Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.917: Georg Frisch

Der Soldat Georg Frisch stammte aus der bayerischen Gemeinde Lam und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.10.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Verteidigungsschlacht bei La Folie östlich Neuville bei Vimy in Folge einer Verschüttung durch Artillerie.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Georg Frisch berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Die Bodenverhältnisse waren jenen bei Peronne nicht unähnlich. Der Schmutz aber, den uns der kommende Herbst und Winter bringen sollte, war einfach unbeschreiblich. Kein Kampf, auch gegen den erbittersten Gegner, lässt sich vergleichen mit dem, den unsere braven Leute gegen diesen geführt haben. Die Stellung, die wir übernommen hatten, verdiente kaum diesen Namen. Ein durchlaufender vorderer Graben, der fast nur knietief war, existierte nur teilweise, Unterstände ganz behelfsmäßig, meist nur kleine Erdlöcher, Verbindungswege größtenteils nur traciert. Und auf diese Stellungen richtete der Feind am 10. und 11.10. ein gewaltiges Artilleriefeuer, das uns nicht mehr im Unklaren darüber ließ, dass ein feindlicher Großangriff bevorstand. Endlich, nach zweitägiger stärkster Vorbereitung am 11.10. abends 6 Uhr ging der Franzose zum Angriff vor, aber er hatte sich verrechnet, wenn er glaubte, die Grabenbesatzungen durch sein Feuer unschädlich gemacht zu haben. Maschinengewehr- und Infanteriefeuer schlugen ihm entgegen und noch vor der Stellung brach der Angriff des Feindes zusammen, ein Ehrentag für das 2. Infanterie-Regiment, das an diesem Tage allerdings auch mit schweren Verlusten seine Stellung voll behauptete. Keiner von denen, die es miterlebt haben, wird vergessen, wie die Reservekompanien unseres Regimentes zur Abwehr in tadelloser Linie ausgeschwärmt die Höhen des Vimyabfalles blitzschnell erklommen; die zwei Batterieen, die auch im Feuer stunden, und an denen diese Linien vorüberkamen, begrüßten die Schwesterwaffe bei ihrem Vorgehen mit lautem Hurra. Der Feind schien nun auch erschöpft, denn die nächsten Tage und Wochen verhielt er sich ziemlich ruhig. Für das Regiment aber galt es, nun aus dem vertrommelten Trichtergelände in kurzer Zeit eine verteidigungsfähige Stellung zu bauen.“ 

Man begrub Georg Frisch auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Frisch
Rückseite des Sterbebildes von Georg Frisch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.916: Alois Neumeier

Der Soldat Alois Neumeier wurde am 28.09.1882 in Lam geboren und stammte aus der bayerischen Stadt Landshut und war Schneidermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er fiel am 24.07.1916 im Alter von 23 Jahren während der Schlacht an der Somme bei der französischen Gemeinde Moislains bzw. Hardecourt-aux-Bois.

Man begrub Alois Neumeier auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Neumeier
Rückseite des Sterbebildes von Alois Neumeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.915: Johann Riemer

Der Soldat Johann Riemer stammte aus der bayerischen Stadt Vilsbiburg und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1915 wurde er im Alter von 19 Jahren bei Dubrovitzio in Serbien so schwer verwundet, dass er kurz danach starb.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Riemer berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 26.10. rang bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 zunächst im Feuerkampf aus Marcovac mit dem am jenseitigen Racaufer eingenisteten Feind, während es dem 3. bayerischen Infanterie-Regiment (I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment in vorderer Linie) unter kräftiger Unterstützung durch II./22. bayerisches Infanterie-Regiment und durch die Artillerie gelang, die Raca zu überschreiten und nachmittags auf den Höhen nordwestlich Lapovo Raum zu gewinnen. Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 drang zugleich mit 3. bayerisches Infanterie-Regiment in Lapovo ein. Die Höhen zwischen Erni Rao und Lapovo wurden vom I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment, welch letzteres abends vom III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst wurde besetzt. Lapovo, das außer dem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment 13 auch der Regimentsreserve des 3. bayerischen Infanterie-Regiments gegen den strömenden Regen Unterkunft gewährte, bereitete den Siegern einen echt orientalischen, unterwürfigen Empfang. Der strömende Regen hatte auch auf den Höhen den schweren Boden grundlos gemacht. Besonders wirksam war aber unter diesen Witterungsverhältnissen die feindliche Maßregel der Anstauung der Lepenica. Die Bewegungen im feindlichen Artilleriefeuer, die zur Verjagung der feindlichen Vorposten und zur Inbesitznahme des Ufers notwendig waren, gestalteten sich dadurch außerordentlich erschöpfend für die Truppe.“

Die Lage des Grabes – sofern es noch vorhanden ist – ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Vilsbiburg gedenkt Johann Riemer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/vilsbiburg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Riemer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Riemer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.914: Mathias Huber

Der Soldat Mathias Huber stammte aus Lichtenhaag, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gerzen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Häuslers). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er latut Sterbebild als Schütze in der Maschinengewehr-Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Nach Angaben des Volksbundes war er Kavallerist. Diese Angabe wird bestätigt durch die Verlustlisten, nach denen er im unberittenen Schützenzug des 1. bayerischen Reserve-Kavallerie-Regiments kämpfte. Er wurde mit dem bayerischen Mitlitär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 27.10.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung bei Colligis im Alter von 23 Jahren an der Aisne.

Man begrub Joseph Ringlstetter auf dem Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois in Block 1, Grab 2.136.

Seine Heimatgemeinde Lichtenhaag gedenkt Joseph Ringlstetter noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/gerzen-lichtenhaag_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Ringlstetter
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Ringlstetter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.913: Hugo Dick

Der Soldat Hugo Dick wurde am 16.10.1991 in der bayerischen Stadt Schwabmünchen geboren. Er war Student des Corps Arminia, München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fähnrich der Reserve in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.10.1914 verstarb er in Folge einer Krankheit.

Die Lage und die Existenz des Grabes von Hugo Dick konnte ich nicht ermitteln.

Seine Heimatgemeinde Schwabmünchen gedenkt Hugo Dick noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/schwabmuenchen.htm

Todesanzeige von Hugo Dick

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.912: Hans Goldbrunner

Der Soldat Hans Goldbrunner stammte aus Passau. Er war Mitglied  in der Studentenverbindung Corps Ratisbonia München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Vizefeldwebel und Offiziersstellvertreter in der 10. Kompanie des 3. Reserve-Infanterie-Regiments.

Hans Goldbrunner fiel vermutlich während der Schlacht bei Arras und wurde wahrscheinlich auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab begraben.

Todesanzeige von Hans Goldbrunner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.909: Josef Bischlager

Der Soldat Josef Bischlager stammte aus Willofs, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obergünzburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.02.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Rolincourt bei Arras durch einen Kopfschuss.

Man begrub Josef Bischlager auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Bischlager
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bischlager

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.907: Hugo Roßberger

Der Soldat Hugo Roßberger wurde am 06.12.1895 in der bayerischen Stadt Kempten als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.12.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Rumänien während der Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat.

„Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat 28.12.1916 – 03.01.1917

Am nächsten Tag, 28.12., aber sollte der erste Impuls des Vorgehens vom rechten Flügel des 3. bayerischen Infanterie-Regiments im Verein mit dem linken der 217. Infanterie-Division gegeben werden. Am frühen Morgen aber sieht man Bagdat brennen. Es kommen Meldungen, dass der Gegner abgezogen sei. Der Regimentskommandeur gibt Befehl zum Nachstoßen. Da stellt sich heraus, dass sich der Gegner in einer Stellung, die von der F. St. Dedulesti östlich von Bagdat vorbei zog, wieder festgesetzt hatte. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment hatte etwa 400 – 800 Meter, I./3. bayerisches Infanterie-Regiment durchschnittlich 600 Meter Raum nach vorwärts gewonnen, III./3. bayerisches Infanterie-Regiment wurde südlich der Bahn nachgezogen. Da die feindlichen Gräben vollbesetzt waren und unsere Artillerie zum Teil im Stellungswechsel begriffen war, wurde der Sturm verschoben, der Geländegewinn aber durch Eingraben in Schützenlöcher gesichert. Der Divisionsbefehl befahl für den 30.12. den Angriff mit dem dem Hauptnachdruck durch das 3. bayerische Infanterie-Regiment in Richtung E. St. Dedulesti. Man hörte, dass die Schlacht der 9. Armee siegreich beendet sei. Gegen Abend wird II./3. bayerisches Infanterie-Regiment wieder durch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment nimmt Unterkunft in Neu-Gaiseanca. 8.30 Uhr abends werden vier große Brände im Vorgelände sichtbar. Patrouillen stellen später den Abzug des Gegners fest.“

Man begrub Hugo Roßberger auf dem Soldatenfriedhof Braila in Block 5.

Sterbebild von Hugo Roßberger
Rückseite des Sterbebildes von Hugo Roßberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.906: Franz Aschenbrenner

Der Soldat Franz Aschenbrenner stammte aus Haidbühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeidne Haselbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer im 9. bayerischen Reserve-Feldartillerie-Regiment. Am 14.01.1919 verstarb er im ALter von 19 Jahren in der Heimat an einem im Krieg zugezogenen Leiden.

Wahrscheinlich wurde er an seinem Heimatort begraben. Ob sein Grab noch heute existiert, konnte ich nicht ermitteln.

Sterbebild von Franz Aschenbrenner
Rückseite des Sterbebildes von Franz Aschenbrenner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.905: Josef Heinz

Der Soldat Josef Heinz stammte aus Kolbing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Walpertskirchen, und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 19 Jahren bei bei Douaumont bzw. am Fort Douaumont.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Heinz berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht vom 07./08.06. erfolgte unter erheblichen Verlusten die Neugliederung für den beabsischtigten Angriff des 08.06. Es sollte eine Linie östlich Ferme Thiaumont erreicht werden. II./12. und die ihm als Abschnittsreserve im Chauffourwald Nord unterstellte 4. Kompanie war mit anderen Truppenteilen der meittleren Angriffsgruppe (Gruppe Policzka) dem Hauptmann Stöber, Führer des II./12. zugeteilt. Sie lösten heute Nacht I./12. in vorderster Linie unter erheblichen Verlusten ab. I./12 ohne 4. Kompanie wurde Brigadereserve in der Küchenschlucht, woselbst auch III./12. bereit gestellt wurde. Von 4 bis 10 Uhr vormittags musste das vorderste II. Bataillon starkes Trommelfeuer, das sich zum Orkanfeuer steigerte, in den stark besetzten Bereitschaftsgräben 319 – 326, die auch noch mit Mannschaften des 15. und 20. Infanterie-Regiments belegt waren, über sich ergehen lassen, sodass der Befehl zum Vorbrechen als eine Erlösung empfunden wurde. Gleich der erste Sturm brachte herrliche Erfolge.

 

Das Kampffeld bei Douaumont 1916

Die feindlichen Gräben wurden im Handgranatenkampf genommen, die überlebenden Franzosen gefangen, Werk 368 und M 369 durch Sturmabteilung Echteler, 6./12 und Vizefeldwebel Eberl ebenfalls genommen und durch Vizefeldwebel Sauter, 6./12, ein bisher unbekanntes Infanterie-Werk 377 überrumpelt. 9 Offiziere, etwa 150 Mann und 7 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Nach einer Stunde war die befohlene Stellung erreicht, an ihrer Verteidigungsfähigkeit wurde mit Nachdruck gearbeitet. Um 5.30 Uhr abends schloss sich das Bataillon dem links angreifenden Jägerregiment zum 2. Sturme an und es gelang einer gemischten kleinen Abteilung, in das Zwischenwerk Thiaumont einzudringen. Doch da rechts der Anschluss fehlte, musste dieses wieder aufgegeben werden; der Feind besetzte es anderen Tags. Ein von ihm unternommener Gegenangriff scheiterte bereits in unserem Artilleriefeuer. Nachts kam für das schwer geprüfte II. Bataillon Ablösung durch das III. Bataillon in vorderster Linie, leider unter schwerstem feindlichen Artilleriefeuer. Die nächsten Tage brachten stündlich starkes und stärkstes Artilleriefeuer auf vordere und rückwärtige Stellungen, wodurch Leutnant der Reserve Ostermayr und Rettenberger am 11.06. und 12.06. 11 Uhr vormittags in der Fossesschlucht auch der Regimentskommandeur den Heldentod fanden.“

Das Dorf Douaumont 1916

Man begrub Josef Heinz auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Heinz
Rückseite des Sterbebildes von Josef Heinz