Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.004: Fritz Morgenstern

Der Soldat Fritz Morgenstern wurde am 12.05.1871 stammte aus Straszyn bei Posen, seine Familie lebte in Neupatriken in Ostpreußen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Major in einem Pionier-Bataillon. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse sowie anderen Orden ausgezeichnet. Am 13.06.1917 kam er im Alter von 46 Jahren durch schwere innere Verletzungen bei einem Autounfall ums Leben.

Die Lage des Grabes von Fritz Morgenstern ist unbekannt. Vielleicht wurde er in seinem Heimatort begraben. Vielleicht existiert sein Grab noch heute.

Todesanzeige von Fritz Morgenstern

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.999: Johann Moser

Der Soldat Johann Moser wurde am 01.01.1890 in Sorsbach als Sohn eines Landwirts geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 23.12.1916 wurde er während der Schlacht bei Rimnicul-Sarat in der Nähe von Balaceanul schwer verwundet. Am 25.12.1916 verstarb er im Alter von 26 Jahren in einem Feldlazarett.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Moser berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

Fortsetzung vom 22.12.1916

„Tagsüber wird in kurzen Probemärschen rasches Vorwärtskommen beim Angriff geübt; alle Vorbereitungen für den am 23. Dezember angesetzten Sturm auf Balaceanul werden noch getroffen.

An Stelle des erkrankten Hauptmanns Semmelmann übernimmt Oberleutnant von Pigenot die Führung von III./18.

Nach den Erkundungen stellten sich die Verhältnisse für uns denkbar ungünstig dar. Eine weite Ebene bietet auch nicht die geringste Deckung. Auf weite Sicht beherrschte das feindliche Erdwerk vor Balaceanul die Gegend.

Um Mitternacht beginnt die Bereitstellung der Bataillone. Wir sind am äußersten rechten Flügel der 301. Infanterie-Division, II./18. hat Anschluss an den linken Flügel der 109. Division, k. u. k. Infanterie-Regiment 71.

II./18 soll gegen das Erdwerk und die Meierhöfe vor der südlichen Ortsspitze, I./18 frontal gegen die Ortsspitze vorgehen. Der Einsatz ist, Reihenfolge von rechts nach links: 8., 5., 6., 4., 3. und ½ der 1. Kompanie in vorderster Linie. Rest der Bataillone in Reserve. Die Kompanien zählen 90, ganz starke 100 Gewehre. III./18 steht hinter dem linken Flügel des Regimentsabschnitts als Flankenschutz und Reserve.

Bis 5 Uhr ist die Aufstellung vollzogen, dann beginnt das Heranarbeiten an den Feind; um 6 Uhr früh soll das Artilleriefeuer einsetzen, 20 Minuten später der Sturm erfolgen. Vorgeschobene russische Posten werden sehr früh auf 4./18 aufmerksam und beginnen lebhaft zu feuern. Gleichzeitig beginnt das Wirkungsschießen unserer Artillerie. Bedauerlicherweise schießt sie anfangs zu kurz, so dass I./18 im Heranarbeiten ans Hindernis gestört wird und verschieben muss. So entstehen in der Mitte gleich aus zweierlei Ursachen schwere Verluste. Abgeschossene Leuchtkugeln verständigen über Zielverlegung. Jetzt hat aber der Russe bemerkt, was wir im Schilde führen. Viel zu früh und über Gebühr aufmerksam geworden, verstärkt er seine Gräben. Aus Richtung Balaceanul, der Meierhöfe und dem Erdwerk schlägt mörderisches Infanterie-, Maschinengewehr- und Flankenfeuer entgegen. Trotzdem kommen die vorderen Wellen bis an das unversehrte Drahthindernis, das ungefähr 100 Meter vor den russischen Gräben war, heran. Inzwischen war es hell geworden und der Feind, Mann an Mann in seinen Gräben stehend, beschoss jeden sich ihm zeigenden Angreifer. Auch das unheimliche Feuer einer dicht bei dem Meierhof stehenden Batterie macht es unmöglich, gegen das Hindernis vorzudringen. Arg sind bei I./18 die Züge geschwächt, um den Gefechtsstreifen einzuhalten, verlängern zwei Züge 2./18 nach links, auch die 9./18 rückt zur Verstärkung ein.

Auf dem äußersten rechten Flügel schien der Feind zurückzuweichen, es war der 8. Kompanie, angelehnt an die Österreicher, sogar möglich, in den Besitz eines russischen Grabens zu kommen und sich dort festzusetzen. Die 109. Division war weiter südlich von uns an ihrem rechten Flügel vorwärtsgekommen und in Linie Pintecani – Galbenul durchgestoßen. Diese Entlastung bekam die 8./18 zu spüren. Um den Einbruch zu einem Erfolg ausnützen zu können, werden an der Divisionsgrenze rasch noch zwei Kompanien k. u. k. 71er nachgeworfen, aber schon verstärkt der Feind seine Abwehr aus dem Erdwerk. Der russische Flügel hält stand, weiterer Gewinn ist nicht möglich. Nach dem dünnen Außenflügel von I./18 kroch noch 10./18 als Ersatz vor. In wechselnder Entfernung vom Hindernis, 300 bis 400 Meter vor Balaceanul, graben sich die Kompanien ein. Wegen dem hartgefrorenen Boden kommen sie aber über ganz leichte Schützenlöcher nicht hinaus. Indessen ist es frühe Nacht geworden.

Gerne hätten wir der 301. Division, deren linker Anschlussflügel abwartend unsern Erfolg erhoffte, das raschere Vorgehen gegen Rimnicul – Sarat ermöglicht. Wohl wussten wir von dem einschneidenden Gewinn der 12. bayerischen Infanterie-Division westlich der Straße Buzau – Rimnicul-Sarat. Mangelnder Angriffsgeist war es gewiss nicht, der unseren Misserfolg begünstigte. Auch an der Führung der Truppen konnte es unmöglich gelegen haben. Klar lag die Ursache in dem Verzweifelten Widerstand, den der Russe hier bot, zutage, mit geradezu unglaublicher Verschwendung von infanteriefeuer überschüttete er das vollständig ebene Angriffsfeld. Unserer Artillerie fehlte Munition.

Alles ist niedergeschlagen. In der Dunkelheit suchten wir das Feld nach Verwundeten und leider, leider allzu vielen Toten ab. Nie hat das Regiment – vor- und nachher – ein einziger Tag so schwere Verluste gekostet. Ant Toten hatten wir – einschließlich an schwersten Wunden Gestorbener – die hohe Zahl 168, an Verwundeten 291. Der Gesamtausfall bei I./18 betrug 227, dem ganzen Bataillon verblieben 80 Gewehre, das bedeutete die Aufopferung von ¾ seines sowieso geschwächten Bestandes. Am meisten gelitten hatte die 4./18 (Baumeister), 27 Tote 43 Verwundete, nahezu die ganze Kompanie war aufgerieben. Offiziersstellvertreter Seidl und vier Gruppenführer waren unter den Gefallenen. Die anschließende 6./18 (Feldner) hat die höchste Totenziffer – 39 – darunter Vizefeldwebel Kalteis und neun erprobte Gruppenführer. Die ganze Kompanie war früh mit 4./18 ja von dem ersten Feuer gepackt worden. Die Verluste machen es erklärlich, warum von der 6. Kompanie während des Sturmes eine Meldung über die erreichte Linie ausblieb. In ihrem Gefechtsstreifen war ein Vorwärtskommen einfach unterbunden! Bei 5./18 sieht es grauenhaft aus, hier ist als Kompanieführer der brave Leutnant der Reserve Herbert gefallen, seine Zugführer Denzinger und Götz, einer schneidiger als der andere, ebenfalls; weiter fehlen fünf Gruppenführer und 14 Infanteristen. Unter den Verwundeten ist der Zugführer des 3. Zuges, Offiziersstellvertreter Moldenhauer. Bei der 7. und 8. Kompanie sind die Verluste weniger groß. Sie sind durch die Entlastung des vorwärtskommenden Flügels  der Österreicher erklärt. Bei 8./18 ist Vizefeldwebel Adam gefallen. 9. und 10. Kompanie haben ebenfalls schwere Verluste, beide Kompanieführer Leutnant der Reserve Schönemann und Leutnant der Reserve Beer sind verwundet worden.

Das Regiment hat mehr als die Hälfte seiner eingesetzten Gefechtskraft eingebüßt. Was besonders bitter war, bedeutete der Umstand, dass zu den Opfern unsere allerbesten Unteroffiziere und Mannschaften zählten. Kameraden, die seit dem Vormarsch angehörten, wieder andere, die den ganzen Vormarsch mitgemacht und unversehrt durchgekommen waren, Wiedergenesene, die dem Regiment, von ihren Wunden der Sommeschlacht hergestellt, nachgeeilt waren, lagen erstarrt auf dem blutgetränkten Plan der Weohnachtsschlacht. Viele Schwerverwundete mögen, hilflos der Kälte preisgegeben, erfrierend entschlummert sein. Nur wer die Zeit überlebt hat, kennt jene Bilder des Grauens. Das Herz krampfte sich uns zusammen beim Anblick der vielen Toten und Verwundeten. Dabei stand Weihnachten vor der Tür, es war der Vorabend einer traurigen Christnacht.

Starke Kälte setzte dem in Front liegenden Rest weiter zu. Fahrzeuge brachten Verpflegung, Stroh vor und nahmen die vielen Verwundeten zurück, für deren Sammlung kameradschaftliche Hilfe nicht ausreichte. Auch die toten Kameraden wurden zurückgefahren. Die Kompanien der Brigadereserve mussten helfend einspringen. I./18 länger in Stellung zu belassen ist unmöglich, nachdem 11. und 12. Kompanie am linken Flügel sich eingegliedert, wurde der kleine Rest am heiligen Abend in Biwak in eine Mulde rückwärts gelegt.“

Die Lage des Grabes von Johann Moser ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Pleiskirchen gedenkt Johann Moser noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/pleiskirchen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Moser
Rückseite des Sterbebildes von Johann Moser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.997: Heinrich Kummer

Der Soldat Heinrich Kummer wurde am 15.07.1897 in der bayerischen Gemeinde Tüßling geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der Maschinengewehr-Abteilung 248. Am 28.09.1918 verstarb er im Alter von 21 Jahren in einem Lazarett in Mazedonien.

Die Lage des Grabes von Heinrich Kummer war nicht zu ermitteln.

Noch heute gedenkt man in seiner Heimatgemeinde Tüssling Heinrich Kummer auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/tuessling_1870-71_wk1u2_bay.htm 

Sterbebild von Heinrich Kummer
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Kummer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.993: Hans Schnierle

Der Soldat Hans Schnierle stammte aus der bayerischen Stadt Regen und war der Sohn eines Seilermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 25.05.1918 verstarb er im Alter von 24 Jahren im Lazarett Magdeburg nach einer Operation am Kehlkopf.

Die Lage des Grabes von Hans Schnierle ist unbekannt. Vermutlich wurde er in Magdeburg auf einem zivilen Friedhof begraben. Ob sein Grab noch heute existiert, konnte ich nicht ermitteln.

Sterbebild von Hans Schnierle
Rückseite des Sterbebildes vonHans Schnierle

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.991: Karl Schmähling

Der Soldat Karl Schmähling stammte aus Brendlorenzen, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Bad Neustadt an der Saale, und war Schüler der 6. Klasse des Lehrerseminars Würzburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kriegsfreiwilliger in der 3. Kompanie des 5. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.12.1914 fiel er bei Mont-Saint-Éloi in Frankreich.

Die Lage des Grabes von Karl Schmähling ist unbekannt.

Todesanzeige von Karl Schmähling

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.990: Ludwig Gerbel

Der Soldat Ludwig Gerbel wurde am 18.08.1894 in der bayerischen Stadt Bamberg geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fähnrich in der 4. Feld-Pionier-Kompanie des 2. bayerisches Pionier-Bataillons. Am 04.10.1914 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Vimy.

Die Lage des Grabes von Ludwig Gerbel ist unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wenn er bis heute geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy beigesetzt wurde, wo man auch seine Kompaniekameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Pionier Julius Wingert, gefallen am 05.10.1914 bei Vung, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Georg Sauer, gefallen am 21.10.1914 bei Roclincourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Hauptmann Paul Luber, gefallen am 05.10.1914 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Pionier Joseph Semmelmann, gefallen am 21.10.1914 bei Vung, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Pionier Karl Bühlmeyer, gefallen am 21.10.1914 bei Vung, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Todesanzeige für Ludwig Gerbel

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.989: Heinrich Brandenberger

Der Soldat Heinrich Brandenberger (irrtümlich in den Verlustlisten als „Brandenburger“ benannt) stammte aus München und war Stereotypeur bei der München-Augsburger Abendzeitung. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Vermutlich während der Gefechte im Kayserbergtal geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Am 11.09.1914 verstarb er in einem Hospital in Lyon an einer schweren Verwundung, die er sich bei Kämpfen zugezogen hatte.

Die Lage des Grabes von Heinrich Brandenberger ist unbekannt.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.988: Mathias Weber

Der Soldat Mathias Weber stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen und war Landwirt (Röhmerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun bei einem Sturmangriff. Er wurde bei der Erstürmung des Zwischen werkes Thiaumont getötet.

Über den Todestag von Mathias Weber schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury. Diejenigen Teile des Regiments, die noch nach den schweren Verlusten der letzten Wochen verwendungsfähig waren, beteiligten sich am Angriff des 10. Infanterie-Regiments. Der Angriff gelang.“

Mathias Weber war tot.

Die Lage des Grabes von Mathias Weber ist offiziell unbekannt. Er gilt als vermisst. Ich vermute jedoch, dass er, wenn er bis heute georgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Offiziersstellvertreter Vituas Xaver Franz Führer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Michael Wünsch, gefallen am 25.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Josef Wiemüller, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Mathias Weber
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Weber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.987: Peter Walch

Der Soldat Peter Walch stammte von Resten, damals ein Ortsteil des Dorfes Au, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Berchtesgaden. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 29.06.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren in der Nähe von Fampoux bei Arras in Frankreich. ⇒ Schlacht bei Arras

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Peter Walch berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„17.06. – 01.07.1915 Am 17. und 18. wurden noch schwache Angriffe versucht, die durch unser Artillerie-Sperrfeuer und Infanteriefeuer sofort unterdrückt wurden. Das Artilleriefeuer hilt sich noch bis 22. in beträchtlicher Stäräe und nahm dann bis 01.07. immer mehr ab. Die Citadelle von Arras und die Fabrik in St. Nikolas wurden am 26. mit gutem Erfolg (Explosion eines Munitionslagers) durch 42 cm-Mörser beschossen.

In der Stellung wurde unter Einsatz aller Kräfte an der Instandsetzung der Gräben und Unterstände gearbeitet, die zahlreichen verschütteten Leichen ausgegraben und zurückgebracht. Am Ende des Monats war der gedeckte Verkehr hergestellt und die ganze Stellung wieder in verteidigungsfähigem Zustand. Am 25.06. ereignete sich ein schwerer Unfall bei einem Versuchsschießen mit behelfsmäßigen Minenwerfern in Fampoux.“.

Die Lage des Grabes von Peter Walch ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf demnahegelegenen Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Josef Brandl, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Christian Dannecker, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Johann Altendorfer, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Peter Walch
Rückseite des Sterbebildes von Peter Walch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.985: Pius Kern

Der Soldat Pius Kern wurde am 15.08.1888 in der bayerischen Gemeinde Kettershausen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 23.07.1916 (Regimentsgeschichte: 14.07.1916) fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Combles in der Nähe von Maurepas in Frankreich.

Die Lage des Grabes von Pius Kern ist unbekannt, jedoch vermute ich, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Johann Helmbrecht, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Andreas Erhardinger, gefallen am 24.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Gefreiter Albert Winterer, gefallen am 24.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Klemens Neukam, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Altenweger, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Kettershausen gedenkt Pius Kern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kettershausen_1809-12_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

 

Sterbebild von Pius Kern
Rückseite des Sterbebildes von Pius Kern