Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Karl Hahn

Der Soldat Karl Hahn stammte aus Nieder-Florstadt und war von Beruf Bankbeamter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjähriger-Unteroffizier in der 5. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Alliancelles, Sermaize, Pargny und Maurupt.

Die Grablage von Karl Hahn ist unbekannt.

Die Todesanzeige von Karl Hahn im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.809: Eduar Held

Diese Todesanzeige für Edduard Held fand ich beim Lesen des Rosenheimer Anzeiger vom 05.09.1915.

Der Soldat Eduard Held stammte aus Rosenheim in Bayern und war Regierungsakzessist von Beruf (Beamter im höheren Dienst). Er diente als Leutnant der Reserve in der 5. Kompanie des 16. bayerischen infanterie-Regiments. Er wurde schwer verwundet und verstarb am 01.09.1914 im Garnisonslazarett Landau.

Vermutlich begrub man ihn auf einem regionalen Friedhof. Ob sein Grab noch heute existiert, ist unbekannt.

Todesanzeige von Eduard Held

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.807: Gustav von Safferling

Der Soldat Gustav von Safferling wurde am 03.02.1862 geboren. Er war im Ersten Weltkrieg Oberst und Regimentskommandeur des 4. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 52 Jahren bei Dompièrre in Frankreich.

Ich gehe davon aus, dass man den Leichnam von Gustav von Safferling in die Heimat schaffte und dort privat begrub. Sein Grab dürfte nicht mehr existieren.

Todesanzeige für Gustav von Safferling

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.805: Sebastian Hutterer

Der Soldat Sebastian Hutterer stammte aus Stockham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und war ein Kleinbauer (Irlhubergütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Jäger in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 12.05.1915 fiel er während der Schlacht bei La Bassée und Arras im Alter von 30 Jahren bei Carency.

Die Lage des Grabes von Sebastian Hutterer ist offiziell unbekannt. Er ist wahrscheinlich als unbekannter Toter anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben worden, wo man auch seine Kameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, z. B.

  • Leutnant Max Scheibenbogen, gefallen am 12.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Oberjäger Karl Schubert, gefallen am 10.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Obing gedenkt Sebastian Hutterer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/obing_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Sebastian Hutterer
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Hutterer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.804: Anton Ahr

Der Soldat Anton Ahr wurde am 21.08.1886 in Schelldorf geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kempten. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren während der ersten Kämpfen vor Arras bei Douai.

Die Lage des Grabes von Anton Ahr ist unbekannt.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Mariaberg Anton Ahr auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kempten-mariaberg_wk1u2_bay.htm 

Sterbebild von Anton Ahr
Rückseite des Sterbebildes von Anton Ahr

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 7.459: Johann Eichberger

Der Soldat Johann Eichberger stammte aus Sandthal 3, einem Ortsteil der österreichischen Gemeinde Handenberg und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist im 2. Zug der 1. Kompanie des 2. k. u. k. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 02.11.1915 verstarb er im Alter von 32 Jahren in einem Spital in Troizkosawsk (Sibirien, Russland). Er war in russischer Kriegsgefangenschaft an einer Lungenantzündung erkrankt.

Die Lage des Grabes von Johann Eichberger konnte ich nicht ermitteln.

Das Sterbebild von Johann Eichberger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Eichberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.796: Johann Stadler

Der Soldat Johann Stadler stammte aus Wies, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Adlkofen, und war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.09.1917 fiel er im Alter von 31 Jahren im französischen Flandern.

Die Lage des Grabes ist unbekannt. Ich kann mangels Datenmaterial keine Vermutung anstelle, wo es sein könnt.

Sterbebild von Johann Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Johann Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.793: Martin Höcker

Der Soldat Martin Höcker stammte aus Berg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dorfen, und war der Sohn eines Landwirts (Edelthalhamer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 15.04.1918 fiel er nach 40 Monate Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren bei  Zelobes und Robecq in Nordfrankreich. Den auf dem Sterbeort angegebenen Ort „Cormel Malo“ konnte ich nicht identifizieren. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Hörfehler handelt. Mangels Fremdsprachenkenntnissen wurde ausländische Orte so aufgeschrieben, wie man sie hörte. Meist finde ich bei französischen Orten heraus, um welchen Ort es sich dann handelt. In diesem Fall ist es mir nicht gelungen.

Die Lage des Grabes von Martin Höcker ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einm Massengrab auf dem rund 8 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Laventie begraben wurde, wo man die deutschen  Gefallenen der Region begrub.

Sterbebild von Martin Höcker
Rückseite des Sterbebildes von Martin Höcker

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.791: Martin Bonleitner

Der Soldat Martin Bonleitner stammte aus Lehen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fischbachau, und war der Sohn eines Wagners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.11.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei den Kämpfen in den Karpathen in Rumänien.

Die Lage des Grabes von Martin Bonleitner ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Rumänien, unbekannt.

Sterbebild von Martin Bonleitner
Rückseite des Sterbebildes von Martin Bonleitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.785: Michael Jungwirth

Der Soldat Michael Jungwirth stammte aus Lenzingerberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hutthurm, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen um die Wabengräben im Thiaumontwald und um die Thiaumont-Ferme. Hier wurde er während des ersten Sturms auf die Wabengräben getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 08.06.1916 10 Uhr vormittags traten I. und III. Bataillon zum Sturme an. Kaum hatten die ersten Wellen ihre Gräben und Granatlöcher verlassen, so erhielten sie ein vernichtendes Maschinengewehr-Feuer vom Rücken westlich des Thiaumontwaldes und der Thiaumont-Ferme und besonders auch aus den Sappenköpfen der Wabengräbenstellung selbst. Auch die zweite und dritte Welle folgten unmittelbar. Auch sie geriet in das Maschinenegewehr-Feuer und in das jetzt eben einsetzende feindliche Sperrfeuer.

Am rechten Flügel bleiben die vorgestürmten Truppen vor dem unversehrtn feindlichen Hindernis liegen. Die Masse der Sturmtruppen ist es nur gelungen, unter schweren Verlusten bis in die eigene vorderste Stellung zu kommen. Trotzdem gelingt es beim I. Bataillon einigen Stoßtrupps in die Wabengräben einzudringen, ja sogar Gefangene zu machen und bis zurück zur Befehlsstelle konnte man ein paar Leute sehen,d ei triumphierend ein erbeutetes feindliches Maschinengewehr aus einem Loch zogen und hoch in der Luft schwangen. Aber aus den unversehrten Unterständen der Wabengräben kriechen französische Massen hervor und es entspinnt sich in den Gräben ein dreiviertelstündiger schwerer Kampf mit Bajonett und Handgranate. Einige der Stürmer kommen in die vorderste Stellung des Regiments wieder zurück, die Mehrzahl ist gefallen oder von der Übermacht überwältigt. Auch der Angriff der gleichzeitig eingesetzten 2. Infanterie.Division kam über die Anfänge nicht hinaus. Nachmittags setzte eine erneute Artillerievorbereitung auf deutscher Seite ein. Um 8 Uhr abends soll der Angriff wiederholt werden; er kam jedoch wegen der verspäteten Befehle und infolge Vermischung der Verbände erst am nächsten Morgen zur Ausführung und auch da nicht über die erste Entwicklung hinaus. Die nächsten Tage brachten ununterbrochene Teilkämpfe um den Besitz von Maschinengewehr-Nestern.“.

Offiziell ist für Michael Jungwirth keine Grablage bekannt. Ich bin mir jdeoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier Fritz Hauber, gefallen am 08.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Norbert Fischer, gefallen am 01.06.1916 im Fosse-Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Anton Adam, gefallen am 08.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Heinrich Steinhuber, gefallen am 05.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Michael Jungwirth
Rückseitd es Sterbebildes von Michael Jungwirth