Sonderbeitrag: Ernst Paulus

Der Soldat Ernst Paulus stammte aus Zürich (Schweiz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 399. bayerischn Fußartillerie-Batterie. Am 06.08.1916 verstarb er im Alter von 20 Jahren, nachdem er zuvor am 05.08.1916 während der Kämpfe in den Vogesen schwer verwundet worden war.

Man begrub Ernst Paulus auf dem Soldatenfriedhof Bisping in Grab 41. Ich konnte dieser Tage sein Grab besuchen. Ein Foto des Grabes findet man unten auf dieser Seite.

Im Münchner Stadtteil Thalkirchen gedenkt man Ernst Paulus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/thalkirchen-st-maria_stadt-muenchen_wk1_bay.html

Die Todesanzeige für Ernst Paulus
Das Grab des Soldaten Ernst auf dem Soldatenfriedhof Bisping

Sonderbeitrag: Hermann Hugo [1870/71]

Der Soldat Hermann Hugo wurde am 02.01.1846 in der Stadt Düsseldorf geboren – heute Landeshauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 kämpfte er als Secon-Leutnant im 1. Bataillon des 24. Infanterie-Regiments. Am 16.08.1870 fiel er bei Vionville durch einen Kopfschuss. Hermann Hugo wurde 24 Jahre alt.

Man begrub Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

Das Grab von Adolph Rechtern und Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte

Sonderbeitrag: Major Adolph Rechtern [1870/71]

Der Soldat Adolph Ludwig Rechtern wurde am 18.07.1823 geboren und stammte aus Holtorf in Hannover. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 kämpfte er als Major und Kommandeur des 2. Bataillons des 24. Infanterie-Regiments.  Er wurde am 16.08.1870 bei Vionville schwer verwundet und starb an seinen Wunden am 17.08.1870 im Lazarett Tronville.

Man begrub Adolph Rechtern auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

In Neurupin in Brandenburg gedenkt man Major Adolph Rechtern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2024/neuruppin-museum_lk-ostprignitz-ruppin_1864-71_brb.html

Das Grab von Adolph Rechtern und Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.832: Joseph Geiger

Der Soldat Joseph Geiger wurde am 12.09.1891 geboren und lebte in Dürmentingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 3. Kompanie des 124. Infanterie-Regiments. Am 26.11.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Vienne-le-Château im Argonnerwald.

Man begrub Joseph Geiger auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 2, Grab 3.577.

Joseph Geiger
Sterbebild von Joseph Geiger
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Geiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.831: Franz Xaver Gisser

Der Soldat Franz Xaver Gisser wurde am 13.11.1892 in Maisenberg geboren, ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg und war der Sohn eines Landwirts (Berghuber) und Bürgermeisters. Er lebte zuletzt in Fünfleiten. Im Ersten Weltkrieg diente er als Vize-Feldwebel in der Minenwerfer-Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er war angehender Offizier (Offiziersaspirant). Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Gleich zu Kriegsbeginn wurde er am Fuß leicht verwundet. Am 06.10.1918, nach 50 Monate Kriegsdienst, verstarb er nach einer schweren Verwundung, einem Rückenschuss, im Alter von 26 Jahren im Lazarett Turene. Er wurde bei der Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas tödlich verwundet.

Man begrub Franz Xaver Gisser auf dem Soldatenfriedhof Noyers-Pont-Maugis in Block B, Grab 1.607.

Sterbebild von Franz Xaver Gisser
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Gisser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.829: Peter Randlinger

Der Soldat Peter Randlinger stammte aus Helming, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kienberg. Sein Vater war Landwirt (Haindlbauer). Er war Kandidat der Theologie im erzbischöflichen Klerikerseminar in Freising, also angehender Priester. Im Ersten Weltkrieg diente er als Vizefeldwebel und Offiziersaspirant in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 14.06.1916 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Feldlazarett Nr. 8 in Romagne-sous-les-Côtes
, nachdem er während der Schlacht um Verdun in der Chauffour- und Albain-Schlucht durch einen Lungenschuss schwer verwundet worden war.

Man begrub Peter Randlinger auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Block 3, Grab 158.

Sterbebild von Peter Randlinger
Rückseite des Sterbebildes von Peter Randlinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.824: Franz Kult

Der Soldat Franz Kult wurde am 21.01.1890 geboren und stammte aus Harras, einem Ortsteil der Gemeinde Wehingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier der 3. Kompanie des 479. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 09.09.1917 fiel er im Alter von 27 Jahren in der Nähe von Verdun an der Höhe 344 bei Ornes.

Offiziell ist für Franz Kult keine Grablage bekannt. Wahrscheinlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben, wo man fast alle Soldaten dieser Region auf dem Schlachtfeld Verdun begrub.

Seine Heimatgemeinde Wehingen gedenkt Franz Kult noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/Wehingen_kreis-tuttlingen_wk1_wk2_bawue.html

Sterbebild von Franz Kult
Rückseite des Sterbebildes von Franz Kult

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.818: Bartholomäus Giglberger

Der Soldat Bartholomäus Giglberger stammte aus Oberhackenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gangkofen, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 28.02.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 28 Jahren im Bois de Manheulles.

Man begrub Bartholomäus Giglberger auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Gangkofen gedenkt Bartholomäus Giglberger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/gangkofen-kollbach_bay.htm

Sterbebild von Bartholomäus Giglberger
Rückseite des Sterbebildes von Bartholomäus Giglberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.813: Kilian Peter

Der Soldat Kilian Peter wurde am 01.12.1890 in Adrazhofen geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Leutkrichen im Allgäu im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, und war Schreiner. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 8. Kompanie des 143. Infanterie-Regiments. Ende August wurde er als vermisst gemeldet. Später stellte sich heraus, dass er am 23.08.1914 während der Schlacht bei Saarburg und vor Nancy – Epinal bei Bréménil schwer verwundet und am 27.08.1914 (Verlustlisten und Volksbund: 01.09.1914) im Alter von 23 Jahren im Kriegslazarett Lörchingen (französisch: Lorquin) gestorben war.

Über den Tag seiner schweren, letztlich tödlichen Verwundung und die Umstände berichtet die Regimentsgeschichte des 143. Infanterie-Regiments:

„Bei Parux (23. August 1914)

Am 22. August 1914 marschierten wir über Cirey auf Parux, das vom Feinde besetzt war. Nach Überwindung des feindlichen Widerstandes ging es weiter auf Bréménil in Richtung Badonviller. Dort war Infanterie-Regiment 99 mit Teilen eingedrungen. Zur Erkundung vorgehend, musste der Brigade-Stab eine Viertelstunde lang im nassen Graben liegen, um gegen starkes feindliches Artilleriefeuer Deckung zu nehmen. Mittlerweile wurde es dunkel. Plötzlich ertönte nachts aus Badonviller die hellen Clarions französischer Truppen und der schwungvolle Gesang der Marseillaise unter hartem Marschtritt auf der Straße. Schon war der Brigadekommandeur um die im Ort befindlichen 99er besorgt, als nach heftigem Nahkampf in kräftigen Akkorden die „Wacht am Rhein“ ertönte und ihr ein brausendes deutsches Hurra folgte. Hauptmann Rogge vom Infanterie-Regiment 99 hatte angegriffen. Da die Stärke der feindlichen Besatzung in Badonviller unbekannt war, zog der Kommandeur Infanterie-Regiment 99 seine Truppen (etwa ein Bataillon) aus dem Ort heraus. Der Brigadekommandeur billigte dies, denn entweder musste die Brigade den Ort bei Dunkelheit erstürmen, was angesichts der unklaren Lage nicht ratsam war, oder der Ort musste vorläufig – wie geschehen – geräumt werden. Während dieser Vorgänge lag außerdem eigenes Artilleriefeuer auf Badonviller. (Bericht von General von Altrock).

Am nächsten Morgen, Sonntag, dem 23. August, früh, wurde der Weitermarsch angetreten. Eine Woche schwerster Kämpfe sollte mit diesem Tag anbrechen! Das Regiment befand sich vorn. Die Vorhut hatte III./143, (Spitze: 12. Kompanie, Leutnant der Reserve Overzier), es folgten II. Bataillon und Maschinengewehr-Kompanie. dann I./143. Kurz hinter Lafremborn wurde die französische Grenze überschritten, von den Truppen mit Jubel begrüßt, denn bis jetzt hatten wir ja immer noch auf deutschem Boden gekämpft.

Der Marsch ging zunächst nach Cirey, wo gehalten wurde, weil eine starke feindliche Nachhut die Truppe zur Entwicklung zwang, während die Vorhut, III./143 auf Parux weitergeschickt wurde. Das Bataillon setzte sich in den Besitz des Dorfes, wurde aber von den gegenüberliegenden Höhen von Süden und Osten her stark beschossen. Die Verluste waren schwer. Der Regimentsführer der Feldartillerie hatte angesichts der Franzosen auf einem Schimmel unsere Schützenlinie abgeritten und dadurch starkes Feuer auf uns gezogen. Inzwischen hatte die Brigade den Weitermarsch von Cirey angetreten. Der Regiments-Stab 143 ritt nach Parux zur Orientierung vor. Von Süden und Südosten her vorgehende französische Schützen ließen einen Angriff auf Parux erkennen. Der Regimentsführer setzte deshalb zwei Kompanien des II./143 zur Unterstützung des III. Bataillons in Parux ein, wobei sich die 8./143 unter Hauptmann Kürgensen besonders auszeichnete, indem sie unter schwerstem Feuer ein großes Gehöft hart südlich Parux besetzte. Den Rest des II. Bataillons behielt Oberstleutnant Freiherr von Liliencron zu seiner Verfügung in der Nordostecke des Bois de Coupe. Zwei Züge der Maschinengewehr-Kompanie wurden bei Höhe 319 im Bois de Coupe in Stellung gebracht. Major Collet mit dem verstärkten III. Bataillon ging jetzt zum Gegenangriff gegen die Höhen südlich Parux vor und gelangte hinauf. Schweres Artilleriefeuer indes zwang das tapfere Bataillon wieder nach Parux zurück.

Vom I./143 war die 1. Kompanie zwischen Cirey und Parux zum Schutze des Divisionsstabs links abgezweigt worden und kämpfte später im Verband des Infanterie-Regiments 99, wobei ihr heldenmütiger Chef, Hauptmann von Strzemierzny, fiel. Die übrigen Kompanien wurden vom Regimentsführer durch das Bois de Coupe geschickt, um den Feind auf den Höhen zwischen Parux und Bréménil zu umfassen. Der Marsch verzögerte sich jedoch durch das äußerst schwierige und sumpfige Gelände im Wald, aus dem es zwar französische Schützen vertrieb, für den beabsichtigten Angriff auf die genannten Höhen aber nicht mehr in Tätigkeit kam.

Inzwischen war es 2 Uhr nachmittags geworden. Die Franzosen konnten sich offensichtlich zur Fortsetzung ihres Angriffs auf Parux nicht entschließen, da unsere Artillerie ihnen stark zusetzte und ihnen auch der Anmarsch des I./143 durch das Bois de Coupe nicht entgangen war. Jetzt erhob sich das tapfere Bataillon Collet zum zweiten Male zum kräftigen Angriff auf die vorliegenden Höhen, dem sich die Franzosen aber durch schleunige Flucht entzogen, eine ganze Batterie zurücklassend, die von 10./143 genommen wurde.

So war das Regiment um 3 Uhr nachmittags im Besitz der Höhen zwischen Parux und Bréménil. Hier strömte jetzt alles zusammen, Truppen und Stäbe, und weiter ging es in breiter Front, Richtung Badonviller. Dort hatten die Franzosen wieder Front gemacht, und Badonviller selbst war stark besetzt. Das feindliche Artilleriefeuer zwang die Division in der Höhe von les Carrières halt zu machen, um die eigene Artillerie zunächst wirken zu lassen. Gegen Abend wurde die 60. Infanterie-Brigade auf Badonviller angesetzt, Infanterie-Regiment 143 westlich der Straße les Carrières – Badonviller. Das Regiment erhielt beim Vorgehen wiederum Verluste, diesmal durch eigenes, schweres Artilleriefeuer, so dass der Angriff von der Brigade wegen Dunkelheit und ungeklärter Verhältnisse angehalten wurde. So wurden weitere Angriffe auf den folgenden Tag verschoben.

Das Regiment nächtigte auf dem harten Boden im Chausseegraben der Straße nach Badonviller. Die Feldküche wurde herangezogen. Das Wetter war in dieser Zeit glücklicherweise dauernd schön, die Nächte aber schon empfindlich kalt, und man konnte sich Angenehmeres denken, als diese Nacht auf der Höhe von Les Carrières.“

Man begrub Kilian Peter auf dem Soldatenfriedhof Abreschviller (deutsch: Alberschweiler) in einem Massengrab.

Sterbebild von Kilian Peter
Rückseite des Sterbebildes von Kilian Peter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.810: Ernst Rieger

Der Soldat Ernst Rieger wurde am11.07.1892 geboren und stammte aus der bayerischen Stadt Trostberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kanonier und Einjähriger-Unteroffizier in der 1. Batterie des 9. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 25.08.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Bazien. Die Angabe auf der Todesanzeige ist falsch.

Man begrub Ernst Rieger auf dem Soldatenfriedhof Pierrepont in Block 1, Grab 344.

Todesanzeige von Ernst Rieger