Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.429: Johann Hauthaler

Der Bauerssohn Johann Hauthaler stammte aus Daring, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Laufen.  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Reservist. Am 20.08.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Sankt Johann von Bassel.

Über seinen Sterbebtag berichtet die Regiementsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

20.08. In der Nacht wurde die 1. Reserve-Brigade auf der Straße MittersheimFinstingen gesammelt. I. Bataillon bildete die Vorhut, das Regiment befand sich am Anfang des Gros. In der Bambachschneuse vormarschierend, überschritt die Spitze um 5.00 Uhr vormittags die Eisenbahnlinie. Bei Annäherung an das Schleusenwirtshaus am Saarkohlenkanal an der Straße St. Johann von Bassel – Bisping erhielt die Spitze starkes Feuer. Trotz Einsatzes der 2., 3. und 4. Kompanie nordöstlich und südlich der Straße um 6.00 Uhr vormittags konnte der Kanal nicht überschritten werden. Die auf 30 Meter am Feind liegenden Kompanien litten unter dem Feuer der feindlichen Baumschützen und der Besatzungen der Häuser, da nur geringe Deckung vorhanden war. Auch der Einsatz der 1. Kompanie am rechten Flügel und der M.G.-Kompanie südlich der Straße brachte keinen Erfolg. Schon nach 6.00 Uhr vormittags wurde das ganze Regiment eingesetzt: III. Bataillon nordöstlich des I. Bataillons mit dem Befehl, auf einer der nächsten nordöstlich gelegenen Schleusen überzugehen und den Feind von Norden her anzugreifen, II. Bataillon wurde hinter dem linken Flügel bereitgestellt. 1. Artillerie-Zug nahm das Schleusenwirtshaus unter Feuer.

Um 8.00 Uhr vormittags lag starkes Feuer auf der Bambachschneuse, 2. Pionier-Sprengwagen gingen in die Luft und verursachten eine Panik unter dem Gefechtstross. Um 9.00 Uhr vormittags verstummte das Feuer. Vom Reserve-Infanterie-Regiment 2, das als Brigadereserve hinter dem linken Flügel des Regiments stand, wurden noch 4 M.G. eingesetzt. Die Verluste in der Front forderten Auffrischung, so dass um 10.45 Uhr vormittags nur mehr 5. Kompanie und 1/2 6. Kompanie als Reserven des Regiments vorhanden waren. So drohte schon der Kampf zum Stehen zu kommen, als es dem III. Bataillon gelang, durch Fällen von Bäumen und Herstellung eines Laufsteges in heftigstem feindlichen Infanteriefeuer den Übergang über den Kanal nordöstlich des Schleusenwirtshauses zu erzwingen und nun mit Teilen der 1. und 4. Kompanie und des Reserve-Infanterie-Regiments 12 um 1.00 Uhr nachmittags von Norden her den feindlichen Flügel aufzurollen und das Schleusenwirtshaus zu stürmen. Daraufhin wurde sofort die 5. Kompanie zur Verfolgung angesetzt, der sich Teile des III./Reserve-Infanterie-Regiment 1 und Reserve-Infanterie-Regiment 12 anschlossen. Die übrigen Bataillone wurden gesammelt und konnten wegen der starken Verluste sich noch nicht an der Verfolgung beteiligen. Die Verfolgungskolonne konnte mit dem Feind nicht mehr Fühlung gewinnen. Artillerie war nicht zur Stelle, so dass dem zurückflutenden Gegner nur mehr geringe Verluste beigebracht werden konnten. Um 4.00 Uhr nachmittags war das Regiment am Westrand des Waldes versammelt, 1 Zug nach Bisping vorgeschoben, um den Ort in Besitz zu nehmen. Bei Einbruch der Dunkelheit bezog das Regiment bei Bisping Biwak, I. Bataillon sicherte in Linie DisselingenFreiburgRodt.

Man begrub Johann Hauthaler auf dem Soldatenfriedhof Bisping in einem Massengrab.

Das erste Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bisping
Das zweite Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bisping
Die Gesdenktafel mit dem Namen von Johann Hauthaler am Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bisping
Die Inschrift des Namens von Johann Hauthaler auf der Gedenktafel am Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bisping

Johann Hauthaler hatte einen Bruder: Kaspar Hauthaler. Ihn habe ich bereits vorgestellt.

Sterbebild von Johann Hauthaler
Rückseite des Sterbebildes von Johann Hauthaler

Der theoretische Weg von Johann Hauthaler von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.428: Andreas Kölbl

Der Kleinbauer und Reservist Andreas Kölbl stammte aus Pattenham, heute ein Orsteil der bayerischen Gemeinde Rotthalmünster. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist im 16. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Maixe.

Man begrub Andreas Kölbl auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Sterbebild von Andreas Kölbl
Rückseite des Sterbebildes von Andreas Kölbl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.427: Lorenz Sonderhausen

Lorenz Sonderhausen lebte in Pertenstein, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war Kunstmühl- und Sägewerkbesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Reserve-Sanitäts-Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Division als Sanitäter und Krankenträger. Am 20.04.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Plouvain.

Man begrub Lorenz Sonderhauser auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Lorenz Sonderhausen
Rückseite des Sterbebildes von Lorenz Sonderhausen

Der theoretische Weg von Lorenz Sonderhausen von seinem Wohnort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.426: Josef Haberlander NICHT FERTIG

Josef Haberlander stammte aus Diesenbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Surrberg, und war Ablöswärter. Ein Ablöswärter war ein Angehöriger einen Bahnmitarbeiters, der mit diesem an einer Bahnstrecke lebte und dort Wartungsarbeiten erledigte, um dem Angehörigen Ruhezeiten zu ermöglichen (Schrankenwärter, Streckenwärter usw.). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 12.06.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren in den Vogesen bei Metzeral im Münstertal.

Die Lages des Grabes von Josef Haberlander ist unbekannt.

  • Infanterist Franz Steiger, gefallen am 17.06.1915 bei Metzeral, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Johann Höber, gefallen am 21.06.1915 bei Metzeral Münster, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Infanterist Franz Heinzelmann, gefallen am 19.06.1915 bei Metzeral, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Infanterist Matthias Ruile, gefallen am 19.06.1915 bei Metzeral, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Infanterist Paul Klinger, gefallen am 17.06.1915 bei Metzeral, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Haberlander
Rückseite des Sterbebildes von Josef Haberlander

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.425: Johann Strobl

Johann Strobl stammte aus Haiden, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Laufen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei St. Laurent in Frankreich.

Man begrub Johann Strobl auf dem Soldatenfriedhof Langemark in Belgien in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Strobl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Strobl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.424: Peter Kranzinger

Peter Kranzinger stammte aus der bayerischen Gemeinde Tüßling, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.05.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Kämpfe um das Fort Douaumont und im Cailette-Wald bei Verdun.

Über seinen Sterbetag berichtet die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Infanterie-Regiments:

„So wurde der 24.05.1916 einer der schwersten Tage für das Regiment eingeleitet. Die Lage um das Fort Douaumont war, als das Regiment eingriff, bedenklich im militärischen und – weil auf den Besitz des Forts von der öffentlichen Meinung größter Wert gelegt wurde – auch in politischer Hinsicht. Der Gegner war in der Südwestecke des Forts eingedrungen und hatte bis dahin den dort befindlichen Panzerturm gegen alle Angriffe der 5. Infanterie-Division gehalten. Südöstlich des Forts, im Caillete-Wald bestand außerdem eine große Lücke in den abgekämpfte Verbänden.

Zunächst wurde II./15. eingesetzt. Als es 2.00 Uhr nachts aus den Erdlöchern des Brüle- und Hassoule-Waldes stieg und unter dem nie ruhenden Feuer von hunderten von Geschützen gegen Fort Douaumont marschierte, hatte es schon starke Verluste zu erleiden; denn es musste nicht weniger als drei feindliche Sperrfeuerzonen durchschreiten und hatte, da auch die gewandtesten Führer in solchem Gelände leicht versagen, viel Aufenthalt.

Erst nach 6.00 Uhr vormittags waren alle Teile des Bataillons im Fort angelangt. Dort besetzte die 7. Kompanie die Nordwestecke, um ein weiteres Ausdehnen des eingedrungenen Gegners zu verhindern. Die 6. Kompanie nahm in der östlichen Hälfte der Südfront des Forts und im Gelände bis zu dem Wegestern östlich Douaumont Aufstellung und wies von da mehrere kleine Vorstöße des Gegners ab. Gegen 12 Uhr nachmittags vertrieb 8./15. im Verein mit der 4. Kompanie des preußischen Jäger-Bataillons 3 den Gegner vom Dach des Forts und dem Panzerturm, rollte den westlichen Fortgraben auf und machte dabei etwa 200 Gefangene. Darauf erging vom Kommandeur II./15. der Befehl, sofort nach Süden vorzustoßen und im Verein mit dem 12. bayerischen Infanterie-Regiment, das westlich des Forts im Angriff stand, Raum zu gewinnen. Die 8. Kompanie konnte aber in dem ungeheuer heftigen Feuer, das feindliche M.G.aus dem J-Werk (bei Punkt 323) und der Kiesgrube südlich Fort Douaumont verstärkten, nur etwa 50 Meter über das Fort hinauskommen.

Gegen 4.00 Uhr nachmittags wurde darauf das ganze II. Bataillon zum Angriff angesetzt: indem 5. und 7. Kompanie westlich, ein Zug der 6. Kompanie östlich der 8. Kompanie vorstießen, sollte das Bataillon eine Linie 600 – 800 m südlich Fort Douaumont, einschließlich der Kiesgrube gewewinnen (= Linie 1-6-Kiesgrube-13-14). Ungeachtet der fehlenden eigenen Artillerievorbereitung, wie des empfindlichen feindlichen Artillerie-, M.G. und Infanteriefeuers und trotz des schwierigen Trichtergeländes gingen die Truppen unaufhaltsam vor. Durch geschickte Ausnutzung des Geländes gelang es ihnen, allzu große Verluste zu vermeiden. 5. Kompanie geriet freilich zu weit rechts in das Grabengewirr des sogenannten „Irrgartens“, die übrigen Teile der Angreifer aber hatten gegen 5.00 Uhr nachmittags mehrere feindliche Gräben gestürmt und gegen 400 Gefangene gemacht. Ihr Ziel war, mit Ausnahme der Kiesgrube, erreicht (etwa Linie 1-8-13-14) und in der gewonnenen Stellung hielten die Kompanien trotz stärksten feindlichen Feuers aus, wehrten sogar einen französischen Gegenangriff blutig ab. Abends erkundete 8. Kompanie gegen die Kiesgrube, fand sie aber zu eine Wegnahme zu stark besetzt.

Gleich nach dem Vormarsch des II./15. war das I. Bataillon und M.G.-Scharfschützentrupp 189 in der Brüle-Schlucht vorgezogen worden. 2. und 3. Kompanie erhielten mittags Befehl, in die Hassoule-Schlucht zu rücken. Dort angelangt, bekamen sie den Auftrag, eine Lücke zwischen dem im Angriff südlich Fort Douaumont befindlichen II./15. und dem preußischen Infanterie-Regiment 24 im Cailette-Wald zu schließen. Die beiden Kompanien erlitten schon auf dem Marsch zum Fort schwere Verluste, da feindliche Flieger das Artilleriefeuer auf sie lenkten. Leider war dann ihr weiteres Vorgehen ebenso nutzlos als verlustreich. In deckungslosem dem heftigsten Feuer preisgegeben, konnten sie sich kaum über das Ziel ihres Vorstoßes klar werden. Der Cailette-Wald z. B. war gänzlich vom Erdboden getilgt, so dass große Teile an Douaumont vorbeigehend Richtung auf ein weiter östlich gelegenes Waldstück nahmen. Nur kärgliche Reste der gänzlich zersprengten Kompanien kamen schließlich in den Linien des Infanterie-Regiments 24 an und wurden nach Einbruch der Dunkelheit wieder in die Hassoule-Schlucht entlassen. Dort bildeten sie fortan eine kombinierte Kompanie.

Gleichzeitig mit II./15. war auch die 12. Kompanie nach Douaumont gerückt, um die dortige Fortbesatzung zu stärken. Sie erlitt, kaum an ihrem Bestimmungsort eingetroffen, infolge der dauernd heftigen Fortbeschließung namentlich den schweren Verlust, dass drei ihrer Offiziere (Kompanie-Führer Oberleutnant der Reserve Reiser, Leutnant Hörchner, und Hausladen) von einer Granate getroffen fielen. 9., 10. und 11. Kompanie waren nach dem Abrücken der 2. und 3. Kompanie zur Verfügung der 6. Infanterie-Division in die Hassoule-Schlucht marschiert.“

Einer der Verluste war Peter Kranzinger.

Man begrub Peter Kranzinger auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tüßling gedenkt Peter Kranzinger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/tuessling_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Peter Kranzinger
Rückseite des Sterbebildes von Peter Kranzinger

Der theoretische Weg von Peter Kranzinger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.422: Josef Maierhofer

Josef Maierhofer stammte aus Mühlbach, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Moosdorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Feldkompanie des 4. Feldjägerbataillons als Landsturm-Jäger. Am 08.10.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Dubrowa in Wolhynien, in der heutigen Ukraine.

Eine Grablage war für Josef Maierhofer, wie immer bei Österreichern, nicht zu recherchieren.

Sterbebild von Josef Maierhofer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Maierhofer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.421: Benedikt Kirschner

Der Sergant Benedikt Kirschner wurde am 08.02.1885 in Starnberg in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Maschinengewehr-Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.10.1918 fiel er nach vier Jahre Kriegsdienst während der Kämpfe in der Hundingstellung bei Verdun im Alter von 34 Jahren durch einen Granattreffer.

Man begrub Benedikt Kirschner auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 2, Grab 1427.

Sterbebild von Benedikt Kirschner
Rückseite des Sterbebildes von Benedikt Kirschner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.420: Alois Wieser

Alois Wieser stammte aus Frauenneuharting in Bayern und war Student der Philosophie im Klerikerseminar zu Freising. Er war der Sohn eines Landwirts. Wie sein Bruder Franz diente er in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter. Sein Bruder Franz fiel am 12.06.1916 bei den Kämpfen am Fort Douaumont während der Erstürmung der Wabengräben im Thiaumontwald. Nur zehn Tage später, am 22.06.1916 fiel auch Alois Wieser im Alter von 21 Jahren an gleicher Stelle, bei  bei Douaumont, nach 13 Monaten Kriegsdienst. Welch ein entsetzliches Drama für die Eltern der beiden!

Über den Sterbetag seines Bruders Franz Wieser berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

12.06.1916 Sturm auf die Wabengräben! An diesem unübersichtlichen, stark besetzten, von Artillerie schwer zu fassenden Grabensystem waren schon verschiedene Stürme anderer Truppenteile blutig gescheitert.

Den Sturm leitet der bewährte Kommandeur des I. Bataillons, Major Stuhlreiter. Unter Ausnützung der Dunkelheit wird ab 3.00 Uhr vormittags die Sturmstellung erreicht.

8.00 Uhr vormittags stürmt das I. Bataillon, verstärkt durh acht Flammenwerfer, der Gebirgs-Minenwerferkompanie 107, M.G., Granatwerfertrupps, Stoßtrupps des Sturmbataillons und des II. Bataillons, sowie von der der 8. Kompanie, in zwei Wellen vor; III. Bataillon (ohne 12. Kompanie), das 7.45 Uhr vormittags von der Albain-Schlucht aus in mehreren Wellen angetreten ist, folgt.

Die fünf Kompanien der ersten beiden Wellen werfen sich ungestüm auf den Feind und dringen in den Graben ein; die Kompanien des III. Bataillons folgen so rasch, dass auch sie noch zum Handgemenge kommen.

Die Gräben werden in zähem Ringen gesäubert und die jetzt völlig vermischten Verbände dringen pber die Thiaumont-Schlucht auf den jenseitigen Höhenrand und darüber hinaus vor, teilweise stark aus der rechten Flanke beschossen.

9.10 Uhr vormittags wird noch die letzte Kompanie (12.) zur Unterstützung der sehr geschwächten vorderen Linie eingesetzt.

Die Beute entspricht der Wichtigkeit des Erfolges; sie betrug 23 Offiziere, etwa 900 Mann, 10 M. G. und zahlreiches sonstiges Material.

Die Wabengräben selbst hatten durch unser Artilleriefeuer nur wenig gelitten, der Erfolg war vor allem durch die Tapferkeit der stürmenden Infanterie errungen.

9.15 Uhr vormittags ging Meldung über den Sieg durch Brieftaube an die 1. bayerische Infanterie-Division, wo sie kurz danach richtig ankam.

1.30 Uhr nachmittags versuchten die Franzosen einen Angriff gegen den rechten Flügel des I. Bataillons, wurden jedoch abgewiesen.

Die vom I. bayerischen Armeekorps anfänglich beabsichtige Fortsetzung des Angriffs, musste wegen starken feindlichen M.G.-Feuers, sowie völliger Erschöpfung der Kompanien, deren Gefechtsstärke 20 bis 40 Mann betrug, unterbleiben.

Über Alois Wiesers Sterbetag heißt es lapidar:

„22.06.1916 Der Regimentsstab wird im Fosses-Wald durch Regimentsstab 24. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst.“

Alois Wieser wurde wie sein Bruder auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt.

 

Sterbebild von Alois Wieser
Rückseite des Sterbebildes von Alois Wieser

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.419: Willibald Huber

Willibald Huber stammte aus Otting, einer Gemeinde in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 25.05.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Thiaumont.

Willibald Huber wurde auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Willibald Huber
Rückseite des Sterbebildes von Willibald Huber

Der theoretische Weg von Willibald Huber von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: