Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.209: Hubert Biller

Der Soldat Hubert Biller wurde am 16.04.1919 in Linderhof geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ettal. Sein Vater war Forstwarts in Steingaden. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in einer Gebirgsjäger-Division. Am 29.09.1941 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Maläja Belosjorka (Russland), 3 km südl. Malaja-Belosjodra

Man begrub Hubert Biller auf dem Soldatenfriedhof Kirowograd – Sammelfriedhof in einem Massengrab.

Sterbebild von Hubert Biller
Rückseite des Sterbebildes von Hubert Biller

Die Gefallenen des Frankfurter Hauptfriedhofs – Teil 10: Georg Pfnür

Der Soldat Georg Pfnür wurde am 10.08.1883 in Königsee geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schönau am Königssee. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.05.1916 wurde er bei während der Schlacht um Verdun bei dem Kämpfen um die Höhe 304 schwer verwundet. Am 11.06.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren in einem Lazarett in Frankfurt am Main im heutigen Bundesland Hessen an seiner Verwundung.

Man begrub Georg Pfnür auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main in Reihe F, Grab 37.

Grab von Georg Pfnür

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.208: Fritz Meisl

Der Soldat Fritz Meisl wurde am 28.12.1923 in Neufang als Sohn eines Landwirts geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Schütze in einem Grenadier-Regiment.  Am 29.07.1943 fiel er im Alter von 19 Jahren in Russland bei Dolgaja Berg bei Krasnodar am Kuban.

Man begrub Fritz Meisl auf dem Soldatenfriedhof Gora Dolgaja in einem Massengrab.

Sterbebild von Fritz Meisl
Rückseite des Sterbebildes von Fritz Meisl

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.207: Willy Niggl

Der Soldat Willy Niggl wurde am 06.03.1920 in der Gemeinde Lechbruck am See in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einem Aertillerie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 27.10.1943 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Domamerki, in der Region Gomel (weißrussisch: Homel) im heutigen Weißrussland.

Die Lage des Grabes von Willy Niggl ist unbekannt. Es könnte sein, dass seine sterblichen Überreste, wenn sie geborgen wurden, auf dem Soldatenfriedhof Berjosa anonym in einem Massengrab begraben wurden.

Sterbebild von Willy Niggl
Rückseite des Sterbebildes von Willy Niggl

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.206: Michael Sieber

Der Soldat Michael Sieber wurde am 01.02.1914 in der bayerischen Gemeinde Prem geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der deutschen Wehrmacht. Am 25.06.1941 fiel er im Alter von 27 Jahren zwei Kilometer von Cholojow in der heutigen Ukraine (damals Russland) an der Ostfront.

Man begrub Michael Sieber auf dem Soldatenfriedhof Potelitsch in einem Massengrab.

Sterbebild von Michael Sieber
Rückseite des Sterbebildes von Michael Sieber

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.205: Georg Hofbauer

Der Soldat Georg Hofbauer stammte aus Stockahausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnstorf, und war Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er der 7. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Militäer-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 12.02.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren während des Stellungskampfes bei Montauban-de-Picardie, Longueval, Maricourt, Guillemont und Bois Faviére durch Granatschuss.

Man begrub Georg Hofbauer auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Hofbauer
Rückseite des Sterbebildes von Georg Hofbauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.204: Alois Volkmuth

Der Soldat Alois Volmuth stammte aus der Gemeinde Niederlauer in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 11. Kompanie des 22. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.03.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren in Frankreich in der Schlacht um Verdun während der Kämpfe im Wald von Avocourt und Malancourt (Bois de Malancourt).

Die Lages des Grabes von Alois Volkmuth ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch rechts sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Josef Georg Wanger, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Infanterist Josef Weidner, gefallen am 20.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Infanterist Ferdinand Ohnmacht, gefallen am 08.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Richard Kopfgans, gefallen am 08.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Otto Königstein, gefallen am 22.03.1916 bei Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Alois Volkmuth

Die Gefallenen des Frankfurter Hauptfriedhofs – Teil 4: Alfred Mangold

Der Soldat Alfred Mangold wurde am 07.04.1893 in bayerischen Stadt Münnerstadt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.06.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht um Verdun in einem Lazarett in Frankfurt am Main.

Man begrub Alfred Mangold auf dem Hauptfriedhof Frankfurt am Main in Reihe F, Grab 42.

In seiner Heimatstadt Münnerstadt gedenkt man Alfred Mangold noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/muennerstadt_lk-bad-kissingen_wk1_wk2_bay.html

Grab von Alfred Mangold auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.203: Joseph Sigg

Der Soldat Joseph Sigg wurde am 24.05.1894 in Klosterbeuren als Sohn eines Mühlbesitzers geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babenhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 24.03.1917 verstarb er im Alter von 23 Jahren nach einem Bauchschuss in einem Feldlazarett in Frankreich. Diese in der damaligen Zeit (Antibiotika war noch nicht entdeckt) meist tödliche Verletzung erhielt er während der Stellungskämpfe im Wald von Apremont und Ailly in der Nähe des Camp des Romains (Römerlager) am „Kuhkopf“.

Man begrub Joseph Sigg auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 19, Grab 110.

Sterbebild von Joseph Sigg
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Sigg

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.202: Simon Schoder

Der Soldat Simon Schoder wurde am 26.10.1893 in Langenmosen in Bayern als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Spada.

Über den Todestag von Simon Schoder berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am frühen 24. September musste der Angriff weitergeführt werden. Schon waren die ersten Schützenlinien in lautlosem Vorgehen auf den Höhenkamm gekrochen, da sah man vor sich französische Abteilungen, nördlich und südlich der Straße Lamorville – Lacroix, in überlegener Zahl marschieren. Unsere vordersten Schützen eröffneten sofort das Feuer – nun kam Leben in die feindlichen Haufen – aber auch die französische Artillerie blieb nicht untätig. Von Nordwest, aus Richtung la Gelouse und von links seitwärts, aus Fort les Paroches sausten die schwersten Granaten heran und brachten uns starke Verluste bei. Die französische Infanterie aber setzte zu einem gewaltigen Angriff in breiter Front an und bald brach ein furchtbares Infanteriefeuer über uns los. Einer der ersten Führer, der hier schwer verwundet wurde, war Hauptmann Karl Fischer, Führer der 11. Kompanie.

Nun kam unsere Vorwärtsbewegung ins Stocken.

Schon lag der Franzose auf 600 Meter gegenüber; immer mehr verdichteten sich seine Schützenlinien, immer stärkere Unterstützungen rückten nach, durch die Gunst des Geländes gedeckt. Die Preußen waren noch nicht da – unsere Lage begann immer kritischer zu werden. Die Verluste mehrten sich in unheimlicher Weise. Unter anderem wurde auch der Regimentsadjutant Schuster und der Bataillons-Adjutant I. Bataillon Leutnant Röhm schwer verwundet.

Eine zwischen dem 13. und 10. Regiment entstandene gefährliche Lücke hatte Oberstleutnant Mieg mit den Kompanien 6. Infanterie-Regiment ausgefüllt.

Das III. Bataillon lag am Hang der Höhe 294, das I. Bataillon links gestaffelt mit Front gegen Höhe 269; letztere war mit Sicherungen der Kompanie Heinzmann besetzt.

Gegen Mittag wurde ein französischer Vorstoß aus dem Gelousewald vom 13. Regiment abgewiesen; indes verstärkte sich das feindliche Artilleriefeuer immer mehr und überschüttete besonders das III. Bataillon 13. Infanterie-Regiments (Hofmann).

Unser 10. Regiment war ständig in der Flanke heftig beschossen und erlitt erhebliche Verluste.

Teile des 3. und 8. Feldartillerie-Regiments aus Senonville, Lavigneville und Gilaumontwald her feuernd, konnte keine Entlastung bringen.

Da sah man plötzlich, etwa um die zweite Nachmittagsstunde, das preußische 47. Regiment vorbrechen. Aber die vorzüglich beobachtende französische Artillerie überschüttete es derart mit Schnellfeuer, dass der schneidig vorgetragene Angriff zusammenbrach.

Nun verdoppelten die Franzosen ihre Anstrengungen, unsere Dünnen Linien, in denen mehr Tote und Verwundete als kampffähige Schützen lagen, zu durchbrechen. Die feindliche Artillerie flankierte in entsetzlicher Weise. Immer neue französische Kompanien rückten heran. Als dann noch Teile des 6. Infanterie-Regiments, die den befehl bekamen, bei Camp des Romains einzugreifen, herausgezogen wurden, schien die Lage unhaltbar, zumal die Rückwärtsbewegung dieser Teile des 6. Infanterie-Regiments Verwirrung anrichtete.

Oberstleutnant Mieg war inzwischen in der vordersten Kampflinie eingetroffen; das Einsetzen seiner Persönlichkeit in höchster Gefahr belebte den Mut der Kämpfenden und es gelang, dank dem vorbildlichen Einfluss beherzter Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, unsere schwachen Linien zum Ausharren anzufeuern, die bedrohte Stellung bis zum Anbruch der Dunkelheit zu halten und die drohende Umfassung durch die weit überlegene französische Infanterie abzuwehren.

Besonders hielten unsere von feindlichen Gruppen oft bedrohten Maschinengewehr-Schützen zäh und standhaft aus – hier seien rühmend erwähnt der Unteroffizier Friedrich Fischer, der Gefreite Leonhard Binder, die Landwehr-Leute Georg Neuer und Josef Horndasch sowie der Reservist Johann Wagner.

Um 8 Uhr abends begann die Gefechtstätigkeit abzuflauen; der Gegner hatte offenkundig auch stark gelitten , denn als unsere Kompanien abbauten, folgte er nicht einmal mit Patrouillen nach.

Mit kaum 200 Mann ging unser III. Bataillon gemäß Brigandebefehl in eine Vorpostenstellung in die Waldstellung 1 km südwestlich Spada zurück, wo es 2 Uhr nachts eintrag. Das I. Bataillon rückte mit seinen Resten für die Nacht nach Chaillon ab.“

Man begrub Simon Schoder auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab. ⇒ http://www.denkmalprojekt.org/2009/saint-mihiel_kgs_wk1_namen_s1_fr.htm

Sterbebild von Simon Schoder
Rückseite des Sterbebildes von Simon Schoder