Der Soldat Georg Heinrichsberger wurde am 23.01.1894 in Kammer geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Amerang, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 31.01.1917 verstarb er in Folge einer Krankheit nach 25 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren in einem Feldazarett bei Verdun in Frankreich. Sein Regiment wurde zu dieser Zeit gerade bei den Stellungskämpfen im Wald von Apremont und Ailly eingesetzt.
Man begrub Georg Heinrichsberger auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 20, Grab 439.
Sterbebild von Georg HeinrichsbergerRückseite des Sterbebildes von Georg Heinrichsberger
Der Soldat Joseph Jungbeck stammte aus Buchetbühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lam, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiment Infanterist. Am 06.04.1915 verstarb er im Alter von 23 Jahren an einer Verwundung durch einen Granatsplitter, die er während der Kämpfe im Wald von Ailly und Apremont-la-Forêt, wenige Kilometer entfernt von Saint-Mihiel und Verdun entfernt, im Frühjahr erlitten hatte.
Man begrub Joseph Jungbeck auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 244.
Der Soldat Xaver Amberger stammte aus Weigelsberg, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Viechtach, lebte im Ortsteil Schönau und war der Sohn eines Kleinbauern (Häusler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier und Infanterist. Am 05.11.1917 starb er im Alter von 20 Jahren in einem Feldlazarett bei Verdun an den Folgen einer schweren Verwundung durch einen Granatsplitter.
Man begrub Xaver Amberger auf dem Soldatenfriedhof Lissey in Grab 808.
Der Soldat Anton Scheitzach stammte aus Asbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regimentss. Am 13.06.1916 fiel er als 3. Mitglied seiner Familie im Alter von 26 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der Erstürmung der Wabengräben im Thiaumont-Wald.
Über den Sterbezeitraum von Anton Scheitzach und die Sterbeumstände schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 08.06. 10 Uhr vormittags traten I. und III. Bataillon zum Sturme an. Kaum hatten die ersten Wellen ihre Gräben und Granatlöcher verlassen, so erhielten sie ein vernichtendes Maschinengewehr-Feuer vom Rücken westlich des Thiaumontwaldes und der Thiaumontferme und besonders auch aus den Sappenköpfen der Wabenstellung selbst Auch die zweite und dritte Welle folgten unmittelbar. Auch sie geriet in das Maschinengewehr-Feuer und in das jetzt eben einsetzende feindliche Sperrfeuer.
Am rechten Flügel bleiben die vorgestürmten Truppen vor dem unversehrten feindlichen Hindernis liegen. Die Masse der Sturmtruppen ist es nur gelungen, unter schweren Verlusten bis in die eigene vorderste Stellung zu kommen. Trotzdem gelingt es beim I. Bataillon einige Stoßtrupps in die Wabengräben einzudringen, ja sogar Gefangene zu machen und bis zurück zur Befehlsstelle konnte man ein paar Leute sehen, die triumphierend ein erbeutetes feindliches Maschinengewehr aus einem Loch zogen und hoch in der Luft schwangen. Aber aus den unversehrten Unterständen der Wabengräben kriechen französische Massen hervor und es entspinnt sich in den Gräben ein dreiviertelstündiger schwerer Kampf mit Bajonett und Handgranate. Einige der Stürmer kommen in die vorderste Stellung des Regiments wieder zurück, die Mehrzahl ist gefallen oder von der Übermacht überwältigt. Auch der Angriff der gleichzeitig eingesetzten 2. Infanterie.Division kam über die Anfänge nicht hinaus. Nachmittags setzte eine erneute Artillerievorbereitung auf deutscher Seite ein. Um 8 Uhr abends soll der Angriff wiederholt werden; er kam jedoch wegen der verspäteten Befehle und infolge Vermischung der Verbände erst am nächsten Morgen zur Ausführung und auch da nicht über die erste Entwicklung hinaus. Die nächsten Tage brachten ununterbrochene Teilkämpfe um den Besitz von Maschinengewehr-Nestern. Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury.
13.06. bis zur Nacht vom 18./19.06. in Stellung, hierbei am 17.06. glatte Abweisung eines französischen Gegenangriffs.“
Die Lage des Grabes von Anton Scheitzach ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Josef Wieser, gefallen am 13.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Sebastian Hefele, gefallen am 15.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Georg Störzer, gefallen am 15.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Georg Fischer, gefallen am 15.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Anton ScheitzachRückseite des Sterbebildes von Anton Scheitzach
Der Soldat Wilhelm Niebch wurde am 25.11.1884 in der hessischen Ortschaft Krofdorf-Gleiberg geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist (Volksbund: Musketier) in der 10. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.09.1914 starb er im Alter von 29 Jahren in französischer Gefangenschaft.
Man begrub Wilhelm Niebch auf dem Soldatenfriedhof Rembercourt-aux-Pots in Grab 210.
Die Todesanzeige des Gesangsverein Germania Krofdorf für Wilhelm Niebch
Der Soldat Georg Seelos wurde am 25.11.1885 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Unterammergau. Er war Holzarbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.04.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Saint-Mihiel in der Nähe von La Vaux Fery durch einen Bajonettstich.
Offiziell ist für Georg Seelos keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Offiziersstellvertreter Wilhelm Freyberger, gefallen am 22.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 140;
Gefreiter Anton Eder, gefallen am 16.04.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Gefreiter Josef Langwieder, gefallen am 22.04.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Gefreiter Georg Wimmer, gefallen am 16.04.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Reservist Jakob Stork, gefallen am 16.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Erhard wurde am 21.10.1896 ini Guggenberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.06.1916 wurde er während der Schlacht um Verdun bei Douaumont schwer verwundet. Am 13.06.1916 verstarb er an seinen schweren Wunden im Alter von 19 Jahren in einem Lazarett bei Longuyon.
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Erhard berichtet die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:
„So dämmerte der 9. Juni herauf. Noch hielten bunt vermischt die Kompanien des Regiments den tagsvorher gewonnenen Boden, während wiederum erfolglose Angriffe des 1. Infanterie-Regiments und der bayerischen Jäger über sie hinweggingen. In der Nacht zum 10. folgte die sehr schwierige Ablösung, dann traten die wackeren Kämpfer den langen und gefährlichen Weg in die Ruhelager an, die man kaum 48 Stunden vorher entschlossen und hoffnungsfroh verlassen hatten. Wie klein war der Haufe geworden! „Ich hatt‘ einen Kameraden…“
Man begrub Josef Erhard auf dem Soldatenfriedhof Longuyon in Block 2, Grab 40.
Der Soldat Jakob Klein wurde am 25.07.1890 in Vorderkehr, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub, geboren und war Zimmermann. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger in der 1. bayerischen Sanitäts-Kompanie. Am 14.06.1916 verstarb er während der Schlacht um Verdun im Alter von 25 Jahren in Ville-devant-Chaumont (hör- und Schreibfehler auf dem Sterbebild).
Man begrub Jakob Klein auf dem Soldatenfriedhof Ville-devant-Chaumont in Block 1, Grab 54.
Sterbebild von Jakob KleinRückseite des Sterbebildes von Jakob Klein
Der Soldat Heinrich Dern stammte aus Langsdorf, einem Stadtteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 87. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 21.08.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun. Er wurde während der Kämpfe im Chapitre-Wald – der Souville-Schlucht – und Bergwald getötet.
Die Lage des Grabes von Heinrich Dern ist unbekannt.
Der Soldat Josef Heinz stammte aus Kolbing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Walpertskirchen, und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 19 Jahren bei bei Douaumont bzw. am Fort Douaumont.
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Heinz berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:
„In der Nacht vom 07./08.06. erfolgte unter erheblichen Verlusten die Neugliederung für den beabsischtigten Angriff des 08.06. Es sollte eine Linie östlich Ferme Thiaumont erreicht werden. II./12. und die ihm als Abschnittsreserve im Chauffourwald Nord unterstellte 4. Kompanie war mit anderen Truppenteilen der meittleren Angriffsgruppe (Gruppe Policzka) dem Hauptmann Stöber, Führer des II./12. zugeteilt. Sie lösten heute Nacht I./12. in vorderster Linie unter erheblichen Verlusten ab. I./12 ohne 4. Kompanie wurde Brigadereserve in der Küchenschlucht, woselbst auch III./12. bereit gestellt wurde. Von 4 bis 10 Uhr vormittags musste das vorderste II. Bataillon starkes Trommelfeuer, das sich zum Orkanfeuer steigerte, in den stark besetzten Bereitschaftsgräben 319 – 326, die auch noch mit Mannschaften des 15. und 20. Infanterie-Regiments belegt waren, über sich ergehen lassen, sodass der Befehl zum Vorbrechen als eine Erlösung empfunden wurde. Gleich der erste Sturm brachte herrliche Erfolge.
Das Kampffeld bei Douaumont 1916
Die feindlichen Gräben wurden im Handgranatenkampf genommen, die überlebenden Franzosen gefangen, Werk 368 und M 369 durch Sturmabteilung Echteler, 6./12 und Vizefeldwebel Eberl ebenfalls genommen und durch Vizefeldwebel Sauter, 6./12, ein bisher unbekanntes Infanterie-Werk 377 überrumpelt. 9 Offiziere, etwa 150 Mann und 7 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Nach einer Stunde war die befohlene Stellung erreicht, an ihrer Verteidigungsfähigkeit wurde mit Nachdruck gearbeitet. Um 5.30 Uhr abends schloss sich das Bataillon dem links angreifenden Jägerregiment zum 2. Sturme an und es gelang einer gemischten kleinen Abteilung, in das Zwischenwerk Thiaumont einzudringen. Doch da rechts der Anschluss fehlte, musste dieses wieder aufgegeben werden; der Feind besetzte es anderen Tags. Ein von ihm unternommener Gegenangriff scheiterte bereits in unserem Artilleriefeuer. Nachts kam für das schwer geprüfte II. Bataillon Ablösung durch das III. Bataillon in vorderster Linie, leider unter schwerstem feindlichen Artilleriefeuer. Die nächsten Tage brachten stündlich starkes und stärkstes Artilleriefeuer auf vordere und rückwärtige Stellungen, wodurch Leutnant der Reserve Ostermayr und Rettenberger am 11.06. und 12.06. 11 Uhr vormittags in der Fossesschlucht auch der Regimentskommandeur den Heldentod fanden.“
Das Dorf Douaumont 1916
Man begrub Josef Heinz auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef HeinzRückseite des Sterbebildes von Josef Heinz