Der Soldat Bartholomäus Bauer stammte aus Osterwaal, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Au in der Hellertau, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.09.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren bei einer Patrouille in Spada durch einen Kopfschuss.
Man begrub Bartholomäus Bauer auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Bartholomäus BauerRückseite des Sterbebildes von Bartholomäus Bauer
Der Soldat Josef Thalmeier stammte aus Steinbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Mainburg, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im Infanterie-Leib-Regiment. Am 08.04.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Arras durch Kopfschuss.
Man begrub Josef Thalmeier auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 12, Grab 781.
Sterbebild von Josef ThalmeierRückseite des Sterbebildes von Josef Thalmeier
Der theoretische Weg von Josef Thalmeier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Soldat Hans Riedl stammte aus Deggendorf in Bayern und war Schriftgraveur. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie eines bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.08.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren durch einen Kopfschuss.
Die Grablage und der Sterbeort waren ebenso nicht zu ermitteln wie das Regiment, dem Hans Riedl angehörte.
Sterbebild von Hans RiedlRückseite des Sterbebildes von Hans Riedl
Der österreichische Soldat Christian Gmeilbauer stammte vom Hölzgut in Hofweiden, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Tarsdorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 59. kaiserlich und königlichen Infanterie-Regiments. Er wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 30.11.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren durch Kopfschuss. Man begrub ihn am Campo Rosaro.
Sterbebild von Christian GmeilbauerRückseite des Sterbebildes von Christian Gmeilbauer
Der Soldat Sebastian Mirlach stammte aus Ergoldsbach und war der Sohn eines Privatiers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.07.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun nach 16 Monaten Kriegsdienst durch einen Kopfschuss am Douaumont-Steilhang.
Offiziell ist für Sebastian Mirlach keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde. Dort ruhen seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Landwehrmann Leonhard Brunner, gefallen am 04.07.1916 begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Johann Tiefel, gefallen am 04.07.1916 begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Bei Recherchen für einen Gefallenen des Ersten Weltkrieges stieß ich gestern auf das Schicksal des folgenden Künstlers:
Der Soldat August Stramm wurde am 29.07.1874 in Münster im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen geboren. Er war ein Dichter und Dramatiker des deutschen Expressionismus und arbeitete als Postinspektor.
Der Dichter August Stramm
Seine militärische Dienstpflicht hatte er als Einjähriger abgeleistet und sich zum Reserveoffizier qualifiziert. 1913 wurde er zum Hauptmann befördert. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er Kompanieführer des 110. Landwehr-Infanterie-Regiments an der Westfront, u. a. bei Chaulnes (Somme). Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Nach kurzer Zeit wurde er zur 9. Kompanie des 272. Reserve-Infanterie-Regiments und an die Ostfront versetzt, wo er an der Durchbruchsschlacht bei Gorlice teilnahm und des Feldzug in Galizien mitmachte. Er kämpfte in 70 Schlachten und Gefechten mit.
Am 01.09.1915 fiel er im Alter von 41 Jahren bei Horodec östlich Kobryn, heute Belarus. Er wurde bei einem Sturmangriff auf starke russische Linien in den Rokitnosümpfen (auch Prypjatsümpfe genannt) getötet. Er hatte mit seiner Truppe eine schwere Aufgabe zu bewältigen, als sie fast vollständig aufgerieben und vernichtet wurde. Er war der einzig Überlebende, als ihn ein Kopfschuss traf.
Die Regimentsgeschichte des 272. Reserve-Infanterie-Regiments berichtet über den Sterbetag und die Sterbeumstände von August Stramm:
„Nach weiteren erfolgreichen, zum Teil recht schweren Kämpfen am Dnjepr-Bug-Kanal wie bei Horodec am 01. September wurde der Vormarsch auf der Straße Kursuny – Drohiczyn fortgesetzt und westlich Drohiczyn der Feind in starker Stellung am 03. September angegriffen, leider ohne den gewünschten Erfolg zu erzielen.
In den Kämpfen bei Horodec fielen Hauptmann Stramm und Leutnant Axt sowie eine Unzahl tapferer Unteroffiziere und Mannschaften. Abermals hatten todesmutige Offiziere und Mannschaften ihr Leben zur Ehre des Regiments und des Vaterlandes hergegeben.“
Man begrub August Stramm zunächst auf einem Feldfriedhof bei Horodec. Später bettete man ihn auf den Südwestkirchhof Stahnsdorf um. Sein Grab existiert heute noch. Auch sein Sohn wurde dort begraben.
Als Beispiel hier ein Gedicht von August Stramm, welches mir besonders zusagt:
Siede Meine Schwäche hält sich mühsam An den eigenen Händen Mit meinen Kräften Spielen deine Knöchel Fangeball! In deinem Schreiten knistert Hin Mein Denken Und Dir im Auggrund Stirbt Mein letztes Will! Dein Hauch zerweht mich Schreivoll in Verlangen Kühl Kränzt dein Tändeln In das Haar Sich Lächelnd Meine Qual!
August Stramm
Die gefallenen Offiziere des 272. Reserve-Infanterie-RegimentsDas erste Grab von August Stramm auf einem FeldfriedhofDer Dichter August Stramm als HauptmannDer Dichter und Hauptmann August Stramm 1915August StrammHauptmann August Stramm bei der RasurAugust Stramm in getarnter Stellung
Der Unteroffizier Theodor Ludwig stammte aus Zell an der Mosel im heutigen Rheinland Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 29. Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und war zum Feldwebel vorgeschlagen. Am 30.07.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Warneton durch einen Kopfschuss nach drei Jahren Kriegsdienst.
Die Lages des Grabes von Theodor Ludwig war für mich nicht zu ermitteln.
Der Landsturmmann Franz Haistracher stammte aus Katzwalchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.01.1916 fiel er im Alter von 33 Jahren während der Stellungskämpfe im Artois durch Kopfschuss.
Offiziell ist für Franz Haistracher keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast begraben wurde, wo bereits seine Kameraden vom 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Simon Dünzl, gefallen am 18.01.1916, begraben auf dem Soldatendfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 17, Grab 1075;
Infanterist Michael Leonhardt, gefallen am 18.01.1916, begraben auf dem Soldatendfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 17, Grab 1076.
Sterbebild von Franz HaistracherRückseite des Sterbebildes von Franz Haistracher
Der theoretische Weg von Franz Haistracher von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Jakob Hobmeier war der Sohn eines Tagelöhners aus Eschlbach in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.12.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren wärhend der Schlacht bei Rimnicul – Sarat in Rumänien durch Kopfschuss.
Eine Grablage für Jakob Hobmeier konnte ich nicht ermitteln, wie so oft bei Gefallenen auf den östlichen Schlachtfeldern.
Sterbebild von Jakob HobmeierRückseite des Sterbebildes von Jakob Hobmeier
Der Österreicher August Skoda diente im Ersten Weltkrieg im 14. k. u. k. Infanterie-Regiment als Zugführer. Am 24.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Arsiero durch einen Kopfschuss.
Sterbebild von August SkodaRückseite des Sterbebildes von August Skoda