Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.673: Alois Lipp

Der Soldat Alois Lipp wurde am 14.05.1891 in Kappel (Füssen) als Sohn eines Landwirts geboren. Er diente im Ersten Weltkrieg in der 3. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde Mitte August an der linken Schulter verwundet und starb an dieser Verwundung am 24.08.1914 im Alter von 23 Jahren in Neuweiler (französisch: Neuwiller-lès-Saverne) (Elsass). Ich vermute, dass es zu einer Wundinfektion kam, die sich tödlich auswirkte. Auch einfache Verwundungen konnten bedingt durch die Verschmutzungen der Wunden im Zuge der Situation an der Front häufig tödlich verlaufen, zumal Antibiotika noch nicht entdeckt waren.

Man begrub Alois Lipp auf dem Soldatenfriedhof Saverne in Block 2, Grab 46.

Sterbebild von Alois Lipp
Rückseite des Sterbebildes von Alois Lipp

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.671: Matthias Häuslmeier

Der Soldat Matthias Häuslmeier stammte aus Eschelbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolnzach, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.09.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren in Stoßweiher im Münstertal (Elsass) während der Zweiten Schlacht um Münster.

Man begrub Matthias Häuslmeier auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.

Sterbebild von Matthias Häuslmeier
Rückseite des Sterbebildes von Matthias Häuslmeier

Der theoretische Weg von Matthias Häuslmeier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.619: Alois Metzger

Der Soldat Alois Metzger stammte aus Ruhmannsfelden in Bayern und war der Sohn eines Wagnermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Mecklenburgischen Verdienstkreuz 2. Klasse ausgezeichnet und geriet am 12.08.1916 bei Maurepas während der Schlacht an der Somme in französische Kriegsgefangenschaft.

Über den Tag seiner Gefangennahme berichtet die Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am Nachmittag des 12.08.1916 gegen 2.30 Uhr setzte schwerstes Trommelfeuer ein. Gleichzeitig mit dem ersten Schuss waren wieder zahlreiche Flieger erschienen, die das Feuer mit der größten Genauigkeit leiteten. Dumpfbrütend saßen die Leute in ihren Löchern, die Minuten wurden zu Stunden, aber immer fort in gleicher Stärke ging das Feuer bis 6.30 Uhr abends. Eine dichte Wand von Staub und Qualm machte jede Beobachtung unmöglich.
Plötzlich gegen 7 Uhr abends stürzten vier Leute der 12./R23 vor den Bataillonsunterstand und schrieen: „Geht raus, die Franzosen kommen, die Stellung der 12. Kompanie (hier wurde Alois Metzger überrannt und gefangen genommen)  haben sie schon genommen. Auf diese Aufforderung hin stürzte alles aus Fuchslöchern und Stollen und besetzte den Hohlweg. Das feindliche Artilleriefeuer war inzwischen nach rückwärts verlegt worden. Deutlich sah man die Franzosen in dichten Wellen und sogar in Gruppenkolonne über die Höhe südlich Maurepas vorgehen. Unser sofort einsetzendes Gewehr- und MG-Feuer brachte jedoch ihr Vorgehen bald zum Stehen. Auch unsere Artillerie, durch Leuchtzeichen verständigt, setzte nun mit ihrem Sperrfeuer ein, der Angriff in der Front war abgewiesen, die Franzosen begannen sich auf der gegenüberliegenden Höhe einzugraben.
Unsicher waren dagegen die Verhältnisse auf dem rechten Flügel. Dort war die Ortschaft Maurepas verloren und klaffte eine mehrere 100 Meter breite Lücke. Von 9./R. 23 fehlte jede Nachricht, augenscheinlich war auch sie vom Feind überrannt. Auf Antrag des Bataillonskommandeurs wurden nun die 12./Reserve-Infanterie-Regiment 18, später noch zwei Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 19 zur Verfügung gestellt und am rechten Flügel eingesetzt.

Am 27.07.1919 verstarb Alois Metzger nach dreijähriger Gefangenschaft im Alter von 30 Jahren in einem Lazarett in Nancy.

Man begrub Alois Metzger auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in Block 6, Grab 108.

Seine Heimatgemeinde Ruhmannsfelden gedenkt Alois Metzger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/ruhmannsfelden_lk-regen_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Alois Metzger
Rückseite des Sterbebildes von Alois Metzger

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.596: Hans Tissen

Der Leutnant Hans Tissen wurde am 12.10.1920 in Kranenburg geboren, im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einer Stabsbatterie und wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Am 29.11.1944 fiel er im Alter von 24 Jahren durch einen Granatsplitter.

Zunächst wurde Hans Tissen in Bitschweiler begraben (französisch: Bitschwiller-lès-Thann). Später wurde sein Leichnam auf den Soldatenfriedhof Cernay in Block 13, Reihe 5, Grab 103 umgebettet.

Seine Heimatgemeinde Kranenburg gedenkt Hans Tissen noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kranenburg_wk1u2_nrw.htm

Sterbebild von Hans Tissen
Rückseite des Sterbebildes von Hans Tissen

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.551: Johann Sedlmeyer

Der Soldat Johann Sedlmeyer stammte aus Oberschnittenkofen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kröning, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.03.1918 fiel er im Alter von nur 19 Jahren bei Ornes während der letzten Gefechte bei Verdun in Frankreich. Die Angabe auf dem Sterbebild, Johann Sedlmeyer sei in den Hochvogesen gefallen, ist nachweislich falsch.

Über seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments:

15. – 17.03.1918 Die in kurzen Zwischenräumen sich folgenden feindlichen Feuerüberfälle dauern an. Der Feind fordert wiederholt durch Leuchtzeichen Vernichtungs- und Sperrfeuer auf unsere Gräben heraus. Gewohnte Infanterietätigkeit. Gegenseitige Patrouillen-Erkundungen. Eigene Artillerie setzt das Vorbereitungsschießen planmäßig fort.“

Man begrub Johann Sedlmeyer auf dem Soldatenfriedhof Mangiennes in Block 6, Grab 122.

 

Sterbebild von Johann Sedlmeyer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Sedlmeyer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.531: Martin Dischl

Der Soldat Martin Dischl wurde am 16.04.1886 in Honsolgen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Buchloe. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Ersatz-Reservist. Am 01.09.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung während der zweiten Schlacht um Münster im Alter von 31 Jahren in Colmar.

Man begrub Martin Dischl auf dem Soldatenfriedhof Colmar in Grab 735.

Seine Heimatgemeinde Honsolgen gedenkt Martin Dischl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/buchloe-honsolgen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Martin Dischl
Rückseite des Sterbebildes von Martin Dischl

Der theoretische Weg von Martin Dischl von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.529: Josef Egger

Der Ersatz-Reservist Josef Egger wurde am 28.11.1886 in Remmelsberg als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Untrasried. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 2. (bayerischen) Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 12.02.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen am 3 Kilometer nördlich Markirch gelegenen Bois du Chena bei Wisembach.

Josef Egger wurd auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab beigesetzt.

Seine Heimatgemeinde Untrasried gedenkt Josef Egger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/untrasried_1805-15_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Egger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Egger

Der theoretische Weg von Josef Egger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.505: Adolf Wunderle

Mit dem heutigen Fall stelle ich Ihnen ein besonders trauriges Familienschicksal vor: Die Brüder Wunderle. Drei Brüder dieser Familie fielen im Kriegsjahr 1915 binnen eines halben Jahres. Sie waren zwischen 25 und 31 Jahre alt.

Der Ersatz-Reservist Adolf Wunderle wurde am 30.05.1883 in Todtnau geboren, einer Stadt im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 40. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 06.04.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren während der erbitterten Vogesenkämpfe am Hartmannsweilerkopf.

Offiziell ist die Grablage von Adolf Wunderle unbekannt. Ich vermute jedoch, dass sein Leichnam, wenn er geborgen wurde, auf dem Soldatenfiredhof Cernay anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort ruhen in der Regel die Gefallenen des Hartmannsweilerkopfes, u. a. Wehrmann Ludwig Friedrich Wabel, gefallen am 09.04.1915 am Hartmannsweilerkopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Cernay, Block 8, Grab 265.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Todtnau Adolf Wunderle auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/todtnau_wk1_bw.htm

Sterbebild von Adolf Wunderle

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.489: Xaver (Franz) Schrade

Der Landsturmmann (Franz) Xaver Schrade wurde am 18.05.1875 in Weißensee geboren, heute ein Orsteil der bayerischen Stadt Füssen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des Landsturmbataillon Kempten. Am 04.07.1915 wurde er im Alter von 40 Jahren bei Allarmont in den Vogesen bei einem Unglücksfall getötet.

Man begrub (Franz) Xaver Schrade auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier Block 1, Grab 404.

Seine Heimatgemeinde Weißensee gedenkt Xaver Schrade noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/fuessen-weissensee_kapelle_bay.htm

Sterbebild von Xaver Schrade
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Schrade

Der theoretische Weg von Xaver Schrade von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.478: Andreas Spormeier

Andreas Spormeier stammte aus Wetzberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 22.07.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren in Frankreich während der Stellungskämpfe im Oberelsass am Schratzmaennele hoch über Münster (Elsass).

Offiziell ist für Andreas Spormeier keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anony auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Offiziersstellvertreter Franz Heigl, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 105;
  • Offiziersstellvertreter Franz Heigl, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 2, Grab 551;
  • Oberleutnant Gustav Voigt, gefallen am 20.07.1915 am Schratzmaennele, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 130;
  • Hauptmann Alois Ruidisch, gefallen am 22.07.1915 am Barrenkopf, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 272;
  • Leutnant Josef Prähuber, gefallen am 22.07.1915 am Barrenkopf, begraben auf dem Soldatenfiredhof Hohrod Block 3, Grab 272.

 

Sterbebild von Andreas Spormeier
Rückseite des Sterbebildes von Andreas Spormeier