholte Stürme der 1. Garde-Reserve-Division misslingen, hauptsächlich infolge des Widerstandes der englischen Maschinengewehr-Nester. Erst gegen Abend scheint die 20. infanterie-Division gegen Lebucquiere Raum zu gewinnen; beim Feinde wird es merkwürdig unruhig, in Beugny und Fremicourt sprengt er Munitionslager in die Luft, ein Vorstoß aus Beugny wird durch Maschinengewehr-Feuer zersprengt, der Gegner scheint abzubauen, aber ungerupft will ihn der Regimentsführer, Major Jäger, nicht entkommen lassen. Um 4.30 Uhr nachmittags befiehlt er II. und III. Bataillon zum Angriff, er selbst geht mit I. Bataillon (der Divisions-Reserve!) aus dem Hohlweg Vaulx – Morchies vor. Das Beispiel hat glänzenden Erfolg; allenthalben reißt das Vorgehen die in Granattrichtern verstreut liegenden Teile der 77er, 233er und Jäger mit vor, im Sturm wird die englische Stellung vor Beugny genommen und die Besatzung ergibt sich. Nach hartem Ringen werden auch die Maschinengewehr-Nester niedergekämpft, dann geht es weiter gegen Beugny, III. Bataillon, voran die Leutnante Klingler, Kohler und Schöpf dringen in das brennende Dorf ein, in dem immer noch Depots in die Luft fliegen, unaufhaltsam stürmt die Truppe weiter bis zu den Hindernissen des weit zurückspringenden Bapaume-Riegels am West- und Südwestrand von Beugny, wo die vermischten Verbände aufgehalten werden. Ungeheuer ist die Begeisterung, riesig die Beute an Gefangenen, Maschinengewehren, Geschützen, Gerät und an überreicher Verpflegung. Das selbständige, angriffsfreudige Losstürmen des Regiments hat die ganze 195. Infanterie-Division mit nach vorne gerissen und ist von entscheidendem Einfluss auf den Verlauf der Kämpfe der 17. Armee gewesen. Bapaume liegt offen vor uns. Das schönste Lob sprach der Kommandeur der 195. Infanterie-Division, General von Weidner aus: „Die 7er haben alles geschmissen!“ Von größter Wichtigkeit ist nun die Ordnung und Entwirrung der Bataillone; auch die Feldküchen kommen und bringen heißen Kaffee, der in den kalten Märznächten sehr entbehrt wurde. Todmüde, mit Gewehr im Arm bleibt das Regiment in der gestürmten Stellung liegen.
An diesem Kampftage wurden verwundet: Leutnant Michael, Leutnant der Reserve Witzgall und Gräbner; gefallen sind 21 Mann; verwundet 122; vermisst 16.“.
Man begrub Karl Graßl auf dem Soldatenfriedhof Villers-au-Flos in Block 1, Grab 373.
Sterbebild von Karl GraßlRückseite des Sterbebildes von Karl Graßl
Der Soldat Alois Berchtenbreiter stammte aus Hechendorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Murnau am Staffelsee, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons (Freising). Am 20.08.1914 fiel er bei einem Gefecht bei Rohrbach im Elsass.
Man begrub Alois Berchtenbreiter auf dem Soldatenfriedhof Bisping in einem Massengrab.