Der Soldat Alois Schmidhuber stammte aus Simmel in Siboling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kienberg. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einer Baukompanie der Wehrmacht. Am 04.04.1943 fiel er im Alter von 37 Jahren bei Przemyśl in Polen an der Ostfront.
Man begrub Alois Schmidhuber auf einem Soldatenfriedhof bei Przemyśl.
Sterbebild von Alois SchmidhuberRückseite des Sterbebildes von Alois Schmidhuber
Der Soldat Rupert Zauner stammte aus See, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wallersdorf, und war ein der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 19. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 16.05.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren in Frankreich an der Somme durch einen Brustschuss.
Man begrub Rupert Zauner auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 4, Grab 653.
siehe Bruder Joseph Zauner
Sterbebild von Rupert ZaunerRückseite des Sterbebildes von Rupert Zauner
Der Soldat Franz Mayr wurde am 27.10.1886 in Arfling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, als Sohn eines Landwirts (Lorisohn) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 10.11.1916 verstarb er, nachdem er während der Stellungskämpfe im Artois bei Givenchy-en-Gohelle schwer verwundet worden war, im Alter von 30 Jahren im Marienhospital Essen.
Über die Umstände seiner Verwundung und seiner letzten Lebenstage berichtet die Regimentsgeschichte des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Der lehmige Boden hatte zwar ermöglicht, die Gräben tief einzuschneiden und auch minierte Unterstände anzulegen; aber durch die ständige Minenbeschießung war die Standfestigkeit des Bodens sehr gelockert worden, er bröckelte ständig ab und bildete mit dem bei nassem Wetter in den Gräben nicht versickernde Wasser eine zähe, breiige Masse, in der man namentlich in den Regentagen Anfangs November bis über die Knie versank. Schon die Bodenverhältnisse allein erforderten angestrengte Arbeit, um die Stellung verteidigungsfähig zu erhalten; erst als im Januar eine längere Frostperiode eintrat, besserte sich die Stellung in dieser Richtung. Zahlreiche Sprengtrichter von zum Teil beträchtlicher Tiefe und hoch sich über das Umgelände erhebenden Rändern (Idatrichter!), die sich auf dem Höhenrücken zwischen den im Regimentsabschnitt auf nächste Entfernung einander gegenüberliegenden beiderseitigen Stellungen befanden, mahnten im Verein mit den Wahrnehmungen unserer Mineure über die unterirdische Weiterarbeit des Feindes an die dauernde Gefahr, durch eine Sprengung verschüttet zu werden. Während der ganzen Besetzungsdauer währte der beiderseitige Minenkampf an, in dem man sich gegenseitig durch Quetschminen die vorgetriebenen Minengänge einzudrücken suchte. Eine größere Sprengung nahm der Feind am 27.11. am linken Flügel von D3 vor, wobei er durch Auswerfen eines 40 – 60 Meter breiten und 15 Meter tiefen Trichters unsere Stellung auf eine große Strecke verschüttete und uns einen Verlust von 20 Toten – darunter Leutnant Katzenstein, Kompanieführer der 7. Kompanie -, 25 Verwundeten und einem Vermissten zufügte. Der unmittelbar an die Sprengung in 300 Meter Breite anschließende feindliche Angriff wurde abgewiesen. Auch Erkrankungen durch die manchmal erst geraume Zeit nach der Sprengung in die minierten Unterstände eingedrungenen Gase kamen vor. Die den Stellungen zunächst liegenden Trichterränder wurden beiderseits durch Gräben mit den Stellungen verbunden und mit Beobachtungsposten und Maschinengewehren besetzt und bildeten häufig das Ziel für nächtliche Patrouillenunternehmungen.“
Der Soldat Josef Nützl wurde am 04.04.1897 Eschlbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schönberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Man zeichnete Josef Nützl mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus. Er geriet in französische Kriegsgefangenschaft und erkrankte an Typhus. Am 16.02.1919 verstarb er im Alter von 22 Jahren in einem Lazarett in Saint-Dizier (Département Haute-Marne) an dieser schweren Krankheit.
Die Lage des Grabes von Josef Nützl ist unbekannt, ich weiß jedoch, dass viele Soldatengräber dieser Region nach dem Krieg auf dem Soldatenfriedhof Connantre zusammengelegt wurden – beispielsweise wurde auch mein Großonkel Johann Steil dorthin überführt und in einem Massengrab beigesetzt – zunächst anonym.
Sterbebild von Josef MützlRückseite des Sterbebildes von Josef Mützl
Der Soldat Sebastian Mayr wurde am 19.12.1891 in Altenham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war Landwirt (Huber-Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.04.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe im Oberelsass. Sein Bataillon wurde vom 03.04.1918 an der 26. württembergischen Landwehr-Division zugeteilt und marschierte nach Ungersheim, Feldkirch und Bunzenheim beordert. Seit dieser Zeit gilt Sebastian Mayr als vermisst. Sein Sterbeort und seine Grablage war nicht zu recherchieren.
Es könnte gut sein, dass Sebastian Mayr auf dem rund 13 Kilometer entfernt von seinem letzten Aufenthaltsort gelegenen Soldatenfriedhof Cernay als unbekannter Soldat begraben wurde.
Sterbebild von Sebastian MayrRückseite des Sterbebildes von Sebastian Mayr
Der Soldat Josef Winkler stammte aus Narnberg, eineem Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war der Sohn eines Landwirts. 6. bayerisches Reserve-Feldartillerie-Regiment, 8. Batterie Gefreiter 22.09.1916 44 2. Reserve-Lazarett Dresden – Neustadt
Sterbebild von Josef WinklerRückseite des Sterbebildes von Josef Winkler
Der Soldat Martin Grötzinger stammte aus Johannesbrunn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war Tagelöhner. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.04.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren in Nordfrankreich durch Granatschuss.
Die Lage des Grabes von Martin Grötzinger ist unbekannt. Ich konnte leider auch keine Vermutung herausarbeiten.
Der Soldat Carl Friedrich Lucas von Tauentzien wurde am 01.04.1844 in Balkow geboren. Im Deutsch-Französischen-Krieg kämpfte er als Seconde-Leutnant im 2. brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 12. Am 29.08.1870 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Charny-sur-Meuse.
Man begrub Carl Friedrich Lucas von Tauenzien auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 1.
Auf seiner Grabplatte ließen seine Eltern den Spruch Gedenkplatte der Eltern „Dulce et decorum est pro patria mori“ eingravieren.
Das Grab von von Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen und Carl Friedrich Lucas von Tauentzien
Der Soldat Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen wurde am 08.03.1841 in Berlin, der Haupstatdt des Königreichs Preußen, geboren. Im Deutsch-Französischen-Krieg kämpfte er als Premier-Leutnant im 2. brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 12. Am 29.08.1870 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Charny-sur-Meuse.
Man begrub Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 1.
Das Grab von von Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen und Carl Friedrich Lucas von Tauentzien