Der Soldat Blasius Haider wurde am 03.02.1889 in Kloster Au am Inn geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gars am Inn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Landwehr in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.04.1916 wurde er während der Schlacht um Verdun an der Höhe 304 schwer verwundet. Am 06.06.1916 starb er im Alter von 27 Jahren an seiner Verwundung in einem Lazarett in Frankfurt am Main.
Der Soldat Emil Fritz Müller wurde am 03.11.1886 in der hessischen Stadt Frankfurt am Main geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Obermatrose auf dem Schiff S. M. Pillau. Am 31.05.1916 fiel er während der Skagerrakschlacht im Alter von 29 Jahren auf diesem Schiff. Die Pillau erhielt einen 30,5-cm-Treffer am vorderen Schornsteinmantel sowie im Steuerbord-Ventilschacht. Vier Mann fielen – einer davon Emil Fritz Müller – 23 wurden verwundet.
Der Soldat Peter Fischer wurde am 10.03.1877 geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Landwehr im 1. Rekruten-Depot des 21. Ersatz-Pionier-Bataillons. Am 06.06.1916 verstarb er im Alter von 39 Jahren in einem Lazarett in der hessischen Stadt Frankfurt am Main, vermutlich an einer Krankheit.
Der Soldat Richard Langosch (Verlustliste: Langorsch) wurde am 13.12.1886 in Groß Boschpohl (seit 1945 polnisch: Bożepole Wielkie)
geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 43. Reserve-Kompanie des Garde-Pionier-Bataillons. Am 04.05.1916 wurde er während der Schlacht um Verdunschwer verwundet. Am 14.06.1916 verstarb er an schwerer Verwundung im Alter von 29 Jahren im 5. Reserve-Lazarett in Frankfurt am Main im heutigen Bundesland Hessen.
Der Soldat Christian Marschall wurde am 26.04.1879 in Ostheim vor der Rhön, Dermbach geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier und Landsturm-Rekrut in der 3. Kompanie des 87. Infanterie-Regiments. Am 25.02.1916 wurde er während der Schlacht um Verdun auf dem Pfefferrücken schwer verwundet. Am 17.06.1916 verstarb er im Alter von 37 Jahren im 10. Reserve-Lazarett in Frankfurt am Main an seiner schweren Verwundung.
Der Soldat Georg Pfnür wurde am 10.08.1883 in Königsee geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schönau am Königssee. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.05.1916 wurde er bei während der Schlacht um Verdun bei dem Kämpfen um die Höhe 304 schwer verwundet. Am 11.06.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren in einem Lazarett in Frankfurt am Main im heutigen Bundesland Hessen an seiner Verwundung.
Der Soldat Paulus Kässhammer wurde am 30.06.1875 in der Gemeinde Ottenhöfen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 1. Kompanie des Landwehr-Infanterie-Ersatz-Bataillons Weilburg an der Lahn im XVIII/42 Armee-Korps. Am 06.06.1916 verstarb er im Alter von 40 Jahren in Frankfurt an einer Krankheit.
Der Soldat Josef Friedrich Hillesheim wurde am 23.06.1895 in Briedel geboren, einem Gemeinde im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 2. Abteilung des 4. Minenwerfer-Bataillons. Am 07.06.1916 verstarb er im Alter von 20 Jahren in einem Reserve-Lazarett in Frankfurt an einer Krankheit.
Der Soldat Karl Kempf wurde am 19.05.1890 in der hessischen Stadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizewachtmeister in der 4. Eskadron des 5. Dragoner-Regiments. Am 07.06.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren in Kurland vor Schaulen (Šiauliai) im heutigen Lettland. Er fiel bei der Ortschaft Trokischki.
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Kempf berichtet die Regimentsgeschichte des 5. Dragoner-Regiments:
„Am anderen Tage geht die Brigade auf sumpfigen, besonders für Artillerie kaum passierbaren Wegen, längs Wald und längs der Poszawsza entlang auf Budy und Vw. Rymneki. Die 4. Eskadron wird zur Feststellung des feindlichen linken Flügels auf Rudsziny entsandt. Zu ihrer Unterstützung werden am 07.06. noch die 1./Dragoner 5 und die 4./Husaren 14 nachgesandt. Noch ehe sich diese Eskadrons aber in dem unübersichtlichen Waldgelände trafen, stößt die 4. Eskadron überraschend auf den Feind. Infolge kräftigen und energischen Zufassens der Eskadron macht diese etwa 200 Gefangene. Da sie unweit Trokischki jedoch erneut und diesmal auf weit überlegenen Gegner stößt und von diesem sofort flankierend angegriffen wird, wobei Leutnant von Wick fällt, die Verbindung mit den nachgesandten beiden Eskadrons noch immer nicht hergestellt ist, muss sich die 4. Eskadron in allgemeiner Richtung auf Jankajcie zurückziehen und kann nur noch etwa 40 Gefangene mit zum Regiment bringen. Die Linie Trokischki-Rudsziny wird darauf von 1., 4. und 2. Eskadron neu besetzt und zur Verteidigung eingerichtet. 3./Dragoner 5 bleibt Bedeckung der Artillerie, zugleich Reserve in Jankajcie.
Dem Befehl der Brigade, den für den 08.06. angesetzten Angriff des Korps Morgen wieder in der rechten Flanke zu begleiten, wird allerdings ohne Hoffnung auf ein wirksames Eingreifen unsererseits entsprochen. Wir marschieren zu Fuß auf Dämmen und Waldwegen so weit wir kommen, jedoch sperrt Sumpf und See bald jedes weitere Vordringen. Hier ist auch kein Gegner. Am Nachmittag holt uns ein Brigadebefehl wieder zurück. Da der Gegner südwestlich Schaulen vor dem Druck des I. Reserve-Korps doch allmählich zu weichen beginnt, wird es die neue Aufgabe der 22. Kavallerie-Brigade, die Feindverhältnisse östlich des Bagno Terule zu erkunden und eventuell gegen die Straße und Bahn Schaulen – Radziwilischki vorzustoßen.“
Die Lage des Grabes von Karl Kempf ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Ebenfalls auf der unten abgebildeten Gedenkplatte wird dem Soldaten Walter Kempff gedacht. Er wurde am 08.09.1902 ebenfalls in Gießen geboren. Er kämpfte im Zweiten Weltkrieg als Unteroffizier in der Wehrmacht. Am 20.06.1940 fiel er im Alter von 37 Jahren in Frankreich in der Normandie. Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Mont d’Huisnes in Gruft 62, Grabkammer 114 beigesetzt.
Gedenktafel für Karl und Walter KempffGedenktafel für Karl und Walter Kempff
Der Soldat Karl August Christian Holtzmann wurde am 23.01.1888 in der hessischen Stadt Frankfurt am Main geboren und war Kaufmann. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 8. Kompanie des 81. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 03.06.1916 verstarb er nach schwerer Verundung im Alter von 28 Jahren, vermutlich in einem Lazarett in Frankfurt.