Der Soldat Franz Xaver Stürminger stammte aus Birnkam, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Velden (Vils), und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.09.1918 (Volksbund und Verlustlisten geben den 18.09.1918 an) fiel er im Alter von 21 Jahren bei Bery-au-Bac und Montigny-sur-Vesle während der Stellungskämpfe an der Vesle, nördlich von Reims, durch eine Granatverwundung.
Man begrub Franz Xaver Stürminger auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 3, Grab 815.
Sterbebild von Xaver StürmingerRückseite des Sterbebildes von Xaver Stürminger
Der Soldat Paul Reiter stammte aus Kupferstadt, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wurmsham, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist in der 3. Kompanie des 2. Brigade-Ersatz-Bataillons. Im August 1914 wurde er bei den erbitterten Gefechten in den Vogesen schwer verwundet und verstarb am 03.09.1914 im Alter von 26 Jahren im Festungslazarett Straßburg.
Man begrub Paul Reiter auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg in Block J, Grab 114.
Der Soldat Joseph Stadler stammte aus Barmbichl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im 1. Ersatz-Bataillon des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.06.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren während der Schlacht um Verdun durch Verschüttung.
Man begrub Joseph Stadler auf demSoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Joseph StadlerRückseite des Sterbebildes von Joseph Stadler
Der Soldat Albert Hofmayer (laut Verlustliste „Hofmaier“) wurde am 20.06.1890 in der bayerischen Gemeinde Schwabsoien geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 124. württembergischen Infanterie-Regiment. Am 15.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei Eclisfontaine, einem Ortsteil der französischen Gemeinde Épinonville bei Verdun.
Was auf dem Sterbebild mit „Schlacht von Sarlois“ gemeint ist, bleibt für mich nicht nachvollziehbar. Eine solche Schlacht gab es nicht. Der Ort Saarlouis ist 139 Kilometer von Eclisfontaine entfernt.
Offiziell ist für Albert Hofmayer keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Épinonville in einem Massengrab beigesetzt wurde, der nur wenige Kilometer von seinem Sterbeort entfernt liegt. 227 deutsche Soldaten wurden hier in einem Massengrab begraben, die nicht mehr zu identifizieren waren. Albert Hofmayer ist sicher einer davon.
Der Soldat Jakob Stadler stammte aus Barmbichl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war Hausbesitzer, Musiker und Maurer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann und Infanterist in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Ende November – Anfang Dezember wurde er verwundet, kämpfte jedoch weiter. Am 26.12.1914 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Saint-Laurent-Blangy, in der Nähe von Arras.
Man begrub Jakob Stadler auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Jakob StadlerRückseite des Sterbebildes von Jakob Stadler
Der Soldat Gustav Winkler stammte aus der Gemeinde Dogern im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist und Gefreiter in der 5. Kompanie (2. Bataillon) des 109. badischen Grenadier-Regiments. Am 04.09.1914 fiel er während der Schlacht vor Nancy – Epinal im Alter von 27 Jahren südlich Baccarat in den Vogesen. Zunächst wurde er von offizieller Seite nur vermisst gemeldet, jedoch versehen mit dem Zusatz „wahrscheinlich tot“. Dies bedeutet, dass seine Kameraden beobachtet hatten, dass er im Kampf so schwer verwundet wurde, dass ein Überleben unwahrscheinlich war. Man konnte jedoch seine Gebeine unmittelbar nach dem Kampf nicht bergen. Vermutlich ist dies auch nach den Kampfhandlungen nicht geordnet geschehen. Wenn seine Gebeine gefunden wurden, konnten sie nicht identifiziert werden und sie wurden anonym in einem Massengrab auf dem rund 20 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Gerbéviller begraben.
Sterbebild von Gustav WinklerRückseite des Sterbebildes von Gustav Winkler
Joseph Brandner Marxenlehen in Metzenleiten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Salzberg (Berchtesgaden). Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier. Am 19.03.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren bei „Tyient“ (?) in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Joseph Brandner ist unbekannt. Ich konnte auch seine Zugehörigkeitz zu einer militärischen Einheit nicht ermitteln, genauso wie seinen Sterbeort.
Sterbebild von Joseph BrandnerRückseite des Sterbebildes von Joseph BrandnerJoseph Brandner
Der Soldat Georg Heimpoldinger stammte aus der bayerischen Gemeinde Velden (Vils) und war der Sohn eines Sägewerkbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.07.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 20 Jahren bei den Kämpfen auf Kalter Erde und beim Dorf Fleurydevant-Douaumont im Fosses-Wald durch einen Granatschuss.
Georg Heimpoldinger wurde erst im zuerst begraben im Fosses-Wald (Schreibfehler auf Sterbebild) begraben. Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in ein Massengrab um.
Sterbebild von Georg HeimpoldingerRückseite des Sterbebildes von Georg Heimpoldinger
Der Soldat Xaver Franz Kainz wurde am 16.10.1892 in Loham geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mariaposching, und war der Sohn eines Schiffbaumeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Les Éparges bei Verdun. Er war einer von 1.140 Soldaten des 4. bayerischen Infanterie-Regimentes, der in den zwei Monaten des Einsatzes bei Les Éparges fielen.
Man begrub Xaver Kainz auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.
Der Soldat Julius Götz wurde am 28.01.1894 in Siegelau geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Gutach im Breisgau in Baden-Württemberg, und war angehender Lehrer (Schulkandidat). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in der 6. Kompanie des 1. badischen Leib-Grenadier-Regiments Nr. 109. Am 09.05.1915 fiel er während der Lorettoschlacht im Alter von 21 Jahren bei Carency an der Lorettohöhe.
in franz. Kriegsgefangenschaft“.
Die Lage des Grabes von Julius Götz ist unbekannt. Ich konnte keine Grablage für auch nur einen seiner mehreren hundert Kameraden recherchieren, die im selben Zeitraum fielen. Die meisten gelten als vermisst. Offensichtlich wurden die Gräber während der heftigen und unmenschlichen Kämpfe um die Lorettohöhe immer wieder zerstört, die Gebeine immer mehr und weiter eingegraben, so dass am Ende des Krieges nichts mehr beizusetzen war. So ruhen die Gebeine von Julius Götz noch in der Erde bei Carency, gemeinsam mit seinen hunderttausend Kameraden in anderen Regimentern auf deutscher und französischer Seite.
Sterbebild von Dr. Heinrich und Julius GötzRückseite des Sterbebildes von Dr. Heinrich und Julius Götz