Der Soldat Ludwig Graml wurd eam 19.05.1890 in Burgerding geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tettenweis, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er fiel am 06.06.1915 während der Schlacht bei La Bassée und Arras im Altern von 25 Jahren bei Arras durch eine feindliche Granate, die ihn in den Kopf traf.
Die Grablage von Ludwig Graml ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Alois Gangl, gefallen am 07.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Lorenz Kronseder, gefallen am 06.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Georg Meisinger, gefallen am 10.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 713;
Infanterist Josef Niedermayer, gefallen am 07.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 438.
Sterbebild von Ludwig GramlRückseite des Sterbebildes von Ludwig Graml
Der Soldat Josef Reuter wurde am 16.04.1889 in Vlatten geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Heimbach im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 10. Kompanie des 29. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1915 fiel er während der Stellungskämpfe in der Champagne in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Josef Reuter ist offiziell unbekannt. Mangels Datenmaterial kann ich auch keine Vermutung anstellen.
Der Soldat Wilhelm Braun wurde am 23.09.1880 in Vlatten geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Heimbach im heutigen Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 3. Kompanie des 349. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.09.1915 fiel er im Alter von 34 Jahren, einen Tag vor seinem 35. Geburtstag. Er hinterließ eine Ehefrau und vier Kinder.
Todesort und Lage des Grabes von Wilhelm Braun konnte ich nicht ermitteln. Ich kann mangels Daten auch keine Vermutung anstellen.
Der Soldat Martin Bürger stammte aus Baum, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Taufkirchen (Vils) und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatzreservist in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 21.03.1918 fiel er bei Itancourt zu Beginn der Großen Schlacht in Frankreich bei der Durchbruchsschlacht bei St. Quentin – La Fére im Alter von 29 Jahren im Kampf gegen englische Truppen.
„Über den Todestag und die Todesumstände von Martin Bürger berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am Frühlingsanfang, 21.03.1918, beginnt um 4 Uhr morgens schlagartig die allgewaltige Artillerievorbereitung. Diese Stunden werden für jeden, der sie miterlebt hat, unvergessen bleiben. Die Erde zitterte und stöhnte unter dem Geheul der geschütze und Minenwerfer, die hier in endloser Folge vom kleinsten bis zum größten Kaliber neben- und hintereinander standen. Es war ein Höllenlärm, der in unveränderter Stärke fünf Stunden anhielt. Es war ein Höllenlärm, der in unveränderter Stärke fünf Stunden anhielt. Da viel mit Gas geschossen wurde und das Regiment ganz nahe an der englischen Stellung in den vordersten Gräben zum Angriff bereitgestellt war, hatten die Kompanien bald viel unter Gas zu leiden. Die artilleristische Gegenwirkung war anfangs ziemlich lebhaft, verstummte aber nach etwa einer Stunde vollkommen, ein Zeichen, dass die englischen Batterien gut zugedeckt wurden. In der Begeisterung über das herrliche Schauspiel standen die Leute auf der Berme außerhalb des Grabens und als mitten in dem Schlachtenlärm, der dem einer allgewaltigen Schmiede glich, in der das Glück des Deutschen Reiches geschmiedet wurde, das Telegramm eintraf, dass seine Majestät der Kaiser und Generalfeldmarschall von Hindenburg an der Kampffront eingetroffen seien und die Leitung der Schlacht übernommen hätten, steigerte sich die Siegeshoffnung zur Siegesgewissheit.
In dieser Stimmung verließ das Regiment um 9.15 vormittags die deutschen Gräben bei Itancourt und ging in frischem Tempo unter dem Schutze der Artilleriefeuerwalze zügig vor. Es waren in vroderster Linie rechts das I. Bataillon (Rüßlein), links das III. Bataillon (Schobert). Das II. Bataillon (Lauenstein) folgte dicht auf im zweiten Treffen.
Es war ungeheurer Nebel, der durch Gas und Rauch und Staub so dicht war, dass man keine 10 Meter weit sehen konnte. Es kamen daher einzelne Truppenteile aus ihrem Angriffsstreifen heraus und verirrten sich. Die dadurch übergangenen englischen Stellungen fügten durch Maschinengewehrfeuer erhebliche Verluste zu. Die Hauptorientierung bildete die Schussrichtung der Artilleriegeschosse, deren Pfeifen die Richtung gab. Das Regiment kam an Urvillers, einem stark ausgebauten englischen Feldwerk gut vorbei und machte einige hundert Gefangene. Um die Gefechtsstärke nicht zu schwächen, durften den Gefangenen keine Begleiter mitgegeben werden. Das hat sich bitter gerächt, die Kerle haben Gewehre und Maschinengewehre vom Schlachtfelde aufgehoben und dem Angreifer damit in den Rücken geschossen. Das ist unbedingt nachgewiesen; auf diese Art fiel z. B. Leutnant Fleischmann und wahrscheinlich auch der überaus beliebte und tapfere Vizefeldwebel Huber der 1. Kompanie. Kurz nach Urvillers wurde in einem Fasse ein englischer Artillerieoffizier ausgehoben, der mit außerordentlicher Schneid mit dem fernsprecher das Feuer seiner Batterie leitete. In trotziger und entschlossener Weise verweigerte er jegliche Angabe. Trotzdem war seine Batterie nach einigen Minuten die Beute des Regiments.
Gegen 11 Uhr vormittags ging der Nebel plötzlich weg – die Feuerwalze war weitergerollt, die Mienenwerfer in dem schweren, zerschossenen Boden stecken geblieben. Aber die leichten und schweren Maschinengewehre und die prächtigenBegleitbatterien, voran die Batterie des Hauptmanns Löll, waren da. Sie nützten in dem harten Kampf um die Maschinengewehr-Nester bei Essigny und in der „Lambay-Kaserne“ außerordentlich viel. Es muss hier unbedingt betont werden, dass sich die Engländer äußerst schneidig gehalten haben, an diesem und den kommenden Tagen. Die Leute haben sich bis zum letzten Mann gewehrt und auch auf zwei Schritte noch geschossen. Um so ruhmreicher ist es für das Regiment, diesen zähen Widerstand durch noch größere Energie und Schneid gebrochen zu haben. Am 21. wurde noch bis in die tiefe Nacht hinein in zähem Angriff gekämpft. Leider verbietet der zur Verfügung stehende Raum all die Heldentaten mit Namensnennung aufzuführen, die in diesen Tagen von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften vollbracht wurden.“
Man begrub Martin Bürger auf dem Soldatenfriedhof Origny-Ste.-Benoîte in Block 10, Grab 141.
Sterbebild von Martin BürgerRückseite des Sterbebildes von Martin Bürger
Der Soldat Sebastian Buchner stammte aus Eberspoint, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Velden, und war Schüler einer 8. Gymnasialklasse, also der 12. Klasse nach heutiger Rechnung. Sein Vater war Wagnermeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 21 Jahren bei Thiaumont während des ersten Sturmes auf die Wabengräben Sturmangriffs durch einen Kopfschuss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Sebastian Buchner schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 08.06.1916 10 Uhr vormittags traten I. und III. Bataillon zum Sturme an. Kaum hatten die ersten Wellen ihre Gräben und Granatlöcher verlassen, so erhielten sie ein vernichtendes Maschinengewehrfeuer vom Rücken westlich des Thiaumontwaldes und der Thiaumont-Ferme und besonders auch aus den Sappenköpfen der Wabengräbenstellung selbst. Auch die zweite und dritte Welle folgten unmittelbar. Auch sie geriet in das Maschinengewehrfeuer und in das jetzt eben einsetzende feindliche Sperrfeuer.
Am rechten Flügel bleiben die vorgestürmten Truppen vor dem unversehrten feindlichen Hindernis liegen. Die Masse der Sturmtruppen ist es nur gelungen, unter schweren Verlusten bis in die eigene vorderste Stellung zu kommen. Trotzdem gelingt es beim I. Bataillon einigen Stoßtrupps in die Wabengräben einzudringen, ja sogar Gefangene zu machen und bis zurück zur Befehlsstelle konnte man ein paar Leute sehen, die triumphierend ein erbeutetes feindliches Maschinengewehr aus einem Loch zogen und hoch in der Luft schwangen. Aber aus den unversehrten Unterständen der Wabengräben kriechen französische Massen hervor und es entspinnt sich in den Gräben ein dreiviertelstündiger schwerer Kampf mit Bajonett und Handgranate. Einige der Stürmer kommen in die vorderste Stellung des Regiments wieder zurück, die Mehrzahl ist gefallen oder von der Übermacht überwältigt. Aich der Angriff der gleichzeitig eingesetzten 2. Infanterie-Division kam über die Anfänge nicht hinaus. Nachmittags setzte eine erneute Artillerievorbereitung auf deutscher Seite ein. Um 8.00 Uhr abends soll der Angriff wiederholt werden; er kam jedoch wegen der verspäteten Befehle und infolge Vermischung der Verbände erst am nächsten Morgen zur Ausführung und auch da nicht über die erste Entwicklung hinaus. Die nächsten Tage brachten ununterbrochene Teilkämpfe um den Besitz von Maschinengewehr-Nestern. Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury.“
Man begrub Sebastian Buchner auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Sebastian BuchnerRückseite des Sterbebildes von Sebastian Buchner
Der Soldat Joseph Noichl stammte aus Wildenwart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Frasdorf, und war der Sohn eines Tagelöhners. Er selbst war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren während der Schlacht an der Somme.
Die Lage des Grabes ist unbekannt. Ich kann leider auch keine Vermutungen äußern, da ich keine verlässliche Daten gefunden habe.
Sterbebild von Joseph NoichlRückseite des Sterbebildes von Joseph Noichl
Der Soldat Matthias Kitzinger stammte aus Arnstorf und war der Sohn eines Bindermeisters. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.01.1916 wurde er bei Arras während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois durch einen Granatsplitter schwer verwundet und starb am 01.02.1916 im Alter von 26 Jahren am Hauptverbandplatz Biache.
Man begrub Matthias Kitzinger auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 17, Grab 1084.
Sterbebild von Matthias KitzingerRückseite des Sterbebildes von Matthias Kitzinger
Pte. John Condon (* 5. Oktober 1897 in Waterford; † 24. Mai 1915 bei Ypern) war ein irischer Soldat. Fälschlicherweise glaubte man, er sei mit 14 Jahren der jüngste alliierte Soldat gewesen, der im Ersten Weltkrieg gefallen war. Er log über sein Alter und behauptete, 18 Jahre alt gewesen zu sein, als er sich 1913 zur Armee verpflichtete. Er fiel 1915 im 2. Bataillon des Royal Irish Regiment bei einem Giftgasangriff während der Zweiten Schlacht von Ypern und seine Leiche wurde erst zehn Jahre später geborgen und auf den britischen Soldatenfriedhof von Poelkappelle überführt. Seine Familie wusste nicht, dass Condon in Belgien war, bis sie von der britischen Armee kontaktiert wurden und ihnen mitgeteilt wurde, dass er im Einsatz vermisst wurde. 1922 wurde Condon posthum mit der British War Medal, der Victory Medal und dem 1914-15 Star ausgezeichnet.
Aufgrund einer Geburtsurkunde, einer Volkszählung, Kriegstagebüchern und anderen Aufzeichnungen wird heute angenommen, dass John Condon zum Zeitpunkt seines Todes 18 Jahre alt gewesen sein muss und falsche Angaben auf dem Grab genannt werden. Gegenwärtig bestätigen der Grabstein auf dem Poelkapelle Friedhof und die CWGC-Aufzeichnungen weiterhin die umstrittenen Daten.
Der Soldat Joseph Stadler stammte aus Lindach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnstorf, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in einem Infanterie-Regiment. Am 17.02.1917 fiel er im Alter von 36 Jahren in Rumänien durch einen Querschuss.
Die Lage des Grabes von Joseph Stadler ist, wie meist in Rumänien, unbekannt.
Sterbebild von Joseph StadlerRückseite des Sterbebildes von Joseph Stadler
Der Soldat Albert Weig stammte aus Vilsbiburg in Bayern und war Schriftsetzer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Pionier-Bataillons. Am 07.02.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei einer Minensprengung bei Thelus.
Man begrub Albert Weig auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Albert WeigRückseite des Sterbebildes von Albert Weig