Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 682: Alois Demmelbauer

Der Gütler Alois Demmelbauer wurde am 17.11.2019 in Haarbachloh (Ortsteil von Haarbach) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 14.07.1916 fiel er bei Longueval im Alter von 27 Jahren während der Schlacht an der Somme.

Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Infanterie-Regiments:

Die Lage war hoffnungslos. Der 6. Garde-Infanterie-Brigade wurde hierüber gemeldet; sie antwortete mit den zuversichtlichen Worten: „Aber das Regiment hält doch fest.“ Über die Aufgabe des Regiments, seine Stellung zu behaupten, bestand niemals ein Zweifel. In dem wahnsinnigen Artilleriefeuer harrten die treuen Kämpfer mit bewundernswerter Zähigkeit und Ausdauer aus. In der Nacht vom 13. zum 14.7. wurde noch einmal versucht, die Stellung in verteidigungsfähigen Zustand zu bringen, auch das I./Infanterie-Regiment 190 wurde noch dazu herangezogen.

Patrouillen meldeten Ansammlungen starker feindlicher Kräfte in der Artillerieschlucht. – Der Angriff stand also unmittelbar bevor. Die ersten Morgenstunden verliefen verhältnismäßig ruhig. 3 Uhr früh prasselte aber ein Trommelfeuer von ungeahnter Heftigkeit auf die Stellung von Bazentin-le Petit-Wald bis Longueval und südlich davon nieder. Einzelne Schüsse waren nicht mehr zu unterscheiden; nur ein ein einziges gewaltiges Rauschen, als zögen unendliche Schwärme riesiger Vögel über die Verteidiger, war hörbar, eine Wand von Rauch und Staub, fahlgelb erleuchtet, versperrte jeden Ausblick. Nach einer halben Stunde verlegt der Feind sein Feuer ruckartig nach rückwärts. Eines Befehls zum Alarmieren der Grabenbesatzung bedurft es nicht mehr; die Mannschaften waren in herzerfreuendem Kampfeifer aus den wenigen noch erhaltenen Unterschlupfen an die zerwühlte Brustwehr geeilt und konnten nur mit Mühe von vorzeitigem Schießen zurückgehalten werden. Die feindliche Infanterie ging zum Sturm vor; sie wurde, als sie sich durch die Reste des Hindernisses hindurch arbeitete, von mörderischem Feuer empfangen, das durch die Maschinengewehre des Scharfschützentrupps trefflich unterstützt wurde. Der in fünf Wellen vorgetragene Angriff brach unter schweren Verlusten des Feindes trotz seiner Maschinengewehre und Flammenwerfer vor der Front des I. Bataillons zusammen. Der rechts an das Regiment anschließende Stellungsabschnitt war schon beim ersten Ansturm dem Feinde erlegen. Die Engländer suchten nun von rückwärts den rechten Flügel des I. Bataillons zu fassen.

Der Versuch ihrer Vernichtung misslang im Feuer des dort liegenden hervorragend geführten Zuges der Kaschinengewehr-Kompanie. Am linken Flügel des I. Bataillons war es feindlichen Abteilungen gelungen, durchzubrechen. Die 5. Kompanie am rechten Flügel des II. Bataillons war hierdurch in große Gefahr gebracht, hatte aber die Bedrohung rechtzeitig erkannt und sperrte nach rechts ab. Die ganze Kompanie war auf ihrem Posten.

Gegen den vor den Hindernisreitern erkannten Gegner setzte sofort stärkstes Maschinengewehr- und Infanteriefeuer ein. Schon nach etwa zehn Minuten war auch hier der Gegner frontal glatt abgewiesen, das Maschienngewehrfeuer mähte seine Massen, die wiederholt am Hohlweg Montauban – Longueval durchbrechen wollten, buchstäblich nieder. Ein starker feindlicher Stoß war entlang der Straße von Maricourt nach Longueval gerichtet. Der Durchbruch gelang und wurde erst vor der Riegelstellung in Mitte der Ortschaft durch die 8. Kompanie aufgefangen. Vor der nach Longueval nach Süden umgebogene Stellung der 7. Kompanie war der feindliche Infanterieangriff ebenfalls zusammengebrochen.

Als sich die Bazentin le Grand einhüllende Rauchwolke etwas verzogen war, wurde vom Unterstand des Regimentsstabes aus das Unheil, das den rechten Flügel getroffen hatte, erkannt und versucht, dem Vordringen des Feindes so gut als möglich Halt zu machen. Wenden konnten die noch verfügbaren vier Maschinengewehre, die Handvoll Offiziere und Fernsprecher des Stabes das Schicksal nicht mehr. Das Reserve-Bataillon I/Infanterie-Regiment 190 erhielt noch Befehl, über Bazentin le Grand vorzugehen und wenigstens den Ort zu halten; seine im Trommelfeuer zerrissenen Kompanien hatten keine Stoßkraft mehr, einige Leute zeigten sich, sonst nichts. Die eigene Artillerie schwieg; sie war niedergekämpft. um den Unterstand entspann sich nun ein heftiger Handgranatenkampf, die Maschinengewehre, die nach drei Seiten feuerten, wurden durch vom Feind schnell herangebrachte Minenwerfer nacheinander außer Gefecht gesetzt. Schon konnte auch das Vorgehen feindlicher Schützen zwischen Bazentin le Grand und Bazentin le Petit beobachtet werden. Bald hatte der Feind die Schwäche der Besatzung erkannt und brach mit mehreren Infanteriezügen aus den Häusertrümmern hervor.

Der Kampf war aus. Bazentin le Grand fiel – nach drei Stunden zähen Widerstandes.

Damit war das Schicksal des I. Bataillons besiegelt. Die 5. Kompanie wurde nun neurdings von beiden Flügeln her angepackt. In einem äußerst hartnäckigen und verlustreichen Handgranatenkampf ging eine Schulterwehr nach der anderen verloren. Nach vollständiger Einkreisung fiel ein Häuflein von 50 kampfunfähigen, waffenlosen Streitern dem Gegner zur Beute.

Der Abwehrerfolg beim ersten Angriff der Engländer hatte das I. Bataillon neu belebt. Patrouillen stiegen aus den Granatlöchern und suchten das Vorfeld ab. Vier Maschinengewehre, darunter zwei brauchbare, 28 Gefangene, darunter zwei verwundete englische Offiziere, waren ihr Lohn, ein höherer beinahe noch: die offene und ehrliche Anerkennung der Tapferkeit aus dem Munde des Feindes, des schwer verwundeten gefangenen englischen Regimentskommandeurs. Auf dem Schlachtfelde gibt es keine Heuchelei.

In der Front versuchte der Gegner nach seinen ersten schlimmen Erfahrungen keinen Angriff mehr, um so mehr drängte er auf den Flügeln. Wie eine gute Stahlklinge bog sich das I. Bataillon zusammen; es musste dem Druck nachgeben, aber es brach nicht. Im Ringen Mann gegen Mann wurde um jede Schulterwehr, um jeden Trichter erbittert mit Handgranaten und Kugel gestritten. Die Übermacht war zu groß. Die Handgranatenvorräte gingen zu Ende, aus verschütteten Unterständen wurden noch einige brauchbare herausgescharrt, dann war man wehrlos. Um 4 Uhr nachmittags hatte der Feind das Bataillon vollständig umzingelt. Nur eine kleine Schar traf das bittere Los der Gefangenschaft. Dem III. Bataillon. war es ähnlich ergangen. In fortwährenden Gegenstößen hat es versucht, die im Klein-Bazentin-Wald eingedrungenen Sturmkolonnen zu werfen, immer kleiner wurden die Gruppen, die sich wieder zusammenfanden und sich erneut dem Gegner entgegenstürzten. Sie mussten erliegen. Das II. Bataillon in Longueval, das dauern unter konzentrischem Feuer der feindlichen Artillerie lag und sich aber im Ort behauptete, hatte Hilfe erbeten; das II./Infanterie-Regiment 26 griff von Süden her an, konnte den Gegner aber nicht meistern. Die 7. Kompanie hielt noch an der Straße Longueval – Guillemont bis zum späten Abend und bildete einen Verteidigungshaken gegen den Delville-Wald. Eine Besserung der Lage trat nicht mehr ein.“

Eine Grablage ist für Alois Demmelbauer offiziell beim Volksbund nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass die sterblichen Überreste von ihm auf dem Soldatenfriedhof Fricourt beigesetzt sind. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal und dem Verbleib der Gebeine seiner Kameraden aus der gleichen Kompanie:

  1. Leutnant Alois Pirchtner, gefallen am 14.07.1916 bei Longueval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
  2. Vizefeldwebel Andreas Hurm, gefallen am 14.07.1916 bei Longueval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
  3. Infanterist Johann Roßgederer, gefallen am 14.07.1916 bei Longueval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;

 

Sterbebild von Alois Demmelbauer
Rückbild des Sterbebildes von Alois Demmelbauer

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 680: Andreas Meier

Der Bauerssohn Andreas Meier stammte aus Ränkam (Schreibfehler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.08.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren nach zwei Jahren Kriegsdienst während der Schlacht am Nordkanal zwischen Nesle und Noyon.

Die Lage des Grabes von Andreas Meier ist unbekannt.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 678: Alois Oswald

Der Sanitäts-Gefreite Alois Oswald stammte aus Haarbachloh, heute ein Ortsteil der Gemeinde Haarbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er im 30. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 16.07.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren durch den Treffer eines Artilleriegeschosses. Vermutlich blieb von Alois Oswald nichts übrig, was hätte beerdigt werden können. Ein Grab ist jedenfalls für Alois Oswald nicht bekannt.

Sterbebild von Alois Oswald
Rückseite des Sterbebildes von Alois Oswald

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 677: Sebastian Grandl

Der Landwirt Sebastian Grandl stammte aus Schönberg, heute ein Ortsteil der Gemeinde Oberbergkirchen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.11.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren durch einen Kopfschuss. Nähere Informationen zu den Umständen seines Todes sind ebenso wenig bekommen wie die Grablage.

Sterbebild von Sebastian Grandl
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Grandl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 676: Martin Heueck

Der Gefreite Martin Heueck stammte aus Bad Griesbach im Rottal und war der Sohn eines Kaufmanns. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. bayerischen Reserve-Pionier-Kompanie als einjähriger Gefreiter. Am 19.09.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren während des Stellungskampfs im Oberelsass und wurde zunächst auf Soldatenfriedhof Heimsbrunn in Frankreich begraben. Ich gehe davon aus, dass die Leiche von Martin Heueck nach dem Krieg ausgegraben und auf den rund 13 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Cernay überführt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden gefallene Soldaten von den vielen kleinen, provisorisch angelegten Friedhöfen auf zentrale Soldatenfriedhöfe zusammengelegt.

Offiziell ist beim Volksbund keine Grablage bekannt.

Sterbebild von Martin Heueck
Rückseite des Sterbebildes von Martin Heueck

 

Der theoretische Weg von Martin Heueck von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem vermutlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 673: Franz Paul Fritsch

Der Reservist Franz Paul Fritsch stammte aus Hammer, Pfarrei Mühldorf und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 3. Infanterie-Regiments, Armeeabteilung Mackensen. Am 19.07.1915 verstarb er im Alter von 25 Jahren, einen Tag vor seinem 26. Geburtstag, in Russland an Cholera. Über seine Todesumstände und sein Grab ist heute nichts mehr in Erfahrung zu bringen. Das Grab dürfte, wie meist in Russland, eingeebnet sein.

Ich spekulier einmal ein wenig. Das Regiment von Franz Paul Fritsch hielt sich im Zeitraum seines Todes in der Region von Maslomencze / Maslomencze („Schlacht von Maslomencze“) auf. Ich könnte mir vorstellen, dass er in dieser Region, nicht weit von der Truppe entfernt, verstarb und begraben wurde.

Sterbebild von Franz Paul Fritsch
Rückseite des Sterbebildes von Franz Paul Fritsch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 672: Ludwig Hafner

Vorgestern berichtete ich von Georg Hafner. Gestern berichtete ich von seinem Bruder Johann Hafner. Heute stelle ich das Schicksal des dritten Bruders vor. Der Reservist Ludwig Hafner stammte aus dem bayerischen Bärndorf (Schreibfehler), heute ein Ortsteil der Stadt Bogen, war der Sohn eines Landwirts und Unteroffizier beim 98. Infanterie-Regiment (15. Kompanie). Am 13. Juli 1915 fiel er im Alter von 23 Jahren in Nordfrankreich. Der Verbleib seines Leichnams ist unbekannt.

Sterbebild von Ludwig Hafner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Hafner

Der theoretische Weg von Ludwig Hafner von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 671: Johann Hafner

Der Reservist Johann Hafner stammte aus dem bayerischen Bärndorf (Schreibfehler), heute ein Ortsteil der Stadt Bogen, war der Sohn eines Landwirts und Soldat beim 13. Infanterie-Regiment (5. Kompanie) und fiel am 27.06.1916 im Alter von 29 Jahren während der Kämpfe zwischen Maas und Mosel bei Verdun im lothringischen Frankreich. Er verlor sein Leben vermutlich bei den Kämpfen um das Dorf Fleury.

Über diesen Tag schreibt die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 27.06.1916 verdiente sich die goldene Tapferkeitsmedaille der Gefreite d. R. Michael Gogeißl, der MG Kompanie , Landwirt von Wölkersdorf, Bezirksamt Kötzting, weil er sich besonders hervortat durch  Beobachtung, Instandhaltung seines Gewehres, durch unerschrockenes Instellungbringen desselben, Abwehr eines feindlichen Angriffes durch Selbstbedienung seiner Waffe und infolge Rettung eines benachbarten MG.„

Vom Verlust Johann Hafners kein Wort – das Töten und Sterben war Alltag und nicht der Rede wert.

Eine Grablage ist für Johann Hafner heute nicht bekannt. Es könnte sein, dass er als unbekannter Toter in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Azannes II. oder Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde. Dies schließe ich aus dem Verbleib von Leichnamen einiger Kameraden von Johann Hafner.

 

Sterbebild von Johann Hafner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Hafner

Der theoretische Weg von Johann Hafner von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 668: Ludwig Dietrich

Ludwig Dietrich wurde am 31.01.1879 in Dietmannsried in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Er fiel bei einem Sturmangriff während der Ersten Schlacht um Münster am 21.02.1915 am Lingekopf in den Vogesen in Frankreich.

Die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments schreibt über diesen Tag:

„Am 20., 21. und 22. bekam der Angriff mehr die Richtung nach Süden, das Bataillon stürmte der Reihe nach den Kleinkopf, den Eichwald und die Katzensteine, während im Münstertal Stoßweier, Mönchberg und Reichackerkopf fielen. Bis zum 25.2. lag dann das Bataillon in 2. Linie bei Hochrodberg, sodann rückte es nach Münster, das im feindlichen Feuer lag.„

Bei dieser geschilderten Operation fiel Ludwig Dietrich.

Die Lage des Grabes von Ludwig Dietrich ist dem Volksbund heute nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Hohrod begraben wurde, ebenso wie folgende seiner Kameraden aus der 10. Kompanie, die am gleichen Tag fielen:

  • Landwehrmann Johann Hipp, gefallen am 21.02.1915 am Hörnleskopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
  • Wehrmann Georg Holzmann, gefallen am 21.02.1915 am Lingekopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
  • Wehrmann Ulrich Kaspar, gefallen am 21.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;
  • Wehrmann Simon Linder, gefallen am 21.02.1915 am Hörnleskopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab;

 

Seine Heimatgemeinde Dietmannsried gedenkt Ludwig Dietrich noch heute auf einem Denkmal:  http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/dietmannsried_1870-71_wk1u2_bay.htm

Der theoretische Weg von Ludwig Dietrich von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 668: Johann Larferseder

Der Bauerssohn Johann Larferseder (Verlustlisten: Laferseder) stammte aus Ruhstorf an der Rott in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er im 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment als Soldat. Am 11.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Tiefenbach im Oberelsass am Reichsackerkopf während der ersten Schlacht um Münster (Elsass).

Beim Volksbund ist keine Grablage für Johann Larferseder bekannt. Ich gehe nach Recherche der Grablagen seiner gefallenen Kameraden aus der gleichen Kompanie davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof anonym als unbekannter Soldat in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe diese Annahme mit dem Schicksal seiner Regimentskameraden:

  • Lorenz Burlafinger, gefallen am 11.03.1915, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Anton Baumgartner, gefallen am 11.03.1915 am Reichsackerkopf, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Domenikus Bader, gefallen am 11.03.1915 am Reichsackerkopf, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;

Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Johann Larferseder auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ruhrstorf_an_der_rott_wk1u2_bay.htm

Der theoretische Weg von Johann Larferseder von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: