Der Soldat Reinhard Johannes Sorge wurde am 29.01.1892 im Berliner Stadtteil Rixdorf geboren. Reinhard Johannes Sorge war war gelernter Kaufmann und expressionistischer Schriftsteller. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 69. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.07.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 24 Jahren bei Ablaincourt-Pressoir. Er wurde bei einem Artillerieangriff getötet.
Man begrub Reinhard Johannes Sorge auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Ludwig Kremhelmer stammte aus Hüttenkofen in Bayern und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 08.07.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Montauban-de-Picardie durch einen Granat-Volltreffer in Frankreich.
Die offizielle Grablage von Ludwig Kremhelmer ist unbekannt. Es ist auch sehr fraglich, ob und was von seinem Körper nach dem Volltreffer noch übrig war. Häufig war in solchen Situationen von dem Toten nichts mehr übrig, was man noch beerdigen konnte.
Wenn sterbliche Überreste von Ludwig Kremhelmer übrig blieben und beigesetzt werden konnten, dann wurden Sie nach meinem Dafürhalten anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Fricourt begraben, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Georg Kleder, gefallen am 08.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Anton Schäffler, gefallen am 03.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Leutnant Johann Schäfler, gefallen am 02.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Gefreiter Johann Edhofer, gefallen am 05.07.1916 bei Montauban, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Ludwig KremhelmerRückseite des Sterbebildes von Ludwig Kremhelmer
Der Soldat Franz Xaver Hirth wurde im Mai 1888 geboren und stammte aus Gunningen, einer Gemeinde im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 3. Kompanie des 169. Infanterie-Regiments. Am 02.12.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Lievin in Nordfrankreich
Man begrub Franz Xaver Hirt auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Ludwig Meier stammte aus Fellern,eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Schneiderbauerssohn). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Batterie des 1. bayerischen Fußartillerie-Regiment. Am 02.08.1915 verunglückte er im Alter von 31 Jahren tödlich bei Kämpfen an der Somme in Frankreich.
Leider konnte ich keinen genauen Sterbeort recherchieren. Auch die Lage seines Grabes ist unbekannt und ich kann keine Vermutung äußern.
Sterbebild von Ludwig MeierRückseite des Sterbebildes von Ludwig Meier
Der Soldat Hermann Fässler stammte aus Offenburg im Breisgau, im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant und Ordonanz-Offizier in der 12. Kompanie des 170. Infanterie-Regiments. Am 05.04.1918 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Cantigny.
Über den Todestag und die Todesumstände von Hermann Fässler berichtet die Regimentsgeschichte des 170. Infanterie-Regiments:
„05.04.1918 Ein französischer Angriff wird vom Regiment blutig zurückgeschlagen. Starkes feindliches Artillerie-Feuer schweren Kalibers liegt während der Stellungszeit auf dem ganzen Regiments-Abschnitt und Schloss Maresmontier, welches mehrere Volltreffer erhält, und verursacht stärkere Verluste an Offizieren und Mannschaften.“
Offiziell ist für Hermann Fässler keine Grablage bekannt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der rund 30 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist und wo auch Gefallene begraben wurden, die bei Maresmontier fielen, u. a.
Kanonier Paul Cotte, gefallen am 27.04.1918 bei Maresmontier, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 1, Grab 1.055;
Kanonier Franz Gaida, gefallen am 30.04.1918 bei Maresmontier, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 2, Grab 795;
Kanonier Paul Cotte, gefallen am 27.04.1918 bei Maresmontier, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 1, Grab 1.055.
Sterbebild von Hermann FässlerRückseite des Sterbebildes von Hermann Fässler
Der Soldat Michael Huber stammte aus Kühbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnstorf, und war der Sohn eines Hausbesitzers. Er selbst war landwirtschaftlicher Arbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.10.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Sailly-Saillisel während der Schlacht an der Somme.
Über die Todesumstände von Michael Huber schreibt die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Nach dem Misslingen des Angriffes am 17.10. abends hielt das Artilleriefeuer die ganze Nacht an und wurde am 18. gegen 5 Uhr erneut zum Trommelfeuer gesteigert. Der kurz nach 5 Uhr vorbrechende Angriff kam jedoch vor dem Regiment nicht zur vollen Entwicklung. Dagegen war im Abschnitt rechts (15. Infanterie-Regiment) ein Trupp Engländer eingebrochen, die unter Mithilfe einiger Gruppen der 9. Kompanie wieder aus unseren Stellungen geworfen wurden. Die 9. Kompanie brachte davon einen Gefangenen und ein schweres Maschinengewehr ein. Mit Einbruch der Dunkelheit flaute das Feuer wieder ab, so dass die Ablösungen ohne erhebliche Verluste durchgeführt werden konnten. Es kam das II. Bataillon in die vordere Linie, das III. ind die R-1, das I. in die R-2 Stellung.“
Offiziell ist für Michael Huber keine Grablage bekannt, ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 3 Kilometer von seinem Sterbeort entfernten Soldatenfriedhof Rancourt beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. den Infanteristen Franz Vogler, der am 18.10.1916 fiel.
Sterbebild von Michael HuberRückseite des Sterbebildes von Michael Huber
Der Soldat Joseph Bachmeier stammte aus Warzenried, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eschlkam, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 25.09.1916 (Verlustliste: schwerverwundet und verstorben am 26.09.1916) fiel er im Alter von 22 Jahren angeblich an der Somme. Nach meinen Recherchen fiel er jedoch bei den Kämpfen wzischen Maas und Mosel. Erst am 24.10.1916 wurde sein Regiment in die Schlacht an der Somme beordert. Darüber hinaus befindet sich sein Grab auf einem Friedhof in der Nähe von Verdun. Bei anderen an diesem Tag gefallenen Regimentskameraden wird Azannes-et-Soumazannes als Sterbeort angegeben. Das halte ich für realistisch.
Man begrub Joseph Bachmeier auf dem Soldatenfriedhof Azannes II in Block 4, Grab 116.
Sterbebild von Joseph BachmeierRückseite des Sterbebildes von Joseph Bachmeier
Der Soldat Josef Loibl stammte aus Kasberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rinchnach. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in einem Reserve-Infanterie-Regiment und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 12.04.1918 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Montdidier an der Somme durch einen Granatschuss.
Man begrub Josef Loibl auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef LoiblRückseite des Sterbebildes von Josef Loibl
Der Soldat Joseph Zeiser stammte aus der bayerischen Gemeinde Velden an der Vils. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Fahrer in der 7. Batterie des 9. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 02.05.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Villers Villers-aux-Érables an der Somme durch Granatschuss.
Man begrub Joseph Zeiser auf dem Soldatenfriedhof Caix in Block 2, Grab 240.
Sterbebild von Joseph ZeiserRückseite des Sterbebildes von Joseph Zeiser
Der Soldat Johann Gaulinger stammte aus Münster, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wurmsham, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments – laut Verlustlisten diente er in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Jäger-Regiments. Ich bin mir sicher, dass die Angaben der amtlichen Verlustlisten richtig ist. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 12.07.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 24 Jahren in einer Stellung vor Montauban-de-Picardie.
Offiziell ist für Johann Gaulinger keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 7 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Fricourt begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Landsturmmann Georg Schappele, gefallen am 11.07.1916 bei Montauban-de-Picardie, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Andreas Springer, gefallen am 11.07.1916 bei Montauban-de-Picardie, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
Infanterist Konrad Weigl, gefallen am 11.07.1916 bei Montauban-de-Picardie, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Für fast alle Ihrer gefallenen Kameraden ist keine Grablage bekannt.
Sterbebild von Johann GaulingerRückseite des Sterbebildes von Johann Gaulinger