Der Gefreite Josef Manzinger stammte aus Seppenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee Manzingersohn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.11.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Lesbœufs während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Josef Manzinger auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef ManzingerRückseite des Sterbebildes von Josef Manzinger
Der Unteroffizier Georg Knappich wurde am 22.01.1880 im bayerischen Pähl geboren und war königlicher Postbote in Bernbeuern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 26. bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, der Landwehrdienstauszeichnung und mit der China-Denkmünze ausgezeichnet. Am 07.01.1917 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Botesti in Rumänien.
Über den Todestag von Georg Knappich berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:
„b) Wegnahme des Milcovulabschnittes 07.01.1917
Der ursprünglich für 06.01.1917 befohlene Angriff unterblieb, er wurde für 07.01.1917 endgültig angeordnet. Das Regiment stand an diesem Tage mit II. Bataillon rechts, I. Bataillon links, beide Bataillone in sich tief gegliedert zum Angriff bereit. Das Regiment hatte zunächst den Auftrag, durch starkes Feuer aus MG und Minenwerfer den Feind frontal zu fesseln, während das 27. Infanterie-Regiment links von uns das Milcovultal überschreiten und die feindliche Stellung nach rechts aufrollen sollte. Entsprechend dem Vorwärtsschreiten des Angriffs beim 27. Infanterie-Regiment sollte das Regiment zeitgerecht zum Angriff antreten. Nach halbstündigem Artillerie-Feuer begann 7.30 Uhr vormittags der Angriff. Um 8.30 Uhr vormittags erhielt das Regiment die Meldung, dass 27. Infanterie-Regiment die vorderste feindliche Linie genommen habe. Nunmehr beabsichtige der Regiments-Kommandeur mit dem linken Flügel-Bataillon (I./26.) die ostwärts Kirche von Botesti zu gewinnen und von dort aus mit starken Teilen von rechts her die feindliche Stellung vor der Front des Regiments aufzurollen.
Um 8.45 Uhr vormittags trat das I. Bataillon zum Angriff auf Botesti an, die dadurch entstehende Lücke wurde durch Postierungen ausgefüllt.
Um 10 Uhr vormittags erhielt das II. Bataillon den Befehl, nunmehr in losen Schützenlinien auf Pintecesti-Ost vorzugehen. Die vorgehenden Schützen erhielten jedoch aus der unerschütterten Feindstellung überaus starkes Infanterie- und MG-Feuer und wurden zu Boden gezwungen.
Pinteccesti West selbst lag dauernd unter starkem feindlichen Artillerie-Feuer. Um 01.30 Uhr meldete Hauptmann von Kuepach: „Der Feind hat zwischen den beiden Kirchen von Botesti und nordwärts davon eine Abwehrflanke nach Nordwesten gebildet, Ausdehnung etwa 500 Meter, zähester Widerstand!“ Um diese Zeit wurde das 27. Infanterie-Regiment durch Brigade-Befehl zur Umfassung mit frontaler Unterstützung der Gruppe Kuepach in Botesti bestimmt.
Der Regiments-Kommandeur begab sich nunmehr persönlich nach Botesti, um hier den Angriff selbst zu leiten. II. Bataillon erhielt Befehl, als selbständige Gruppe weiterhin den Feind frontal durch Feuer zu fesseln.
Unter persönlicher Führung des Regiments-Kommandeurs wurde nun am Spätnachmittag gegen 4.45 Uhr nachmittags Botesti in erbittertem Häuserkampf vom Feinde gesäubert. Das Regiment drang unter erheblichen Verlusten etwa 100 Meter über die ostwärtige Kirche von Botesti vor und grub sich dort ein. Der feindliche Widerstand hatte sich neuerdings verstärkt, die Dunkelheit brach herein, Patrouillen fühlten an den Feind heran, der nachtsüber zeitweise reges Infanterie- und MG-Feuer unterhielt.“
Am Ende dieser Aktion war Georg Knappicht tot.
Man begrub Georg Knappich auf dem Soldatenfriedehof Tifesti-Frunzoaia in Parzelle H, Grab 15.
Sterbebild von Georg KnappichRückseite des Sterbebildes von Georg Knappich
Der Unteroffizier Valentin Diemer wurde am 14.06.1889 in Trienz geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Fahrenbach in Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 113. Infanterie-Regiment. Er wurde wurde am 04.09.1914 verwundet und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 25.07.1917 (die Angabe 26.06.1917 auf dem Sterbebild ist wahrscheinlich falsch) fiel er im Alter von 28 Jahren bei Malancourt in Frankreich.
Die Grablage von Valentin Diemer ist unbekannt. Ich konnte bislang auch keine Vermutung anstellen, da Valentin Diemer in einem Feldlazarett starb und ich nicht weiß, welches es war.
Während eines sehr schönen Spaziergangs mit meiner Freundin ❤ auf dem Bornheimer Friedhof stieß ich auf das Grab des im Ersten Weltkrieges gefallenen Soldaten Paul Kraft. Hier meine Rechercheergebnisse zu seinem Schicksal:
Der Soldat Paul (Emil Karl) Kraft wurde am 13.12.1880 in Frankfurt am Main geboren und war Fabrikant von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 3. Kompanie des 81. Infanterie-Regiments. Nach schwerer Verwundung bei den Kämpfen an der Somme (Frankreich) bei Roye–Andechy verstarb er am 30.07.1915 im Alter von 34 Jahren im Lazarett Nesle.
Man begrub Paul Kraft zunächst im militärischen Bereich des Frankfurter Hauptfriedhofes, am 12.9.1946 bettete man ihn jedoch in das Familiengrab auf dem zivilen Friedhof in Frankfurt-Bornheim um. Dort ruhen seine Gebeine noch heute.
Das Grab von Paul Kraft auf dem Friedhof Frankfurt – Bornheim
Der Unteroffizier Theodor Ludwig stammte aus Zell an der Mosel im heutigen Rheinland Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 29. Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und war zum Feldwebel vorgeschlagen. Am 30.07.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Warneton durch einen Kopfschuss nach drei Jahren Kriegsdienst.
Die Lages des Grabes von Theodor Ludwig war für mich nicht zu ermitteln.
Der Gefreite Lorenz Hatzl stammte aus Oberhaselbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 wurde er bei der Erstürmung des Forts Champ des Romains verwundet und von französischen Truppen gefangen genommen. Er verstarb am 31.03.1915 in einem französischen Gefangenenlager.
Die Grablage von Lorenz Hatzl ist unbekannt und konnte nicht von mir ermittelt werden.
Der Soldat Johann Auer wurde am 24.06.1882 in Saaldorf geboren und lebte als Straßenwärter in Friedelreut, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Laufen (Salzach). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 15.01.1917 verstarb er er im Alter von 34 Jahren an einer schweren Krankheit während der Kämpfe bei Saillisel in Nordfrankreich um die Somme.
Offiziell ist keine Lage des Grabes von Johann Auer bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wie andere Gefallene 1917 bei Saillisel, auf dem Soldatenfriedhof Maissemy anonym in einem Massengrab beigesetzt worden ist, u. a. wie
Ersatz-Reservist Michael Eberhardt, gefallen am 08.01.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 5 Grab 248.
Sterbebild von Johann AuerRückseite des Sterbebildes von Johann Auer
Der Musketier Christian Standl stammte aus Triebenbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Laufen, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.03.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme.
Die Lages des Grabes von Christian Standl ist heute unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er gemeinsam mit Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Illies begraben wurden, u. a.
Leutnant Rudolf West, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Illies in Block 2 Grab 105;
Leutnant Otto Müller, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Illies in Block 2 Grab 104;
Fähnrich Georg Hochgesand, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Illies in Block 2 Grab 88.
Sterbebild von Christian StandlRückseite des Sterbebildes von Christian Standl
Der Vizefeldwebel Gottfried Eichner wurde am 26.08.1891 geboren und lebte in Schutterzell, heute ein Ortsteil der Gemeinde Neuried in Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er im 110. Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 17.10.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Schlacht an der Somme.
Die Lages des Grabes von Gottfried Eichner ist unbekannt.
Sterbebild von Gottfried EichnerRückseite des Sterbebildes von Gottfried Eichner
Der Bautechniker Georg Wehrle wurde am 21.01.1893 in Freiburg im Breisgau geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel und Offiziersaspirant im 111. Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 22.08.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren bei der Abwehrschlacht bei Verdun.
Die Lages des Grabes von Georg Wehrle ist unbekannt.
Sterbebild von Georg WehrleRückseite des Sterbebildes von Georg Wehrle