Der Soldat Josef Eder stammte aus Weisham, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war der Sohn eines Binders. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 2. bayerischen Pionier-Ersatz-Kompanie des 1. bayerischen Pionier-Bataillons. Am 18.02.1915 (Volksbund: 19.02.1915) fiel er im Alter von 27 Jahren bei Lusse in Frankreich.
Man begrub Josef Eder auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 320.
Sterbebild von Josef EderRückseite des Sterbebildes von Josef Eder
Der Soldat Peter Höpfl stammte aus Unterboxberg, vermutlich ein Teil des heutigen Boxberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Prackenbach, und war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.06.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun während der Kämpfe auf Kalte Erde und bei Fleury. Seine Kompanie war damals im Fossewald südöstlich Beaumont und in den Wabengräben eingesetzt.
Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 25. Juni 7 Uhr vormittags hatte sich das feindliche Trommelfeuer zu einem wütenden Feuerwirbel gesteigert – da beobachtete Simmeth durch Rauch und Qualm hindurch eine breite französische Schützenlinie in seinem Rücken herankommen – kurz entschlossen warf er sich, untertützt durch den Gefreiten Joseph Binder (aus Tholbat bei Ingolstadt) und den Gefreiten Ludwig Schwaiger der 11. Kompanie, seiner Kampfgruppe vorauseilend, auf den Feind. Es gelang ihnen überraschend den Franzosen in die Flanke zu kommen und nach erbittertem Nahkampf, in dem sich auch besonders der Unteroffizier Friedrich Walther der 11. Kompanie auszeichnete, 200 Franzosen mit mehreren Offizieren gefangen zu nehmen. Zahlreiche Angehörige des Reserve-Infanterie-Regiments 92 wurden so wieder aus der Gefangenschaft befreit. Als die gefangenen Franzosen die unterlegene Zahl der Unseren gewahr wurden, machten sie – dem Beispiel eines ihrer Offiziere folgend, Fluchtversuche, welche jedoch durch unsere namentlich erwähnten wackeren Helden mit dem Bajonett vereitelt wurden.
Indes hatte Major Schaaf Teile des I. Bataillons und des Reserve-Infanterie-Regiments 92 kehrt machen lassen und ließ im Anschluss an die südwestlich des Thiaumontwerkes liegende 9. Kompanie den Hang nördlich des Weges, der nach der kalten Erde führt, mit Front nach Nordwesten besetzt.
Eine am rechten Flügel des I. Bataillons vorhandene gefährliche Lücke schloss er durch Herausnehmen von Kräften aus der Nordfront und durch Verlängerung des zurückgebogenen rechten Flügels des I. Bataillons.
An den Regimentskommandeur ging Meldung ab, dass unsere Stellung restlos gehalten wurde.
Am 25. Juni früh war es auch einer französischen Kompanie im Schutze der Dämmerung gelungen bis zum Thiaumontwerke vorzustoßen. Oberst Mieg konnte zunächst nicht unterscheiden, ob es zurückgehende eigene Leute oder Franzosen waren. Dann aber ein rascher Entschluss – Offiziere und Mannschaften, Ordonanzen und Fernsprecher griffen zum Gewehr und Handgranate, der stellvertretende Regimentsadjutant Leutnant Lienhard raffte alle in den benachbarten Erdnischen kauernden Leute zusammen. Ein kräftiges Hurrah – ein schneidiges Vorstürmen – die an Zahl überlegenen Franzosen streckten die Waffen. Aber noch gab der Feind seine Durchbruchsversuche nicht auf. Neuerdings setzte französisches Trommelfeuer ein – von der Brasschlucht drohte ein feindlicher Vorstoß – die Signalpatronen zur Anforderung unseres Artilleriefeuers waren zur Neige gegangen – da eilte Schwaiger ungeachtet des feindlichen Feuers zum Regimentsstab ins Werk und kehrte wohlbehalten mit Signalpatronen zurück. Der Franzose wurde durch das Sperrfeuer der Artillerie und das Abwehrfeuer der Infanterie zurückgeworfen und erlitt schwere Verluste.
Für ihr hervorragendes Verhalten erhielten Simmeth und Binder die Goldene, Schwaiger und Walther die Silberne Tapferkeitsmedaille.“
Offiziell ist für Xaver Höpfl keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitruam fielen, u. a.
Hauptmann Franz Sonntag, geboren am 27.10.1877 in Augsburg, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Leutnant Wilhelm Meyer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Georg Kallert, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Friedrich Jelden, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver Höpfl und Xaver PeterRückseite des Sterbebildes von Xaver Höpfl und Xaver Peter
Der Soldat Xaver Rackl stammte wurde am 15.10.1880 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Prackenbach und war Schuhmacher. Er diente im Ersten Weltkrieg als Wehrmann. Am 06.01.1917 verstarb er in Folge einer Verwundung im Alter von 36 Jahren in englischer Gefangenschaft.
Man begrub Xaver Rackl auf dem Soldatenfriedhof Rembercourt-aux-Pots in Grab 514.
Sterbebild von Xaver RacklRückseite des Sterbebildes von Xaver Rackl
Während meiner derzeitigen Reise durch das deutsch-französische Grenzgebiet bei Saarlouis stieß ich auf folgendes Grab auf dem alten Friedhof von Berus, einem Ortsteil der saarländischen Gemeinde Überherrn:
Der Soldat Mathias Winter wurde am 06.11.1887 in Altforweiler geboren, einem Ortsteil der saarländischen Gemeinde Überherrn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 132. Infanterie-Regiments. Am 29.03.1916 verstarb er im Reserve-Lazarett Kreuznach, nachdem er zuvor im Kampf während der Schlacht um Verdun schwer verwundet worden war.
Man begrub Mathias Winter auf dem alten Friedhof von Berus.
Das Grab von Mathias Winter auf dem alten Friedhof von Berus
Der Soldat Karl Achatz stammte aus Pillersberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Haibach, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldners). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 10. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 11.05.1918 fiel er bei Bapaume durch Granatschussverletzung.
Man begrub Karl Achatz auf dem Soldatenfriedhof Villers-au-Flos in Block 2, Grab 646.
Sterbebild von Karl AchatzRückseite des Sterbebildes von Karl Achatz
Der Soldat Heinrich Braun war Forstamtspraktikant in Fulda im heutigen Bundesland Hessen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 10.10.1914 fiel er bei Verdun.
Man begrub Heinrich Braun auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Heinrich Braun war Mitglied der Münchener Burschenschaft Corps Hereynia.
Todesanzeige von Heinrich Braun und Ernst HölzelSymbolfoto
Der Soldat Dr. Kurt Lautenschlager stammte aus der bayerischen Stadt Wörth an der Donau und war Augenarzt in Essen an der Ruhr. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberarzt der Reserve im Stab des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.12.1914 starb er im Alter von 33 Jahren auf einem Truppenverbandplatz bei Savonnières-en-Woëvre im Wald von Apremont-la-Forêt, unweit von Verdun, wo 1 ½ Jahre später eine der furchtbarsten Schlachten des Krieges stattfand
Dr. Kurt Lautenschlager hinterließ eine Ehefrau und zwei Kinder.
Man begrub Dr. Kurt Lautenschlager auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Johann Irlbacher stammte aus Berg, einer Filialegemeinde von St. Leonhard, und war der Sohn eines Landwirts (Schoberbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.07.1918 fiel er im Alter von 18 Jahren während der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne bei Reims in Frankreich.
Johann Irlbacher wurde auf dem Soldatenfriedhof Berru in Block 3, Grab 145 begraben.
Sterbebild von Johann IrlbacherRückseite des Sterbebildes von Johann Irlbacher
Der Soldat Willibald Empl stammte aus Mitterroidham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war der Sohn eines Schmids. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 10.02.1916 fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 21 Jahren bei einem Sturmangriff
Man begrub Willibald Empl auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 6, Grab19.
Sterbebild von Willibald EmplRückseite des Sterbebildes von Willibald Empl
Der Soldat Johann Georg Seiler wurde am 24.10.1882 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Palling und war Gastwirt und landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 12.05.1915 fiel er nach den Angaben des Sterbebildes im Alter von 32 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras durch schwere Verwundung. Laut den amtlichen Verlustlisten galt er zunächst als vermisst. Dann wurde 1917 gemeldet, er sei zunächst in Gefangenschaft geraten und dort am 19.05.1915 gestorben.
Die Lage des Grabes von Johann Georg Seiler ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitruam fielen, u. a.
Gefreiter Joseph Seibold, gefallen am 07.05.1915 bei Souchez, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Infanterist Georg Bachmeier, gefallen am 09.05.1915 bei Fromelles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Oberjäger Otto Birk, gefallen am 07.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab;
Wehrmann Josef Wiedemann, gefallen am 07.05.1915 bei Neuville, begraben auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg SeilerRückseite des Sterbebildes von Georg Seiler