Der Soldat Peter Putz stammte aus Hochwimm, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erlbach. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.02.1916 verstarb er im Alter von 25 Jahren im Feldlazarett Beaumont-Hamel an einem schweren Kopfschuss, den er während der Stellungskämpfe im Artois bei Vimy erhielt.
Man begrub Peter Putz auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 1, Grab 1052.
Sterbebild von Peter PutzRückseite des Sterbebildes von Peter Putz
Der Soldat Georg Straßer wurde am 11.09.1889 geboren und stammte aus Samping, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erlbach. Im Ersten Weltkrieg diente er als Tambour in der 1. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 01.06.1918 fiel er während der Schlacht bei Soissons und Reims bei Ville-en-Tardenois und der Erstürmung des Courmontwaldes im Alter von 29 Jahren Brustschuss 39 Monate Kriegsdienst.
Über den Todestag von Georg Straßer berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:
„In den Morgenstunden des 01.06. tritt das Regiment befehlsgemäß zum Angriff an. Die vorderen Wellen werden aber alsbald vom völlig unerschütterten Feind durch heftiges Infanterie- und Maschinengewehr-Feuer zu Boden gezwungen. Der Regimentskommandeur stellt daher zunächst das weitere Vorgehen ein und befiehlt Eingraben in den erreichten Linien. Aus dieser Stellung wird mit Tagesanbruch die eingehende Erkundung des Vorgeländes weiter fortgesetzt. Es ergibt sich, dass das rechte Anschluss-Regiment, 27. Infanterie-Regiment, erst den Höhenrücken ostwärts Romigny erreicht hat, dass ferner die linke Anschlussdivision, 232 Reserve-Division, noch nicht vorgekommen ist. Das Regiment erhält aus ostwärtiger Richtung, insbesondere vom Höhenrücken nördlich Cambrecy her, heftiges Flankenfeuer.
Das feindliche Artilleriefeuer, unterstützt durch feindliche Erkundungsflugzeuge, liegt im Laufe des Vormittags des 1.6. mit sich steigernder Heftigkeit auf dem vom Regiment erreichten, fast deckungslosen Gelände. Die Verluste sind erheblich, insbesondere beim linken Flügelbataillon. Die Lage für das Regiment ist wenig beneidenswert und erfordert seitens der Führung besondere Aufmerksamkeit.
Gegen 12 Uhr mittags trifft Divisions-Befehl ein, wonach der Angriff nach 1/2 stündiger Artillerie-Vorbereitung fortzusetzen ist. Die hierzu erforderlichen Befehle sind ebenso ausgegeben. Da setzt gegen 2 Uhr nachmittag ein das bisherige weit übersteigendes Trommelfeuer der feindlichen Artillerie auf unsere Stellung, auf Ville-en-Tardenois, wo sich der Divisions- und Brigade-Stab inzwischen eingefunden hat, sowie auf das Rückengelände ein. Die hierdurch verursachten schweren Verluste scheinen eine Fortsetzung des Angriffs vorerst nicht mehr zu ermöglichen.
Eine Lage schlägt in der Regiments-Befehlsstelle ein, verwundet den Regiments-Kommandeur und den Führer des Reserve-Bataillons, Hauptmann Ruepach, tötet mehrere Leute des Stabes. Die Lage steht auf des Messers Schneide. Da eilt der Regiments-Kommandeur, noch blutüberströmt und nur mit Notverband versehen, in die vordere Linie, ihm schließt sich der 1. Generalstabsoffizier der Division, Hauptmann Pflaumer, an. Das persönliche, unerschreckene Beispiel des hochverehrten Führers wirkt beruhigend und belebend. Zudem beobachtet der Regiments-Kommandeur nunmehr, dass das durch Feuer wenig belästigte 27, Infanterie-Regiment eben zum Angriff ansetzt. Mit raschem Entschluss gibt er jetzt den Angriffsbefehl. I/26. hat sich im Anschluss an das 27. Infanterie-Regiment vorzuarbeiten, links davon geht III./26 anstelle des durch besonders schwere Verluste stark geschwächten II./26. vor. II./26. folgte als Regiments-Reserve hinter dem linken Flügel des Regiments. Die Begleitbatterie ist infolge starker Verluste an Mann und Pferd nicht mehr verwendungsfähig.
Und schon geht das Regiment, vorgerissen durch das hervorragende persönliche Beispiel seines Kommandeurs, in unaufhaltsamem Angriff gegen die sich zäh verteidigenden Senegalneger vor und gewinnt zunächst mit den westlichen Teilen des Regiments den Courmontwald. Bald ist der Feind geworfen und in unerbittlichem Nachstoß im Kampf gegen zahlreiche versteckte Maschinengewehr-Nester und Baumschützen der Südrand des Waldes erreicht.
Hier ordnet der Regiments-Kommandeur persönlich die im Waldkampf stark durcheinander gekommenen Verbände. I./26 steht mit Front nach Süden und Südosten, anschließend daran übernimmt II. Bataillon ostwärts der Straße Ville-en-Tardenois – Boujacourt die Sicherung gegen die vom Feind noch stark besetzte Höhe nördlich Boujacourt. III. Bataillon wird als Regimentsreserve zunächst hinter dem I./26 bereitgestellt. Der Courmontwald wird von feindlicher Artillerie dauernd unter heftigem Artillerie-Feuer gehalten.
Ein blutiger Kampftag geht zur Neige. Das Regiment hat die schwierigen Kampfverhältnisse des westlichen Kriegsschauplatzes gleich beim ersten Einsatz in vollstem Umfange zu kosten bekommen. Die Verluste sind erheblich, namentlich auch die Ausfälle an Führern. Aber es zeigt sich, dass die Ausbildungszeit im Osten nicht vergeblich war. Führer und Mann haben sich den schweren Anforderungen voll gewachsen gezeigt.“
Die Lage des Grabes von Georg Straßer ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bligny begraben wurde, wo die meisten Opfer der Ortschaft Ville-en-Tardenois begraben wurden.
Sterbebild von Georg StraßerRückseite des Sterbebildes von Georg Straßer
Der Soldat Joseph Fellinger stammte aus Scheftenhof, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Parkstetten, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.05.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Kämpfe auf den Maashöhen im Ailly-Wald bei Saint-Mihiel durch einen Granatschuss.
Man begrub Joseph Fellinger auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 204.
Sterbebild von Joseph FellingerRückseite des Sterbebildes von Joseph Fellinger
Der Soldat Ludwig Niedermeier stammte aus Anzenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Perach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in der 2. Batterie des 28. bayerischen Fußartillerie-Bataillons. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern aus. Am 02.07.1918 fiel er im Alter von 22 Jahren nach 3 1/2 Jahren Kriegsdienst in Folge einer Verwundung durch einen Granatsplitter in dem Dorf Fère-en-Tardenois.
Die Regimentsgeschichte berichtet hierzu:
„Am 26.06.1918 wurde das Bataillon als Armeereserve zunächst in die Gegend von Villeneuve zurückgezogen, um am 2. Juli zur Heeresgruppe Schmettow nach Courville in Marsch gesetzt zu werden. Auf dem Weg dorthin, beim Durchmarsch durch Fére en T’ois, büßte die 2. Batterie an diesem Tage noch 8 Tote ein.“
Einer der Toten war Ludwig Niedermeier.
Man begrub Ludwig Niedermeier auf dem Soldatenfriedhof Soupir in Block 1, Grab 1219.
Sterbebild von Ludwig NiedermeierRückseite des Sterbebildes von Ludwig Niedermeier
Der Soldat Johann Fruth wurde am 23.09.1897 in Schwand als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Freudenberg in der Oberpfalz. Er besuchte die 7. Klasse des Gymnasiums in Amberg, als er sich wahrscheinlich freiwillig zum Kriegsdienst meldete. Er wurde Unteroffizier und wurde am 02.04.1917 an der Westfornt – vermutlich Frankreich – schwer verwundet. Am 03.04.1917 verstarb er im Alter von 19 Jahren an seiner schweren Verwundung.
Der Soldat David Kufner stammte aus der bayerischen Gemeinde Obing und war der Sohn eines Kaufmanns. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 15.12.1916 fiel er im Alter von 40 Jahren am Ende der Schlacht um Verdun (Volksbund: gefallen am 25.12.1916)
Man begrub David Kufner auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Hötzinger stammte aus Salmannskirchen , heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ampfing, und war Sägearbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 5. bayerischen Armierungs-Bataillons. Am 07.10.1917 verstarb er nach 10 tägigem Leiden in Salmannskirchen im Alter von 40 Jahren an einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Josef Hötzinger ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er in seinem Heimatdorf Salmannskirchen begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Der Soldat Heinrich Rommelsberger stammte aus der bayerischen Gemeinde Schonstett und war Maurer und Hausbesitzer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras (Lorettoschlacht) bei Arras.
Man begrub Heinrich Rommelsberger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Heinrich RommelsbergerRückseite des Sterbebildes von Heinrich Rommelsberger
Der Soldat Engelbert Hochhäusl stammte aus Rumering, heute ein Ortsteil der bayerischen gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.10.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren während der Kämpfe in Flandern.
Die Lage des Grabes von Englbert Hochhäusl ist unbekannt.
Sterbebild von Engelbert HochhäuslRückseite des Sterbebildes von Engelbert Hochhäusl
Der Soldat Joseph Hartl wurde am 15.12.1882 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Rattenkirchen und war Schuhmachermeister und Krämereibesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 30.03.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren.
Man begrub Joseph Hartl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 604.
Sterbebild von Joseph HartlRückseite des Sterbebildes von Joseph Hartl