Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.610: Eduard Geißl

Der Soldat Eduard Geißl stammte aus Perbing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Eduard Geißl berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Rserve-Infanterie-Regiments:

„Arrasschlacht

09.05.1915 Am 09.05. begann um 6 Uhr vormittags die Beschießung von Fampoux, die sich gegen 8 Uhr vormittags beträchtlich steigerte. Da auch andere Unterkünfte beschossen wurden und bedrohliche Nachrichten einliefen, wurde das Regiment alarmiert und die Regiments-Befehlsstelle am Bahndamm besetzt. In Stellung befanden sich am rechten Flügel: 6., 7., 8., 5. Kompanie. Zur Verstärkung wurden im Lauf des Vormittags in die 2. Linie vorgeschoben: 9. hinter 6., 11. hinter 7., hinter 8. und 5. die 10. und 12. Kompanie.

Um 11 Uhr vormittags nahm die Stärke des feindlichen Feuers immer mehr zu, auch Sperrfeuer setzte gegen den Bahndamm ein. Durch ein Volltreffer wurden hier 2 Offiziere und 18 Mann getötet. Das I. Bataillon wurde am Bahndamm Reihenfolge 4., 2., 3., 1. Kompanie bereitgestellt. Von 12 Uhr Mittag ab steigerte sich das Feuer zu größter Heftigkeit. Um 2.45 Uhr nachmittags begann der Angriff in 2 Wellen, der sich gegen die Freifeldstellung des Regiments richtete. Der Angriff wurde abgeschlagen, 200 tote Franzosen lagen vor der Stellung. Ungefähr 40 Franzosen, die sich in einer Sappe am rechten Flügel festgesetzt hatten, wurden durch die 6. Kompanie vertrieben und 16 Mann gefangen genommen. Um 3.05 nachmittags war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. Das Artilleriefeuer lebte später in großer Stärke auf, so dass ein Angriff vermutet werden konnte, der aber nicht erfolgte. Erst um 7 Uhr abends trat einige Ruhe ein. Insgesamt wurden 44 Gefangene gemacht.“

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Die Lage des Grabes von Eduard Geißl ist offiziell unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass man ihn, wenn sein Leichnam geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begrub, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier Bernhard Faber, gefallen am 09.05.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Karl Bornemann, gefallen am 09.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 520;
  • Wehrmann Ludwig Blank, gefallen am 09.05.1915 bei Saint-Laurent, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Gefreiter Stephan Ortmeier, gefallen am 09.05.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Eduard Geißl
Rückseite des Sterbebildes von Eduard Geißl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.605: Carl Hauner

Der Soldat Carl Hauner wurde am 06.09.1885 geboren und lebte in der bayerischen Gemeinde Schnaitsee. Er arbeitete als Magistratsassistent in München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier und Offoziers-Aspirant in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.09.1918 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 33 Jahren an der Westfront bei Carvin und Mons en Pévèle während der Stellungskämpfe im Artois und der Kämpfe an der Front ArmentièresLens durch einen Minentreffer.

Über den Todestag und die Todesumständer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„24.09. 5 Uhr vormittags dringt Gegner in die linke Hälfte des Postengrabens; restlose Säuberung durch Stoßpatrouillen des I. Bataillons gelingt nicht; Gefangene wurden eingebracht; der Führer der 3. Kompanie, Leutnant der Reserve Gleixner, fiel.“

Man begrub Carl Hauner auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 5, Grab 227.

Sterbebild von Carl Hauner
Rückseite des Sterbebildes von Carl Hauner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.604: Franz Mühlbacher

Der Soldat Franz Mühlbacher stammte aus Maging und war der Sohn eines Landwirts (Reichwimmerbauser). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.06.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Vogesenkämpfe in Frankreich am Hilsenfirst.

Die Lage des Grabes von Franz Mühlbacher ist offiziell unbekannt. Ich bin mir aufgrund der Lages seines Sterbeortes und der mir bekannten Örtlichkeiten sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach begraben wurde.

Sterbebild von Franz Mühlbacher
Rückseite des Sterbebildes von Franz Mühlbacher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.591: Werner Koch

Werner Koch war der Bruder von Charlotte Koch und Justus Koch, deren Schicksal ich gestern und vorgestern vorstellt habe. Er wurde am 31.10.1894 in Ottenstein geboren. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig und diente als Kriegsfreiwilliger in der 5. Kompanie des 166. Infanterie-Regiment. Am 31.10.1914 fiel er wie sein Bruder Justus im Alter von 24 Jahren bei Lihons an der Somme.

Die Lage des Grabes von Werner Koch ist unbekannt. Für keinen seiner gefallenen Kameraden seines Regimentes konnte ich eine Grablage ermitteln. Wenn seine Gebeine irgendwann geborgen wurden, waren sie wahrscheinlich nicht mehr zu identifizieren. Es könnte daher anonym auf dem rund 4 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt worden sein.

Seine Heimatgemeinde Braunschweig Völkenrode gedenkt Werner Koch noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/braunschweig-voelkenrode_wk1_wk2_ns.html

Sterbebild von Charlotte, Justus und Werner Koch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.590: Justus Koch

Justus Koch war der Bruder von Charlotte Koch, deren Schicksal ich gestern vorstellt. Er wurde am 28.09.1890 in Ottenstein geboren. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig und diente als Kriegsfreiwilliger in der 5. Kompanie des 166. Infanterie-Regiment. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Lihons an der Somme.

Die Lage des Grabes von Justus Koch ist unbekannt. Für keinen seiner gefallenen Kameraden seines Regimentes konnte ich eine Grablage ermitteln. Wenn seine Gebeine irgendwann geborgen wurden, waren sie wahrscheinlich nicht mehr zu identifizieren. Es könnte daher anonym auf dem rund 4 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt worden sein.

Seine Heimatgemeinde Braunschweig Völkenrode gedenkt Werner Koch noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/braunschweig-voelkenrode_wk1_wk2_ns.html

Sterbebild von Charlotte, Justus und Werner Koch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.588: Georg Weidinger

Der Soldat Georg Weidinger stammte aus Ramerding, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kirchdorf am Inn, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.03.1918 fiel er während der Großen Schlacht in Frankreich im Alter von 20 Jahren bei Jussy durch Verschüttung.

Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Weidinger berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 23.3. ging es noch vorwärts bis zum Bois l‘ Abbé; dabei fiel Leutnant Dietl, der tapfere Führer der 8. Kompanie. In der Nacht fühlten die vordersten Patrouillen bis an das Bois de Genlis heran. Ihre Erkundung brachte die Gewissheit, dass die Engländer auf ihrem Rückzug durch Franzosen aufgenommen wurden. Französische Maschinengewehr-Nester waren in raffinierter Werise am Boden und auf den Bäumen zum Bestreichen der Wege und Schneisen aufgestellt.“

Man begrub Georg Weidinger auf dem Soldatenfriedhof St.-Quentin in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Weidinger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Weidinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.586: Philipp Mader

Der Soldat Philipp Mader stammte aus Preming, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tittling. Er kämpfte als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.10.1916 fiel er im Alter von 40 Jahren während der Kämpfe in den mittleren Vogesen östlich Saint-Dié-des-Vosges (deutsch: Sankt Diedold) bei Lusse durch einen Minentreffer..

Man begrub Philipp Mader auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 485.

Sterbebild von Philipp Mader
Rückseite des Sterbebildes von Philipp Mader

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.585: Michael Kraus

Der Soldat Michael Kraus wurde am 27.12.1893 in Haag in Bayern geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ursensollen. Er arbeitete als Bäcker in München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 03.12.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Saint-Mihiel in der Nähe von Verdun. Die Stellungen, bei denen er getötet wurde, lagen bei  Chauvoncourt und Menonville.

Lage des Todesortes:

Man begrub Michael Kraus auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 178.

Sterbebild von Michael Kraus
Rückseite des Sterbebildes von Michael Kraus

Sonderbeitrag: Oberleutnant Karl Pichler

Der Soldat Karl Pichler stammte aus der Gemeinde Adelberg im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Oberleutnant in der 12. Kompanie des 413. Infanterie-Regiments. Er starb am 16.06.1918 infolge schwerer Verwundung während der Schlacht bei Noyon am 13.06.1918.

Über die Todesumstände von Karl Bichler berichtet die Regimentsgeschichte des 413. Infanterie-Regiments:

„… Wir trennten uns daher, aber kaum war ich etwa 100 Meter durch das Sumpfgelände gegangen, als eine einzelne schwere Granate in der Nähe einschlug. Ich sagte mir sofort, dass der Einschlag in der Nähe der Mühle auf der Straße erfolgt sein musste, als ich gleich darauf meinen Namen von Leutnant Wendler rufen hörte. Nichts Gutes ahnend, begab ich mich wieder auf die Straße, auf der mir Leutnant Wendler mit blutüberströmter Hand entgegenkam und mir zurief, dass Oberleutnant Pichler verwundet an der Straßenböschung liege. Nachdem Leutnant Wendler notdürftig verbunden war, bemühten wir uns um Oberleutnant Pichler, der keine sichtbare Verwundung hatte, aber über Schmerzen im Bauch klagte. Als wir die Ursache feststellen wollten, entdeckten wir unterhalb der Magengegend eine ganz kleine Wunde, die nur ein paar Tropfen Blut abgegeben hatte. Es war also eine der gefürchteten und gefährlichen Bauchverletzungen. Nun hieß es den Verwundeten rasch wegschaffen, aber wie? Zum guten Glück entdeckten wir in einigen hundert Metern Entfernung an einem einzelstehenden Bauernhaus die Rotkreuzflagge, es war eine Verwundetensammelstelle. Krankenträger brachten unsern Kameraden Pichler dann sofort zu dieser Sammelstelle; wir veranlassten noch, dass er schnellstens abgeholt wurde und tatsächlich kam auch nach kurzer Zeit ein Sanitätsauto, mit dem er in das Feldlazarett nach Lassigny gebracht und einer sofortigen Operation unterzogen wurde. Trotz dieser raschen ärztlichen Hilfe – von der Verwundung bis zur Operation vergingen kaum zwei Stunden – war das Leben dieses lieben Kameraden nicht mehr zu retten; am 16. Juni starb er den Heldentod.“

Man begrub Karl Pichler auf dem Soldatenfriedhof Nampcel in Block 2, Grab 532.

Oberleutnant Pichler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.581: Johann Baptist Wimmer

Der Soldat Johann Baptist Wimmer stammte aus der bayerischen Stadt Neuötting und war katholischer Theologe. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger in der 1. bayerischn Sanitäts-Kompanie im 1. bayerischen Armee-Korps. Am 25.05.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen um die Wabengräben im Thiaumont-Wald und um die Thiaumont-Ferme.

Man begrub Johann Baptist (Anton) Wimmer auf dem Soldatenfriedhof Ville-devant-Chaumont in Block 1, Grab 199.

[Weitere Gefallene bei Thiaumont]

Sterbebild von Johann Baptist Wimmer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Wimmer