Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.260: Engelbert Seehuber

Der Soldat Engelbert Seehuber stammte aus Oberwössen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterwössen, und war Kleinbauer in Rettenbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Traunstein. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 14. bayerischen Armierungs-Bataillons. Am 13.08.1918 fiel er nach einem Jahr und 8 Monaten Kriegsdienst im Alter von 39 Jahren bei Coneevreux durch einen Granatsplitter (Lungensteckschuss).

Man begrub Engelbert Seehuber auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 4, Grab 835.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Oberwössen Engelbert Seehuber auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/unterwoessen-oberwoessen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Engelbert Seehuber
Rückseite des Sterbebildes von Engelbert Seehuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.259: Philipp Lenz

Der Soldat Philipp Lenz stammte aus Lissendorf, einer Gemeinde im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 10. rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 161. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 19.06.1918 fiel er im Alter von 35 Jahren im Westen

Zunächst wurde Philipp Lenz in Estrees bei Douai begraben. Später bettete man seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 23, Grab 803 um.

Sterbebild von Philipp Lenz
Rückseite des Sterbebildes von Philipp Lenz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.258: Anton Schindler

Der Soldat Anton Schindler wurde am 04.04.1893 in Bernlohe geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Brand. Im Ersten Weltkrieg diente er im 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 30.07.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren während der beweglichen Abwehrschlacht zwischen Marne und Vesle bei Aubilly und Saint-Euphraise-et-Clairizet. Der auf dem Sterbebild angegebene Ort Prauvilly ist nicht vermutlich Aubilly. Damals wurden französische Worte so geschrieben, wie man sie verstand.

Man begrub Anton Schindler auf dem Soldatenfriedhof Loivre in Block 2, Grab 921.

Sterbebild von Anton Schindler
Rückseite des Sterbebildes von Anton Schindler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.257: Josef Hilburger

Der Soldat Josef Hilburger stammte aus der bayerischen Stadt Pressath und war königlicher Forstassistent in Flossenbürg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Offizier-Stellvertreter in der 10. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 07.05.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren bei den frühen Kämpfen vor Verdun bei Mihiel.

Man begrub Josef Hilburger auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 512.

Sterbebild von Josef Hilburger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Hilburger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.256: Josef Weiß

Der Soldat Josef Weiß wurde am 01.09.1896 in der bayerischen Gemeinde Benningen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in einer bayerischen Fuhrpark-Kolonne. Am 19.06.1917 verstarb er im Alter von 20 Jahren nach schwerer Verletzung durch einen Unfall in einem Feldlazarett.

Die Lage des Grabes von Josef Weiß ist unbekannt und konnte nicht von mir recherchiert werden.

Seine Heimatgemeinde Benningen gedenkt Josef Weiß noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/benningen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Weiß
Rückseite des Sterbebildes von Josef Weiß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.254: Lorenz Graisel

Der Soldat Lorenz Graisel wurde am 13.12.1892 in Echerschwang (Schreibfehler auf Sterbebild), einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren, geboren und war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg wurde er zunächst zur Ausbildung zum 1. bayerischen Infanterie-Regiment einberufen. Am 12.05.1915 wurde er zum 19. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment abkommandiert, um im Krieg eingesetzt zu werden. Am 11.08.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren.

Offiziell ist für Lorenz Graisel keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach oder Hohrod begraben wurde, wobei ich eher an Hohrod denke.

Sterbebild von Lorenz Graisel
Foto von Lorenz Graisel

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.253: Xaver Erhart -> eigentlich Erhard

Der Soldat Xaver Erhard (auf Sterbebild falsch geschrieben!) wurde in Kinsau in Bayern geboren und lebte als Tagelöhner in Bernbeuren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 30.03.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei einer Minensprengung bei Dompierre-Becquincourt in Nordfrankreich.

Zu den Todesumständen von Xaver Erhard gibt die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Infanterie-Regiments einen interessanten Bericht:

„Seine besondere Eigenart bekam der Stellungskrieg vor Dompierre aber durch eine andere, viel unheimlichere Kampfart als alles Schießen es sein konnte, durch das Minieren.

Schon Ende Oktober 1914 glaubten unsere Grabenbesatzungen Anzeichen wahrzunehmen, dass der Gegner sich in unterirdischen Gängen an unsere Gräben heranarbeite. Im Dezember war diese Nachricht zur Gewissheit geworden und es mussten schleunigst Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um die französischen Sappeure abzuweisen. Nichts anderes konnte helfen, als Anlage von eigenen Minenstollen an den gefährdeten Plätzen. So wurden denn in den Abschnitten b und c gegenüber dem sogenannten „Birkenwäldchen“, in dem der Gegner Miniergut in großen Mengen ausschüttete, eine Anzahl von Stollen angelegt. War das zunächst auch in der Hauptsache Aufgabe der Pioniere, so wurde das Minieren doch bald durch den Umfang, den es annahm und wegen der deshalb notwendigen Abstellung von Arbeitskräften aus dem Regiment ebensosehr eine Aufgabe der Infanterie.

Ein Vorstß, der am 08.12.1914 vom III. Bataillon gegen das „Birkenwäldchen“ unternommen wurde, um die dortige Minieranlagen des Gegners zu zerstören, hatte keinen Erfolg, weil das notwendige Zusammenwirken zwischen Infanterie und Artillerie nicht zustande kam. So wurde dort das Minieren auf beiden Seiten fortgesetzt. Ganz überraschend für uns erfolgten dann am 19. und 20.01.1915 zwei große feindliche Sprenungen an einer anderen Stelle, nämlich am Nordwesteck von Dompierre, wo damals der linke Flügel des Regiments war. Beide Sprengungen, durch die zwei große Trichter dicht vor unserer Stellung entstanden, verursachten glücklicherweise keine Verluste, aber von da ab kostete diese unterirdische Wühlarbeit einer Menge von unerschrockenen Kämpfern das Leben. Den Franzosen freilich ist es dabei gewiss nicht besser ergangen. Am Nordwesteck von Dompierre, wo darauf auch unsererseits eine Anzahl von Stollen angelegt wurde, nahm diese Kampfart bald die schärfsten Formen an. Eine Sprengung folgte dort auf die andere und, da sich dort dauernd auch Artillerie und Minenwerfer an der Zerstörung beteiligten, so sprach man mit Recht im Regiment von dieser Stelle als dem „scharfen Eck“.

Eine neue, für uns recht verlustreiche Überraschung glückte den Franzosen durch eine große Sprenung am 23.03.1915 in der sogenannten Friedhofsstellung von Dompierre. Auch hier wurden von uns erst nachträglich die Abwehrstollen begonnen.

Da gleichzeitig auch in der Kiesgrubenstellung, also am rechten Flügel des Regiments, das Minieren hüben und drüben in vollem Gange war, so spielte diese Kampfart mit ihren Begleiterscheinungen tatsächlich die wichtigste Rolle in der beiderseitigen Gefechtstätigkeit. Von Ende März 1915 ab bemühten sich beide Parteien angestrengt, sich im Minieren zuvorzukommen und seit April gab es fast keinen Tag mehr, an dem nicht an irgend einer Stelle gesprengt wurde. Die wunderlichsten Erscheinungen nahm dieser Minenkampf an. Mit feinen Apparaten (Mikrophone) suchte man feindliche Miniergeräusche zu erlauschen oder man täuschte dem Gegner mit eingebauten Klopfapparaten eigene Arbeiten vor. Nicht selten geschah es, dass unsere Mineure auf Stollen des Feindes stießen, mit den dort arbeitenden Franzosen in Kampf gerieten und einige töteten oder gefangen nahmen. Ebenso war es bald nichts Ungewöhnliches, wenn unsere Pioniere eine feindliche Sprengladung vorfanden und wegnahmen oder wenn bei einer eigenen Sprengung ein feindlicher Minenherd mit in die Luft flog.“

Man begrub Xaver Erhard auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Sterbebild von Xaver Erhart
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Erhart

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.252: Rupert Hipp

Der Soldat Rupert Hipp wurde am 22.02.1880 in Linden, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wildsteig, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Schlacht an der Somme bau Maurepas.

Über den Todestag und die Todesumstände von Rupert Hipp schreibt die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Im Laufe des 25.08.1916 machte sich der Einsatz von Gardetruppen fühlbar, die in glänzender Verfassung das Schlachtfeld betraten, auf dem unser Regiment, zerschossen und zermürbt, 13 Tage und Nächte schon lag, mit starken Verlusten und Kompaniestärken zuletzt von durchschnittlich 40 Gewehren; es hatte unter den schwersten Verhältnissen seine letzte Kraft hergegeben.

In den Vormittagsstunden rückte die 9. und 10. des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 zur Verstärkung unseres I. Bataillons in die Le Forest-Stellung, deren Halten laut Brigadebefehl die Hauptaufgabe des Tages war und die außerdem noch mit der 11. Kompanie besetzt blieb, während 9. und 12. im rechten Nebenabschnitt lagen. Hier bestand Anschluss mit Reserve-Infanterie-Regiment 7, nach links nur Augenverbindung mit dem vorwärts gestaffelten Nebenabschnitt der 1. Garde-Division. Mit Ausnahme der 3. Kompanie konnte I./R. 12 gegen Abend in die R 1-Stellung abrücken, wo auch die Reste von II./R. 12 lagen.

Durch die Ereignisse der Nacht vorher, den Einsatz der Garde, der sich am hellen Tag vollzog, und die Ablösung wurde die Vermischung der Verbände unvermeidlich. Rechnet man hinzu noch die nächtlichen Verpflegungs- und Munitionstrupps, die sich mit den taktischen Verbänden auf dem Vor- und Rückmarsch kreuzten, die feindliche Feuerwirkung, so ist es verständlich, dass die II. Stellung nicht so lückenlos besetzt war, die Kompanien in sich nicht so geordnet und geschlossen, wie es die ständige Gefechtsbereitschaft bei der Nähe des Feindes erfordert hätte. Doch dieser war zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Im Laufe des 25. wurde dem Regiment das II. Bataillon der Elisabether unterstellt und tagsüber in der R 1-Stellung, 8. Kompanie in Rancourt, untergebracht. Es erhielt gegen 9 Uhr abends den befehl, mit 3 Kompanien eine neue Linie rechterr Flügel an Straße Le Forest – Maurepas, linker am Hohlweg südöstlich Maurepas etwa 600 Meter vor der II. Stellung anzulegen, die 8. Kompanie eine Riegelstellung im Anschluss an den rechten Flügel des links vorwärts liegenden 4. Garde-Regiments zu Fuß. Es wurde Mitternacht, als die Elisabether hierzu abrückten. Der unermüdliche Führer des II. Bataillons, Hauptmann Schäfer stellte sich persönlich für das zweckmäßige Vorführen und die Einweisung der Garde an Ort und Stelle zur Verfügung, die gegen 4 Uhr vormittags kampflos den befohlenen Abschnitt erreichte und sich eingrub.“

Offiziell ist die Lage des Grabes von Rupert Hipp unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab begraben wurde, wo auch seine Kameraden aus der 11. Kompanie beigesetzt wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Infanterist Georg Limbacher, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Friedrich Kaiser, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Bachmeier, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Konrad Georg Danner, gefallen am 25.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Rupert Hipp
Rückseite des Sterbebildes von Rupert Hipp

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.251: Laurenz Zimmermann

Der Soldat Laurenz Zimmermann wurde am 08.03.1880 in Odesheim geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 7. Garde-Grenadier-Regiments. Laut Sterbebild fiel er am 16.12.1916 im Alter von 36 Jahren bei den Gefechten an der Somme im Westen. Laut Ehrentafel seines Regimentes fiel er am 16.08.1916 bei Louvemont. Ich halte die Angaben der Ehrentafel für zuverlässiger, u. a. weil am 16.12. kein weiterer Soldat seines Kompanie fiel, am 16.08.1916 jedoch sechs weitere Kameraden der 8. Kompanie.

Offiziell ist die Lage Grabes von Laurenz Zimmermann unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Bad Münstereifel gedenkt Laurenz Zimmermann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/mutscheid_stadt-bad-muenstereifel_kreis-euskirchen_70-71_wk1_wk2_nrw.html

Sterbebild von Laurenz Zimmermann
Rückseite des Sterbebildes von Laurenz Zimmermann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.249: August Wiesheu

Der Soldat August Wiesheu stammte aus der bayerischen Stadt Bad Tölz und war Schneidergehilfe. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.06.1916 starb er im Alter von 27 Jahren nach schwerer Verwundung durch Granatsplitterverletzungen wärend der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen um die Wabengräben im Thiaumontwald und um die Thiaumont Ferme.

Man begrub August Wiesheu auf dem Soaldtenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Block 3, Grab 114.

Sterbebild von August Wiesheu
Rückseite des Sterbebildes von August Wiesheu