Der Soldat Eugen Reutlinger wurde am 19.10.1880 in der hessischen Stadt Frankfurt am Main geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 3. Kompanie des 81. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 15.09.1914 verstarb er nach schwerer Verwundung im Lazarett in Ban-de-Laveline.
Man begrub Eugen Reutlinger nach Überführung des Leichnams in die Heimat auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main in einem Familiengrab.
Grab von Eugen ReutlingerGrab von Eugen Reutlinger
Der Soldat Ludwig Fink stammte aus Tübingen in Baden-Württemberg und war Mitarbeiter und Bevollmächtigter des C. F. Amelang Verlages in Leipzig in Sachsen. Er diente als Offiziersaspirant (Offiziersanwärter) und Offiziersstellvertreter in der 5. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 19.08.1914, also gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges, fiel er durch Kopfschuss bei Günsbach im Münstertal (Vogesen).
Über den Todestag von Ludwig Fink berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments:
„Am 16.08.1914 trat das Bataillon jedoch zum Regiment wieder zurück und fand in Dessenheim südlich Neubreisach (französisch: Neuf-Brisach) Unterkunft; aber schon am 18.08. wurde es dem Verbande der 1. bayerischen Landwehr-Brigade (Brigade Eichhorn) zugeteilt und nach Logelbach westlich Kolmar vorgezogen. In diesem Verbande sollte es seine Feuertaufe erhalten.
Rückzugsgefecht bei Weier im Tal und Günsbach (Münstertal) am 19.08.1914
Im Anschluss an Landwehr-Infanterie-Regiment 121, dieses nach Süden verlängernd, rückte das II. Bataillon nach Weier im Tal vor. Von da drangen 5. und 7. 123. Landwehr-Infanterie-Regiment ausgeschwärmt über die Wiesen bis Günsbach. Die 5. Kompanie stieß in raschem Entschluss durch die Ortschaft durch und versuchte befehlsgemäß die Anhöhe westlich Günsbach zu nehmen. Kaum hatte sie diesen Auftrag ausgeführt, als sie in starkes Infanterie- und Maschinengewehrfeuer feindlicher Alpenjäger, die in etagenförmig übereinanderliegenden, gut markierten Schützengräben verborgen waren, geriet und wesentliche Verluste erlitt.
Die 7. Kompanie 123. Landwehr-Infanterie-Regiment ging von Günsbach aus im Anschluss an die 5. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 123 als äußerster linker Flügel des Detachements vor, erhielt aber alsbald nach Verlassen der Ortschaft aus nächster Nähe scharfes Maschinengewehrfeuer, ohne den Trefflich verborgenen Feind erkennen zu können.
6. und 8. Kompanie, die während des Gefechts fast immer wirkten, wurden vom Führer des Detachements nach dem Kapellenberg nordwestlich Weier im Tal vorgeschoben, um die eigene Artillerie zu decken.
Da es nicht möglich war, gegen den mächtigen verschanzten Gegner auf den nördlichen Höhen des Münstertales die Oberhand zu gewinnen, entschloss sich die 1. bayerische Landwehr-Infanterie-Brigade etwa nachmittags 4 Uhr, das Gefecht abzubrechen. Der Zweck, den Gegner an raschem Vordringen zu hindern und starke Kräfte festzuhalten, schien erreicht.
So trat auch das II./Landwehr-Infanterie-Regiment von Günsbach und Weier im Tal aus den Rückzug an, nicht ohne Schwierigkeiten, besonders für 5. und 7. Kompanie, die am weitesten vorne standen. 5. Kompanie geriet beim Loslösen vom Feind die Abhänge hinunter in heftiges Maschinengewehrfeuer, und 7. Kompanie wurde beim Rückzug auf St. Gilgen von feindlicher Artillerie beschossen. Das Bataillon sammelte sich am Abend in Logelbach.
Dieses erste Gefecht hat dem Regiment wichtige Erfahrungen gebracht: Ein großes Hindernis und fortgesetzten Anlass zu Missverständnissen bot die blaue Uniform. Landwehr-Infanterie-Regiment 121 war teilweise, die bayerische Landwehr ganz in Feldgrau gekleidet. Die Soldaten des II./Landwehr 123 wurden deshalb irrtümlicherweise von den auf den Höhen nördlich des Münstertales vorgehenden Bayern für Franzosen gehalten und wiederholt von der Flanke und vom Rücken beschossen.
Dann fehlte es, trotz persönlicher Tapferkeit, den Offizieren wie Mannschaften an praktischer Erfahrung in der Geländebnützung und im Eingraben, an genügender Schulung der Führer und Unterführer, sowie an der richtigen Bewertung der Nachrichtenübermittlung, um in einem bergigen und stark bewaldeten Gelände einen gut eingegrabenen Gegner anzugreifen.
Die Verluste des Tages betrugen 5 Tote (darunter der tapfere Offizierstellvertreter Fink von der 5. Kompanie), 31 Verwundete (darunter der Führer der 7. Kompanie, Hauptmann der Reserve Adolf Köstlin) und mehrere Vermisste.
Für seine wackere Haltung im ersten Gefecht sprach der Regimentskommandeur dem Bataillon seine Anerkennung aus.“
Man begrub Ludwig Fink auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 2, Grab 221.
Der Soldat Michael Hollermeier stammte aus Simbach am Inn, war in Mittelfeld/Niederbayern geboren, und war Hilfslehrer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjährig-Freiwilliger in der 11. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.03.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Ersten Schlacht bei Münster im Elsass (Vogesen).
Über den Todestag und die Todesumstände von Michael Hollmeier berichtet die Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„02.03. – 06.03.1915: So war es höchste Zeit, dass am 02.03. abends die Bataillone abgelöst wurden. Nach der durch Landwehr-Infanterie-Regiment 40 erfolgten Ablösung rückte I./R. 23 nach Bärenstall, am nächsten Tag nach Niedermorschweier und Katzental. II./R. 23 nach dem Genesungsheim, am nächsten Tag nach Kienzenheim und Sigolsheim, III./R. 23 nach Hohrod, am nächsten Tag nach Ammerschweier.“
Man begrub Michael Hollermeister auf dem Soldatenfriedhof Munster in Block 1, Grab 21.
Sterbebild von Michael HollermeierRückseite des Sterbebildes vonMichael Hollermeier
Der Soldat Joseph (Volksbund: Josef) Knaier wurde am 14.03.1879 in Niederlauer geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 4. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Leintrey in Frankreich.
Man begrub Joseph Knaier auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.
Der Soldat Johann Bufler wurde am 08.04.1887 in Ebersbach geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obergünzburg. Er war Landwirt von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er im 5. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 25.03.1918 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Lagarie.
Man begrub Johann Bufler auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 396.
Sterbebild von Johann BuflerRückseite des Sterbebildes von Johann Bufler
Der Soldat Xaver Schmid stammte aus Pfellkofen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pfakofen, und war Tagelöhner. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 11. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild). Am 14.05.1915 fiel er im Alter von 34 Jahren bei den grausamen Gefechten im Wald von Ailly (Bois d’Ailly) bei Saint-Mihiel und Apremont-la-Forêt in der Nähe von Verdun.
Man begrub Xaver Schmid auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 189.
Sterbebild von Xaver SchmidRückseite des Sterbebildes von Xaver Schmid
Der Soldat Franz Echtler wurde am 10.09.1885 in Morgenbach geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 4. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment (Fehler auf Sterbebild). Am 06.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Schlacht vor Nancy – Epinal in den Vogesen.
Die Lage des Grabes von Franz Echtler ist offiziell unbekannt. Es könnte jedoch sein, dass seine Gebeine, sofern sie geborgen werden konnten, anonym auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab beigesetzt wurden, wo auch sein Regimentskamerad Oberleutnant Franz Pappenhoff begraben wurde, der am gleichen Tag bei Le Chipal fiel.
Der Soldat Anton Schießl stammte aus Neuaign, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eschlkam, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments (Irrtum auf Sterbebild). Am 22.06.1915 (Irrtum auf Sterbebild. Er starb 1915) fiel er im Alter von 25 Jahren in den Vogesen.
Man begrub Anton Schießl auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.
Sterbebild von Anton und Franz SchießlRückseite des Sterbebildes von Anton und Franz Schießl
Der Soldat Martin Fendt wurde am 02.08.1894 in Perau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.10.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren in den Vogesen.
Man begrub Martin Fendt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 9, Grab 55.
Der Soldat Georg Pfeiffer stammte aus Morgenbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig. Laut Sterbebild diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Die Verlustlisten weisen ihn jedoch als Infanterist bei der 2. Kompanie des Brigade-Ersatz-Bataillon 3 aus. Ich halte die offiziellen Verlustlisten als verlässlicher. Georg Pfeiffer fiel am 27.08.1914 im Alter von 25 Jahren während Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen bei Saulcy-sur-Meurthe.
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Man begrub Georg Pfeiffer auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg PfeifferRückseite des Sterbebildes von Georg Pfeiffer