Sonderbeitrag: Der Leutnant der Reserve Adolf Schad

Der Soldat Adolf Schad stammte aus Minden, einer Stadt im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen, und war Regierungs-Assessor. Er war Mitglied der Gießener Burschenschaft Germania. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 4. Kompanie des 115. Leib-Garde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er bei Anloy (Ortsteil der belgischen Gemeinde Libin) und Maissin (ortsteil der belgischen Gemeinde Paliseul) in Belgien.

Man begrub Adolf (Wilhelm) Schad auf dem Soldatenfriedhof Maissin-National in Grab 304.

Die Todesanzeige der Gießener Burschenschaft Germania für Adolf Schad im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.883: Karl Gillmeier

Der Soldat Karl Gillmeier stammte aus Kröhstorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 wurde er während der Frühjahrsschlacht bei La Bassée und Arras bei Neuvill schwer verwundet. Am 30.05.1915 (Reghimentsgeschichte, Volksbund und Verlustlisten: 29.05.1915) verstarb er im Alter von 24 Jahren bei Tournai an seinen Wunden.

Über den Tag seiner schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 13.05. traten keine entscheidenden Ereignisse ein. Der infanteristische Druck schien nachzulassen, die Hochspannung gelöst. Dafür wurde aber die Wut der feindlichen Artillerie mit ihrem Sperrfeuer auf alle wichtigen Kreuzungspunkte immer unerträglicher, hauptsächlich für die Gruppe am Bismarck-Haus, die mangels genügender Deckung nahezu schutzlos dem Granat- und Schrapnellhagel preisgegeben war. Auch die 4. Kompanie, die sich im Tsingtau-Weg vorgearbeitet hatte, hatte schweren Stand: der felsige Boden erschwerte das Eingraben; nur durch Sperren waren ihre beiden Flügel vom Feinde getrennt. Auch dieser arbeitete hier fleißig; wo er aber den Kopf aus dem Graben oder der Sappe streckte, wurde er abgeschossen.“

Man begrub Karl Gillmeier auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 14, Grab 892.

Seine Heimatgemeinde Köhstorf gedenkt Karl Gillmeier noch heute auf einem Denkmal http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-kroehstorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Karl Gillmeier
Rückseite des Sterbebildes von Karl Gillmeier

Sonderbeitrag: Oberleutnant Adolf Leib

Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des  418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille  aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.

Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.

Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.882: Anton Stadler

Der Soldat Anton Stadler stammte aus Kröhstorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf. Sein Vater war Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Kraftfahrer und Pionier in einer bayerischen Kraftfahrer-Kolonne. Am 23.10.1918 verstarb er im Alter von 29 Jahren im Kriegslazarett bayerische Abteilung 64 an einer Lungenentzündung.

Zunächst wurde er in Lokorent in Belgien begraben. Später bettete man seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Vladslo in Block 4, Grab 620 um.

Seine Heimatgemeinde Kröhstorf gedenkt Anton Stadler noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-dornach_wk1u2_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-kroehstorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Anton Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Anton Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.881: Josef Oelkofer

Der Soldat Josef Oelkofer wurde am 22.06.1883 geboren und stammte aus Wisselsing, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war Gastwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 18.07.1918 wurde er während der Schlacht bei Soissons bei Nanteuil sur Ourcq schwer verwundet und verstarb am 20.07.1918 im Alter von 33 Jahren an seiner Verwundung in einem Feldlazarett.

Die Lage des Grabes von Josef Oelkofer ist unbekannt.

 

Sterbebild von Josef Oelkofer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Oelkofer

Sonderbeitrag: Der Lehrer Adolf Becker

Der Soldat Adolf Becker wurde am 21.07.1884 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Oberlehrer an der Cecilienschule in Bielefeld (heute: Ceciliengymnasium Bielefeld) (Nordrhein-Westfalen). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 8. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Vítry-le-Francois. Adolf Becker wurde 30 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Adolf Becker berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Kandwehr-Infanterie-Regiments:

Strahlend geht die Sonne am 9.9. auf. Schon am frühen Morgen greift der Gegner mit Energie aus Château Raould, Château Beaucamp und den Waldstücken westlich davon an; er wird vom Regiment, das durch vier sächsische M.G. verstärkt ist, abgewiesen und geht fluchtartig zurück. Nunmehr setzt das Artilleriefeuer unter Leitung durch Flieger mit verstärkter Heftigkeit ein; wieder, wie auch am Vortage, müssen Teile von der Höhe in Deckung genommen werden. Am Nachmittag nimmt das feindliche Artilleriefeuer noch an Stärke zu; das Regiment hält in guter Disziplin aus, obwohl stärkere Verluste eintreten. Weitere Vorstöße des Gegners bleiben ohne Erfolg.

Um 3° nachm. erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt, das Vorgehen der Deutschen beginnt. Als die Sonne sinkt, ist der linke Flügel der französischen Armee bei Sumbauville umfasst; VIII. A.K. und VIII. R.K. rücken von Vitry auf St. Rémy vor; das große Tor zum deutschen Durchbruch ist geöffnet, der Sieg winkt. Aber die deutsche 4. Armee darf nicht mehr darangreifen, auch sie hat der Rückzugsbefehl erreicht.

Am Abend des 9.9. trifft für das Regiment wie auch für die Sachsen der Rückzugsbefehl ein; nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Bewegung. Das Regiment deckt die zurückgehende Artillerie; III. nimmt 10° abends eine Aufnahmestellung an Höhe 186, am Morgen gegen 5° erfolgt diese bei Zahl 129 ein. Ein Nachdrängen des Gegners erfolgt nicht. Nordöstlich Höhe 165, das am 10. abgebrochen wird, um die Vereinigung mit der eigenen Brigade zu vollziehen.

Die Lage des Grabes von Adolf Becker ist unbekannt. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem rund 50 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Connantre beigesetzt, wo man in der Regel die Gefallenen der Sterberegion von Adolf Becker begrub.

In Bielefeld gedenkt man Adolf Becker noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/bielefeld_wk1u2_nrw.htm

Die Todesanzeige für Adolf Becker im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Der Lehrer Adam Kaiser

Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.

Der Sterbeort von Adam Kaiser:

Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.

In seiner Heimatstadt Auerbach gedenkt man Adam Kaier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/auerbach_stadt-bensheim_kreis-bergstrasse_wk1_hs.html

Die Todesanzeige für den Lehrer Adam Kaiser im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.880: Josef Schmidbauer

Der Soldat Josef Schmidbauer stammte aus Schmiedorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Feldwebel in einem Reserve-Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 01.12.1917 fiel er im Alter von 33 Jahren in der Nähe von Gonnelieu bei Cambrai in Nordfrankreich.

Man begrub Josef Schmidbauer auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Schmidbauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Schmidbauer

Sonderbeitrag: Tobis Will

Der Soldat Tobis (Verlustliste: Tobias) Will stammte aus Treis an der Lumda, einem Stadtteil der hessischen Stadt Staufenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 2. Kompanie des 129. Infanterie-Regiments. Am 03.07.1916 wurde er von einem Artilleriegschoss in Hals und Brust getroffen und starb dadurch im Alter von 20 Jahren. Er wurde ein Opfer des Gefechts am Porostyn und bei Sadzawka in Galizien.

Über den Todestag und die Todesumstände von Tobis Will berichtet die Regimentsgeschichte des 129. Infanterie-Regiments:

Am 3.7., an dem die 44. I.T.D. weiter angreifen, die 215. Brig. sich dem fortschreitenden Angriff anschließen sollte, blieb es den Vormittag über ziemlich ruhig, nur berichteten die Bataillone übereinstimmend über das Eintreffen zahlreicher Befehle und Gegenbefehle. Aus Süden und Südwesten war starker Geschützlärm hörbar. Um 10,45 vorm. wurden 1. und 2. Komp. (dabei Stab I.) nach Chausseebrück Sadzawka geschickt als Reserve für Honvedrgt. 20, das eine Stellung von H.St. Sadzawka nach Süden bis zum Pruth besetzt hatte. Zugleich sollte dieses körperlich und moralisch nicht mehr voll leistungsfähige Regiment im Falle eines Angriffs aufgenommen werden. Die 3. komp. wurde zur Sperrung der Kobylnica-Schlucht abgezweigt und hatte Verbindung zu halten zwischen der 44. I.T.D. westlich und der 48. Brig. östlich der Schlucht, eine schwierige Aufgabe, die die Kompagnie unter Lt. Sakowski gut löste.

Etwa 12⁰⁰ mittags wurde die Fortsetzung des Angriffs erneut befohlen.
Dabei sollte vom Regiment aus seiner genau südlich gerichteten Front nach Osten angetreten werden, im Anschluß an den rechten Nachbarn, nach dem sich das Vorgehen zu richten hatte. Das Regiment erfüllte diesen ungemein schweren taktischen Auftrag derart, daß es das bisher in 2. Linie befindliche II. Bataillon als vorderstes Bataillon bestimmte und sich mit Front nach Osten, linker Flügel bei Höhe Posovrin, Frontbreite 500 m, aufstellen ließ. Das I. Btl., das nach dem früheren Angriffs­befehl wieder zum Regiment in Marsch gesetzt sein sollte, hatte sich nördlich der Höhe zusammenzuziehen und dem II. als Brigade-Reserve zu folgen, dann erst das III. sich bei der Höhe als Gruppenreserve zu sammeln.

Zur Durchführung des Angriffs kam es nicht. Die rechts befindlichen Abschnitte. Verbände kamen nicht vorwärts. Unser II. Btl. ging, alle 4 Kom- pagnien eingesetzt, den Feind dicht vor der Front, nur ein kurzes Stück vor und blieb bis abends auf dem Osthang des Poroflyn. Vor allem aber hatte sich die Lage auf dem Nordufer des Pruth gefährlich gestaltet. Hier war gegen abend der Russe allmählich gegen das Honvedregt. nordl. und weiter nördl. vorgegangen. Gegen 6⁰⁰ setzte starkes Artilleriefeuer ein. Kurz vor 8⁰⁰ abds. wurde ein russ. Angriff gemeldet und auch erkannt, darauf zu- nächst ein Zug der 1. Komp. südl., einer der 2. nördl. der Straße als „Koreffstützunge“ für die noch haltenden Honveds eingesetzt, als diese aber zurückfluteten auch der Rest beider Kompagnien zum Gegenangriff in Richtung Kirche von Sabaznoka vorgeworfen. Ihr Stoß kam gerade rechtzeitig; dichte russ. Linien kommen von Osten heran, werden beschossen, zu- rückgeworfen, ergeben sich zum großen Teil; zweite, dritte Linien folgen, in den durch Honveds nicht mehr befestigten Flanken kommen ebenfalls feind- liche Abteilungen vor. Da die Honveds- und Russenmützen einander ähneln, sprachlich eine Verständigung nicht möglich ist, ist jedes Ordnen und Erkennen in dem inzwischen hereingebrochenen Dunkelbeld ausgeschlossen; ein wildes, ungeregeltes Nachtgefecht entbrennt; das Gelände ist überaus schwierig und unübersichtlich; die beiden deutschen Kompagnien, weit aus- einandergerissen, allerseits angegriffen, stecken in einem Hexenkessel; der Führer der 1. wird verwundet; Mann gegen Mann oder in kleinen Trupps wehrt sich jeder so gut er kann; ein Teil fängt an nachzugeben. Da, ge- rade rechtszeitig, bringen zwei eben herangekommene Züge der 4. Komp. mit ihrem linken Flügel längs der Straße vorgehend, eine gewisse Entlastung; aber doch nur vorübergehend. Im Häuserkampf und in der Dunkelheit vielfach umgangen, stark überlegenen Feind teilweise schon im Rücken, muß die kleine deutsche Truppe zurück. Der Bataillonskommandeur, Major Zachariae, hält auf, was kommt und läßt eine Linie vom Pruthufer zum Kirchhof (am Ostausgang des Orts an der Straße) besetzen.

Der Russe, der auch sein Teil hat, drängt diese kurze Strecke nicht nach und so gelingt es, die genannte Stellung mit einer leidlich zusammenhängenden Linie durcheinandergewürfelter Leute, Deutschen und einzelnen Honveds, zu besetzen. Nördlich der Straße übernimmt Oblt. d. R. Hensel, südlich R. d. R. Müller den Befehl. Um 11°° abds. trifft das k. u. k. Jäg. Btl. 18 ein, von dem alsbald 2 2/3 Kompagnien zur Verstärkung der Linie und Verlängerung der Flügel eingesetzt werden. Um 11.30 abds. wird durch den Zug Almers der 4. komp. die Linie bis zur Bahn ausgedehnt und abgeschlossen.

Die Lage des Grabes von Tobis Will ist unbekannt.

Die Todesanzeige für Tobis Will im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.879: Johann Nepomuk Buchleitner

Der Soldat Johann Nepomuk Buchleitner wurde am 07.01.1889 in der bayerischen Gemeinde Girching als Sohn eines Metzgermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Auszeichnung für 9jährigen Militärdienst ausgezeichnet. Am 14.11.1918 verstarb er nachdem er bei einem Unfall schwer verwundet worden war im Alter von 29 Jahren. Er hatte 52 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Johann Nepomuk Neumann auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Nepomuk Buchleitner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Nepomuk Buchleitner