Der Soldat Oskar Ruhtz stammte aus Adelby bei Flensburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Offiziersaspirant in der 10. Kompanie des 1. Garde-Grenadier-Regiments. Am 26.02.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme bei Beuvraignes.
Offiziell ist für Oskar Ruhtz keine Grablage bekannt. Es ist jedoch naheliegend, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 5 Kilometer von seinem Sterbeort gelegenen Soldatenfriedhof Roye-St.Gilles begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a. den Füsilier Georg Hetzel, gefallen am 26.02.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Roye-St.Gilles in Block 2, Grab 1.836.
Todesanzeige der Commerz- und Disconto-Bank für Oskar Ruhtz
Der Soldat Paul Thurnhausstatter stammte aus Berg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ainring, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie (laut Verlustliste in der 9. Kompanie) des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.07.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in der Nähe von Hardecourt-aux-Bois während der Schlacht an der Somme durch einen Granatsplitter. Vermutlich verstarb er zwei Tagen nach seiner Verwundung in einem Lazarett, da seine gefallenen Regimentskameraden alle am 22.07.1916 fielen.
Man begrub Paul Thurnhausstatter auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Der Soldat Franz Gstöttner wurde am 02.10.1897 in Obertaching geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Taching am See, als Sohn eines Schmiedemeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.11.1916 verstarb er im Alter von 19 Jahren und wurde auf dem Essen-Kettwig-Waldfriedhof in Grab 31 begraben. Er war vermutlich während der Schlacht an der Somme zuvor verwundet worden.
Der Soldat Ludwig Mayer stammte aus Lindach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Burghausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.09.1914 wurde er im Alter von 22 Jahren nach der Schlacht bei Lihons als vermisst gemeldet. Am 24.09.1916 wurde er für tot erklärt.
Über den Tag seines Todes berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Auch in den ersten Nachmittagsstunden gelingt es nicht, Lihons zu nehmen. Um 5.40 Uhr erhält das Regiment Befehl zum Sturm. Nach Artilleriebeschießung gehen I. und III. Bataillon und II./16. Infanterie-Regiment zum Sturm vor; sie erreichen nur mit Teilen den Ortsrand und müssen etwa 400 Meter von Lihons entfernt in Stellung gehen. II. Bataillon dringt bis zum Feldweg Lihons – Herbevillers vor. Die Verluste sind sehr beträchtlich.“
Einer der „Verluste“ ist Ludwig Mayer.
Man fand später den Leichnam von Ludwig Mayer. Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt.
Der Soldat Sebastian Fraitzl stammte aus Hermanstetten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war dort als Pflegesohn aufgewachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 13.08.1916 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Clery-sur-Somme nach 12 Monaten Kriegsdienst während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Sebastian Fraitzl auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Sebastian FraitzlRückseite des Sterbebildes von Sebastian Fraitzl
Der Gefreite Josef Manzinger stammte aus Seppenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee Manzingersohn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.11.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Lesbœufs während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Josef Manzinger auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef ManzingerRückseite des Sterbebildes von Josef Manzinger
Der Vizefeldwebel Gottfried Eichner wurde am 26.08.1891 geboren und lebte in Schutterzell, heute ein Ortsteil der Gemeinde Neuried in Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er im 110. Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 17.10.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Schlacht an der Somme.
Die Lages des Grabes von Gottfried Eichner ist unbekannt.
Sterbebild von Gottfried EichnerRückseite des Sterbebildes von Gottfried Eichner
Der Landsturmmann Anton Dellhofen wurde am 04.08.1881 in Blerichen geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Bedburg im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 55. preußischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 01.07.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Anton Dellhofen auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 11, Grab 3.
Sterbebild von Anton DellhofenRückseite des Sterbebildes von Anton Dellhofen
Der theoretische Weg von Anton Dellhofen von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Soldat Anton Edfelder stammte aus Ulrichshögl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ainring, und war von Beruf Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Maschinengewehr-Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.08.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Maurepas.
Über seinen Sterbetag berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„05.08.1916 An Seele und Körper gesäubert, mit voll ergänzter Munition und mit je zwei Sandsäcken, enthaltend zwei Flaschen Mineralwasser, eine zweite Flasche Kaffee, zwei Fleischbüchsen, eine Büchse Hartspiritus und zwei scharfe Handgranaten, so zogen die durch Nachersatz wieder aufgefüllten Kompanien und Bataillonsstäbe I. und II./R. 19 7.30 Uhr und 8 Uhr abends wieder hinaus in die Stellungen, während der Regimentsstab am 06.08.1916 4 Uhr morgens und III. /R.19 am gleichen Tag 7 Uhr abends folgten. Die Ablösung des I./R. 23 am Westrand von Maurepas durch I./R. 19, des Regimentsstabs RIR. 18 im Douage-Wald durch den Stab R.I.R. 19 vollzogen sich ohne Störung, während beim Vormarsch des III./R. 19 zur Ablösung von II./R. 18 in der vorderen Linie nördlich Maurepas ein Volltreffer in die 10. Kompanie (Lindner), einschlug und zehn Mann, darunter auch den bestbewährten Vizefeldwebel Zenetti, zerriss. Der Regimentsstab erreichte am 06.06.1916 6.15 Uhr vormittags über Rancourt Fregicourt kommend seine Befehlsstelle und löste den Kommandeur, Oberstleutnant Danner, R.I.R. 18, mit seinem Stabe ab….“
Für Anton Edfelder ist offiziell keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Vizefeldwebel Max Zenetti, gefallen am 07.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Karl Breitenbach, gefallen am 06.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Der Infanterist Josef Maurer stammte aus Dörfl und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.09.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Flers während der Schlacht an der Somme.
Offiziell ist für Josef Maurer keine Grablage bekannt. ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo man auch seine Kameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Josef Braml, gefallen am 25.09.1916 bei Flers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Ludwig Benz, gefallen am 24.09.1916 bei Flers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Georg Albig, gefallen am 20.09.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Vizefeldwebel Johannes Anton, gefallen am 27.09.1916 bei Flers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef MaurerRückseite des Sterbebildes von Josef Maurer