Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.843: Ludwig Sonnleitner

Der Soldat Ludwig Sonnenleitner wurde am 18.01.1877 in Eichendorf in Niederbayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.06.1915 fiel er im Alter von 38 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Offiziell ist für Ludwig Sonnleitner keine Grablage bekannt. Laut Sterbebild wurde er jedoch auf dem Soldatenfriedhof von Neuville-St.Vaast begraben. Ich bin mir sicher, dass seine Gebeine nocht dort ruhen – anonym in einem Massengrab.

Sterbebild von Ludwig Sonnleitner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Sonnleitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.841: Franz Eggerstorfer

Der Soldat Franz Eggerstorfer (Verlustliste und Volksbund: Eggersdorfer) stammte aus Kriestorf und war der Sohn eines Landwirts (Ökonom). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei den grausamen Gefechten bei Saint-Mihiel im Ailly-Wald in der Nähe von Verdun durch schwere Verwundung.

Man begrub Franz Eggerstorfer auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 29. http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_e.htm

Sterbebild von Franz Eggerstorfer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Eggerstorfer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.839: Johann Brandmaier

Der Soldat Johann Brandmaier (Volksbund und Regimentsgeschichte: Brandmeier) wurde am 31.12.1892 in Hainzing geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bodenkirchen, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner).  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.06.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Thelus vor Arras in Nordfrankreich.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Johann Brandmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 02.06. setzte äußerst heftige, planmäßige Beschießung des Gesamtabschnittes ein. Durch Volltreffer flogen Handgranaten, Munitions- und Schanzzeugdepots in die Luft, Volltreffer neben Volltreffer saß in den Laufgräben, die vordere Linie war eingeebnet, die Maschinengewehr-Stellungen verschwunden. Es war dies die Vorbereitung eines Angriffs in der hellen Nacht des 03.06. um 2.30 Uhr vormittags gegen das II. Bataillon; er wurde im Nahkampf mit ergiebigen Feindverlusten abgeschlagen, ebenso wie auch am 04.06. gegen 3 Uhr vormittags die Wachsamkeit dieses Bataillons einen feindlichen Überrumpelungsversuch vereitelte.

Das wütende feindliche Artilleriefeuer aus allen Richtungen, dessen Steigerung man für unmöglich gehalten hatte, ebnete am 04. und 05.06. die Gräben 11 und 12 vollkommen ein. Die Besatzung litt dazu unter den Atem und Sehkraft raubenden Stinkbomben, unmittelbar rechts und im Rücken stand der Franzose, nur mit Aufbietung aller Kraft mühsam abgehalten durch die todesmutigen Handgranatenwerfer hinter den alle Augenblicke eingeschossenen Sandsackbarrikaden. Kein Wunder, dass der allgemeinen Erschöpfung kaum mehr gesteuert werden konnte; das Ausharren in dieser Hölle konnte nur mehr eine Frage der Zeit sein.“

Man begrub Johann Brandmaier auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Brandmaier
Rückseite des Sterbebildes von Johann Brandmaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.838: Alois Heilmaier

Der Soldat Alois Heilmaier (Verlustliste: Heilmeier) wurde am 15.06.1892 in Radlkofen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mengkofen, und lebte und lebte zuletzt in Wendldorf. Sein Vater war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 (Regimentsgeschichte: 26.09.1914) verstarb er nach schwerer Verwundung während der ersten Kämpfe bei Peronne und an der Somme im Alter von 22 Jahren im Lazarett Marchélepot.

Über den Tag seiner schweren Verwundung und seines Todes berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht zum 26.09. wurde die vordere Linie des Regiments (III./3. bayerisches Infanterie-Regiment) und I./3. bayerisches Infanterie-Regiment) wieder vorgeschoben bis in die Linie Ferme (westlich Fay) – Straße nach Foucaucourt (ausschließlich), wo nach Süden 20. Infanterie-Regiment anschloss. Der Nebel begünstigte das Eingraben. Später aber kam heftiges Artilleriefeuer. Die Gruppen nördlich des Regiments zwischen Dompierre und Fay wurden etwas vorgeschoben.“

Die Lage des Grabes von Alois Heilmaier ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Manicourt begraben wurde, wo man rund 3.000 deutsche Soldaten begrub, deren Identität ebenfalls unbekannt sind und die in dieser Region fielen.

Sterbebild von Alois Heilmaier
Rückseite des Sterbebildes von Alois Heilmaier

Sonderbeitrag: Ernst Paulus

Der Soldat Ernst Paulus stammte aus Zürich (Schweiz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 399. bayerischn Fußartillerie-Batterie. Am 06.08.1916 verstarb er im Alter von 20 Jahren, nachdem er zuvor am 05.08.1916 während der Kämpfe in den Vogesen schwer verwundet worden war.

Man begrub Ernst Paulus auf dem Soldatenfriedhof Bisping in Grab 41. Ich konnte dieser Tage sein Grab besuchen. Ein Foto des Grabes findet man unten auf dieser Seite.

Im Münchner Stadtteil Thalkirchen gedenkt man Ernst Paulus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/thalkirchen-st-maria_stadt-muenchen_wk1_bay.html

Die Todesanzeige für Ernst Paulus
Das Grab des Soldaten Ernst auf dem Soldatenfriedhof Bisping

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.837: Otto Osterholzer

Der Soldat Otto Osterholzer stammte aus Schwaig, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aldersbach, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 11. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er bei den Kämpfen in Flandern als vermisst gemeldet, wurde aber alsbald als verwundet registriert und diente in einem Ersatztrupp. Am 01.03.1915 verstarb er dann in Folge einer Krankheit im Alter von 21 Jahren im Kriegslazarett Montigny.

Man begrub Otto Osterholzer auf dem Soldatenfriedhof Dourges in Block 4, Grab 773.

Seine Heimatgemeinde Aldersbach gedenkt Otto Osterholzer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/aldersbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Otto Osterholzer
Rückseite des Sterbebildes von Otto Osterholzer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.836: Balthasar Brunner

Der Soldat Balthasar Brunner stammte aus der bayerischen Stadt Traunstein und war Stationsgehilfe. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei den Kämpfen bei Fampoux vor Arras.

Über den Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regigemts:

„16.06.1915 Um 1 Uhr nachmittags setzte stärkstes Trommelfeuer gegen den rechten Flügel des Regiments ein. Da die Beobachtungsposten nach kurzer Zeit außer Gefecht gesetzt waren, konnten sich die Franzosen vor Beginn des Angriffes an den 1. Graben heranschieben und dann ohne Widerstand den völlig zerschossenen 1. Graben besetzen, teilweise bis in die 2. Linie vordringen. Hier trafen sie zuerst auf Widerstand. Sofort wurde der Gegenangriff eingeleitet, an dem sich hauptsächlich die 9. Kompanie von Norden, die 2. von Osten, die 11. von Süden her betätigte. In hartnäckigem Kampf von Schulterwehr zu Schulterwehr wurden die eingedrungenen Franzosen zusammengedrängt und dann gefangen genommen. Um 6.45 Uhr abends war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. 5 Offiziere und 150 Mann wurden als Gefangene eingebracht.“

Man begrub Balthasar Brunner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Traunstein gedenkt Balthasar Brunner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/traunstein_gedenkbuecher_lk-traunstein_bay.html

Sterbebild von Balthasar Brunner
Rückseite des Sterbebildes von Balthasar Brunner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.835: Ulrich Leidner

Der Soldat Ulrich Leidner wurde am 26.06.1873 in der bayerischen Gemeinde Minderoffingen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schaffner bei der Eisenbahnbetriebskolonne Grodno im heutiten Belarus. Am 17.04.1917 verstarb er in Folge einer Erkrankung im Reservelazarett Berlin.

Man begrub Ulrich Leidner auf dem Augsburger Westfriedhof in Block 4, Reihe 2, Grab 23.

 

Sterbebild von Ulrich Leidner
Rückseite des Sterbebildes von Ulrich Leidner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.834: Wilhelm Angerhofer

Der Soldat Wilhelm Angerhofer wurde am 06.04.1894 in Holz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren, als Sohn eines Landwirt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er ab dem 25.02.1915 als Infanterist in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Er wurde leicht verwundet. Am 24.07.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Templeux-la-Fosse und Moislains.

Sein Bruder Johann Angerhofer diente in der 12. Kompanie des 23. bayerischen Infanterie-Regiments und fiel am 13.03.1916 bei Arras.

Man begrub Wilhelm Angerhofer auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 2, Grab 353.

Seine Heimatgemeinde Bernbeuren gedenkt Wilhelm Angerhofer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/bernbeuren_lk-weilheim-schongau_bay.html

 

Sterbebild von Wilhelm Angerhofer
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Angerhofer
Info zu Wilhelm Angerhofer
Rückseite des Infozettels von Wilhelm Angerhofer mit einem Blick auf das zerstörte Vigneulles

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.833: Hugo Müller

Der Soldat Hugo Müller wurde am 27.10.1894 in Kempten geboren. Er warbeitete als Schlosser bei der Schlosserei Elhard in Kempten. Am 07.11.1914 wurde er als Infanterist in die 3. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments einberufen. Am 19.02.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren am Reichsackerkopf.

Über den Todestag und die Todesumstände von Hugo Müller berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 19.02.1915 6 Uhr früh gings weiter. Der Regimentsstab erreichte auf langem steinigen Weg unter Führung eines Hirtenbuben zunächst Eckersberg und nach kurzem Aufenthalt Breitenbach durch dessen Häuserreihen bereits vereinzelte Weitgänger vom Reichackerkopf herunterpfiffen. Inzwischen hatten I. und II./R. 19 teils auf den Brücken in Breitenbach und Sendenbach teils ohne Brücke die Fecht überschritten und waren in raschem Anlauf übers Katzenköpfel und Stocka gegen Reichackerkopf und Sattel vorgedrungen. Schon war I./R 19 7.30 Uhr vormittags mit der mittleren Kompanie (3., Kollmann) ohne Verlust an den Waldrand 200 Meter nördlich des Katzenköpfl herangekommen, als es sich plötzlich in dem steilansteigenden Waldhang starken Draht- und Baumverhauen gegenüber sah und nicht nur von der Front, sondern vor allem aus der rechten Flanke starkes Feuer erhielt, das namentlich von Oberwida gegen den Mönchberg, also östlich am Katzenköpfl vorbei angesetzten 4. Kompanie (Hauptmann Seitz) das Vorwärtskommen außerordentlich erschwerte und böse Verluste brachte. Unter den ersten, die hier den Heldentod fanden, war Leutnant der reserve Bernheimer (4.), Offiziersstellvertreter Micheler (3.) und der Fahnen-Unteroffizier Josef Schmid aus Kornau bei Oberstorf, der mit der Fahne in der Hand neben seinem Kommandeur, Major Veith, fiel. Gelang es nun auch der 4. Kompanie, trotz der Unterstützung, die ihr durch den vom Regiment über Fronzell vorbefohlenen Zug Einberger (1./R 19) zugedacht war, zunächst nicht weiter vorzukommen und hatte auch die am linken Flügel von 1./R. 19 im Klängle sich vorarbeitende 2. Kompanie (Oberleutnant Auffhammer) infolge des aus den Astverhauen frontal und flankierend einschlagenden Feuers einen schweren Stand, so kämpfte sich doch trotz aller Schwierigkeiten die 3. Kompanie im heftigen feindlichen Feuer unaufhaltsam vor und wurde von ihr im Verein mit einem Zug der 2. Kompanie 10.35 Uhr vormittags die stark verschanzte Stellung der feindlichen Feldwache am Weg 300 Meter südlich der Kuppe des Reichackerkopfs im Sturm genommen. Mit welcher Sicherheit dabei ungeachtet der gewaltigen körperlichen Anstrengungen und ständigen Todesgefahr unsere zähen Schwaben und Altbayern schossen, bewiesen die 25 toten Alpenjäger des 51. französischen Alpenjägerbataillons, die fast durchweg durch den Kopf getroffen hinter ihren kleinen Schießscharten in den aus mächtigen Fichtenstämmen errichteten Barrikaden lagen. II./R. 19 war inzwischen mit 5., 6., 7. Kompanie von Sendenbach mit rechtem Flügel über Roth – Obereck bis auf 300 Meter an den Sattel vorgedrungen und da mit diesem günstigen Ergebnis gleichzeitig von I./L. 121 gemeldet wurde, dass es den Mönchberg genommen habe und vom R. I. R. 18, dass der Altmattkopf erreicht sei, so hielt sich der Regimentsstab berechtigt, auf baldigen, restlosen Sieg zu hoffen. Umso bitterer war die Enttäuschung, als sich ein paar Stunden später herausstellte, dass diese beiden Meldungen völlig auf Irrtum beruhten und da wiederum gleichzeitig auch II./R. 19 meldete: „Wegnahme des Sattels und der Kuppe unmöglich, da Hindernisse zu stark, Wirkung unserer Artillerie gleich Null und in der linken Flanke drei feindliche Kompanien; gehe mit Bataillon einige 100 Meter zurück und biege linke Hälfte der Front nach Westen“, da sah sich die Führung mangels jeder unmittelbar verfügbaren Reserve plötzlich in sehr misslicher Lage. Eben – es mochte etwa 7 Uhr abends sein – wurde die Anforderung von Reserven aus Münster und verstärkte Artilleriewirkung auf Reichackerkopf, Klängle-Sattel und Sattelköpfchen erwogen, als die befreiende Meldung vom I./R. 19 eintraf: „Abteilung Kollmann – 3./19, zug Schuster 2./19, Zug Amode und Fürst 4./19, Maschinengewehr-Zug Reim und 6 Mann R.P.K. 8 – hat 6.15 Uhr abends den Reichackerkopf genommen; Feind in nördlicher und nordwestlicher Richtung zurückgegangen; erreichte Stellung wird gehalten und verschanzt“. Damit war der beherrschende Punkt zwischen der großen und kleinen Fecht westlich Münster gewonnen und der selbsttätige Oberleutnant Kollmann im Verein mit Oberleutnant Kein und den anwesenden Zugführern gegen 4 Uhr nachmittags gefasste Entschluss, trotz der vorausgegangenen gewaltigen Anstrengungen und Kämpfe, noch am gleichen Tag die Kuppe wegzunehmen, wird für Führer und Truppe allzeit ein Ruhmesblatt in der Geschichte  R. I. R. 19 bleiben. Dass die Durchführung gelingen konnte, war allerdings nur durch den Maschinengewehr-Zug Keim möglich, dessen Leistungen an diesem Tage allein schon was die körperlichen Anstrengungen anlangt, vorzüglich waren. Unteroffizier Mac-Carty als Erkunder, Schütze Geyer als Meldegänger und Gefreiter Albrecht als Richtschütze haben sich überdies dabei durch Schneid und Gewandheit besonders bewährt. – Inzwischen war längst nass und kalt die Nacht hereingebrochen und deckte Freund und Feind mit ihrem schwarzen Schleier, unter dem nicht weniger als drei Offiziers-Dienstgrade (Leutnant der Reserve Bernheimer (4.), Offiziers-Stellvertreter Micheler (3.) und Feldwebel-Leutnant Gabler (7.), 8 Unteroffiziere und 30 Mann, darunter Infanterist Josef Müller (5.), der seinen im feindlichen Drahtverhau vor dem Sattelköpfle liegenden angeschossenen Kameraden herausholen wollte), für immer ruhten und drei Offiziere (Leutnant Lindner (3.), Leutnant der Reserve Angerer (5.), Leutnant Roßkopf (7.), ein Offiziers-Stellvertreter (Merwald) und 179 Unteroffiziere und Mannschaften teilweise schwer verwundet geborgen werden mussten.“

Offiziell ist für Hugo Müller keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier Joseph Schmid, gefallen am 19.02.1915 am Reichsackerkopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Leutnant Rudolf Bernheimer, gefallen am 19.02.1915 bei Fronzell, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
  • Feldwebelleitnant Karl Gabler, gefallen am 19.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 2, Grab 60;

 

Seine Heimatgemeinde Kempften gedenkt Hugo Müller noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kempten_kath_frdh_wk1_bay.htm

 

Foto von Hugo Müller
Rückseite des Fotos von Hugo Müller