Der Soldat Anton Adam wurde am 12.08.1888 geboren und stammte aus Teisnach in Bayernwar von Beruf Volksschullehrer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Vizefeldwebel der Reserve und Offiziers-Aspirant. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienst-Kreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 04.03.1917 fiel er im Alter von 28 Jahren.
Der Soldat Philipp Lenz stammte aus Lissendorf, einer Gemeinde im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 10. rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 161. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 19.06.1918 fiel er im Alter von 35 Jahren im Westen
Zunächst wurde Philipp Lenz in Estrees bei Douai begraben. Später bettete man seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 23, Grab 803 um.
Sterbebild von Philipp LenzRückseite des Sterbebildes von Philipp Lenz
Der Soldat Josef Hilburger stammte aus der bayerischen Stadt Pressath und war königlicher Forstassistent in Flossenbürg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offizier-Stellvertreter in der 10. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 07.05.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren bei den frühen Kämpfen vor Verdun bei Mihiel.
Man begrub Josef Hilburger auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 512.
Sterbebild von Josef HilburgerRückseite des Sterbebildes von Josef Hilburger
Der Soldat Ludwig Haueer wurde am 19.01.1918 in Wiedemen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hopferau. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einem motorisierten Panzer-Pionier-Zug. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse und mit dem Infanterie-Sturmabzeichen ausgezeichnet. Am 17.02.1942 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Chmelcwaja an der Ostfront.
Man begrub Ludwig Hauser auf dem Soldatenfriedhof Kursk – Besedino in Russland in einem Massengrab.
Sterbebild von Ludwig HauserRückseite des Sterbebildes von Ludwig Hauser
Der Soldat Franz Xaver Hindelang wurde am 01.11.1910 in Riesen geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment der Wehrmacht. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 09.05.1942 wurde er an der Ostfront bei Kertsch während des Unternehmens Trappenjagd schwer verwundet und verstarb an dieser Verwundung am 11.05.1942 im Alter von 31 Jahren auf dem Hauptverbandplatz Kertsch bei der Sanitätskompanie 1/132 (Volksbund: Hauptverbandplatz Feodosia).
Man begrub Franz Xaver Hindelang auf dem Soldatenfriedhof Sewastopol – Gontscharnoje in der heutigen Ukraine in Block 6, Reihe 1, Grab 39.
Sterbebild von Franz Xaver HindelangRückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Hindelang
Der Soldat Willy Niggl wurde am 06.03.1920 in der Gemeinde Lechbruck am See in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einem Aertillerie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 27.10.1943 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Domamerki, in der Region Gomel (weißrussisch: Homel) im heutigen Weißrussland.
Die Lage des Grabes von Willy Niggl ist unbekannt. Es könnte sein, dass seine sterblichen Überreste, wenn sie geborgen wurden, auf dem Soldatenfriedhof Berjosa anonym in einem Massengrab begraben wurden.
Sterbebild von Willy NigglRückseite des Sterbebildes von Willy Niggl
Der Soldat Joseph Sigg wurde am 24.05.1894 in Klosterbeuren als Sohn eines Mühlbesitzers geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babenhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 24.03.1917 verstarb er im Alter von 23 Jahren nach einem Bauchschuss in einem Feldlazarett in Frankreich. Diese in der damaligen Zeit (Antibiotika war noch nicht entdeckt) meist tödliche Verletzung erhielt er während der Stellungskämpfe im Wald von Apremont und Ailly in der Nähe des Camp des Romains (Römerlager) am „Kuhkopf“.
Man begrub Joseph Sigg auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 19, Grab 110.
Sterbebild von Joseph SiggRückseite des Sterbebildes von Joseph Sigg
Der Soldat Karl Stein wurde am 30.12.1888 in der hessischen Stadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant und Kompanieführer in der 3. Kompanie des 118. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse ausgezeichnet. Am 08.09.1917 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Beaumont nahe Verdun.
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Stein berichtet die Regimentsgeschichte des 118. Infanterie-Regiments:
„Am 8. September gegen 6 Uhr vormittags steigerte sich das feindliche Feuer zum Trommelfeuer, welches besonders auf der Trichterstellung und den Stützpunkten lag. 6.25 Uhr wurde auf der ganzen Front Sperrfeuer angefordert. Der Feind schoss mit Gasgranaten und Nebelbomben. Um 6.30 Uhr erfolgte der erwartete Angriff auf Abschnitt f und östlich davon. In starken Wellen lief der Feind gegen den ganz zur Trichterstellung zerschossenen Graben an. Im Abschnitt des II. Bataillons gelang es den Franzosen, einzudringen und die sich tapfer wehrenden Besatzung auf Stützpunkt X zurückzudrängen.
Der Hauptangriff gegen das II. Bataillon kam in der linken Flanke aus der Ornes-Schlucht, wo es den Franzosen gelungen war, beim Nachbarregiment durchzubrechen, infolgedessen war der Anschluss hier verloren gegangen. Vor dem III. Bataillon war die Wucht des starken Angriffs schon im Keime erstickt worden, da die Besatzung der Trichterstellung den Feind mit Gewehrfeuer und leichtem Maschinengewehr frühzeitig fassen konnte. Teile der Stellung gerieten in Feindeshand. Beim Angriff versuchten die Franzosen durch Rufen unsere Leute zu täuschen, die 9./118 unter ihrem bewährten Führer, Leutnant der Reserve Johann Schröder, zeichnete sich besonders aus. Leutnant der Reserve Johann Schröder erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse. Beim II. Bataillon war infolge des feindlichen Beschusses durch Nebelgranaten die Sicht so behindert, dass die angreifenden Infanteriewellen erst im letzten Augenblick, wenige Schritt vor der Stellung zu sehen waren. Aus Mangel an Handgranaten konnte der Angreifer nicht wirksam genug beschossen werden und kam es daher zum Handgemenge mit dem an Zahl weit überlegenen Gegner. Leutnant Nolte der 6./118 fiel.
Um 6.45 Uhr vormittags wurden vom I. Bataillon Züge der Leib und 4./118 beiderseits des neuen Magdeburger Grabens zum Gegenstoß angesetzt.
In dem heftigen Artillerie- und flankierenden Maschinengewehr-Feuer aus Richtung Ornes-Schlucht kamen die Züge nur langsam vorwärts und unter starken Verlusten. Um dem Gegenstoß mehr Kraft zu geben, setzte Hauptmann Lüters noch die 3./118 -Kompanie-Führer Leutnant Stein – die mit 2./118 aus der Hagenstellung in die Gegend des Steinbruches herangezogen war, ein. Die Kompanie war sehr schnell gefechtsbereit und gelangte ohne große Verluste durch die Feuerglocke. Dem schneidigen Gegenstoß unter Führung des Leutnants Stein schlossen sich die Züge der Leib und 4./118 an, warfen gemeinsam den vorgebrochenen Gegner zurück und stießen bis an den nördlichen Zipfel des Fosse-Waldes vor; dort gruben sie sich ein. Die eigenen Verluste waren erheblich. 15 unverwundete Gefangene und 5 Maschinengewehre wurden eingebracht. Beim Gegenstoß fiel Leutnant Klamme 3./118; am Abend des 8. September traf nach gelungenem Gegenstoß Leutnant Stein – Kompanie-Führer 3./118 – ein Geschoss in die Stirn. Das Regiment verlor dadurch einer seiner besten und bewährtesten Offiziere.Die 3./118 verlor beim Gegenstoß 20 Tote und 55 Verwundete.“
Man überführte den Leichnam von Karl Stein in die Heimat und begrub ihn auf dem Neuen Friedhof in Gießen im Familiengrab.
Grab von Karl Stein auf dem Neuen Friedhof in Gießen
Der Soldat Adam Neufeld wurde am 18.12.1891 in Freinsheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Reserve in der 2. Kompanie des 18. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille, mit dem bayerischen Mililtärverdienstkreuz und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Ende 1914 und Mitte 1916 wurde er verwundet.
Der Soldat Peter Mathias Lauer wurde am 28.02.1892 in Saarwellingen geboren. Im Ersten Weltkrieg wurde er zum Unteroffizier befördert und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 23.08.1917 starb er nach einem Unglück im Alter von 25 Jahren im Lazarett Völklingen.
Grablage und Regimentszugehörigkeit waren nicht zu ermitteln.
Sterbebild von Peter Mathias LauerRückseite des Sterbebildes von Peter Mathias Lauer