Der Infanterist Joseph Socher wurde am 23.10.1896 in Bernbeuren als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.08.1916 fiel er im Alter von nur 19 Jahren bei Saint-Mihiel bei Verdun.
Die Gebeine von Joseph Socher sind auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab begraben.
Sterbebild von Joseph SocherRückseite des Sterbebildes von Joseph Socher
Der theoretische Weg von Joseph Socher von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:
Der Schüler eines Gymnasiums, Josef Kerscher, stammte aus Rosenheim. Am 25.01.1945 fiel er im Alter von nur 19 Jahren im Elsass (Punkt 286), 2,5 km südöstlich Sennheim (Cernay) im Oberelsass. Was für ein sinnloser Tod eines jungen Menschen so kurz vor Kriegsende.
Josef Kerscher wurde als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Cernay in einem Massengrab beigesetzt.
Auf dem selben Sterbebild gedachte man auch der Mutter von Josef Kerscher, Therese Kerscher (geb. Weber). Sie verstarb im Alter von 43 Jahren im Krankenhaus Roding.
Sterbebild von Josef KerscherRückseite des Sterbebildes von Josef Kerscher
Der Schuhmachermeister Peter Brindl aus Angerbach (Ortsteil von Gangkofen) diente im Ersten Weltkrieg in der 11. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments als Landwehrmann und Gefreiter. Am 22.07.1915 fällt er im Alter von 38 Jahren bei einer Verschüttung durch eine Granate.
Peter Brindl wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab begraben.
Der theoretische Weg von Peter Brindl von seinem Heimatort zu seinem Grab:
Der Soldat und Reservist Max Mayer stammte aus Hampersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Dorfen, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 12. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.08.1914 verstarb er im Alter von 26 Jahren im Lazarett St. Johann.
Seine letzte Ruhestätte fand Max Mayer auf dem Soldatenfriedhof Bisping in einem Massengrab.
Der theoretische Weg von Max Mayer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Sohn eines Kleinbauern, Josef Sturz, stammte aus Ella, einem Ortsteil der Gemeinde von Buchbach. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 3. Landwehr-Infanterie-Regiments als Ersatz-Reservist. Am 27.07.1915 wurde er in den Vogesen schwer verwundet und verstarb mehr 68 Tage später am 30.09.1915 im Alter von 31 Jahren im Lazarett in Colmar.
Josef Sturz wurde auf dem Soldatenfriedhof Colmar in Grab 455 begraben.
Der Käsefabrikant Franz Xaver Dreher wurde am 08.12.1877 in Mussenhausen geboren und arbeitete in Buchenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Wehrmann. Am 16.10.1914 wurde er im Alter von 36 Jahren am Immerlingskopf bei Urbeis im Oberelsass im Kampf getötet.
Beim Volksbund, der zuständigen Stelle, ist keine Grablage für Franz Xaver Dreher bekannt.
Nach meinen Recherchen gehe ich davon aus, dass die sterblichen Überreste von Franz Xaver Dreher auf dem Soldatenfriedhof Hohrod anonym in einem Massengrab beigesetzt wurden. Ich begründe diese Annahme mit dem Verbleib der Leichen seiner Kameraden aus seiner Kompanie:
Josef Hengge, Wehrmann, gefallen am 16.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 403
Sebastian Hofer, Wehrmann, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 353
Johann Groß, Infanterist, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Massengrab
Die Einheit Franz Xaver Drehers war in der Zeit, als er fiel, über längere Zeit am Lingekopf eingesetzt. Es war Standard, die Gefallenen auch dort zu begraben. Durch Kampfhandlungen gingen immer wieder Daten von Gräbern verloren, Gräber wurden zerstört und durcheinander geworfen, Markierungen wurden unlesbar. So sind wahrscheinlich auch die Daten von Franz Xaver Dreher verschwunden.
Der Reservist Franz Baumgartner diente im Ersten Weltkrieg in der 1. Kompanie des 15. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1915 wurde er bei einem Sturmangriff schwer verwundet und verstarb an seinen Wunden im Alter von 29 Jahren am Bois la Vaux Fery.
Beigesetzt wurde Franz Baumgartner auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Franz BaumgartnerRückseite des Sterbebildes von Franz Baumgartner
Johann Baptist Obersteiner stammte aus Engelsberg und war der Sohn eines Straßenbauers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.08.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Landersbach im Münstertal (Elsass).
Das Grab von Johann Baptist Obersteiner befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach, Block 4, Grab 197.
Das Schicksal seines Bruders, Simon Obersteiner, habe ich gestern vorgestellt.
Sterbebild von Johann Baptist ObersteinerRückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Obersteiner
Der theoretische Weg von Johann Baptist Obersteiner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Infanterist Simon Obersteiner wurde in Engelsberg geboren. Sein Vater war Straßerbauer. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 16. Infanterie-Regiments. Am 14.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Montauban-de-Picardie.
Simon Obersteiner wurde auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt.
Morgen stelle ich das Schicksal seines Bruders, Johann Baptist Obersteiner vor.
Sterbebild von Simon ObersteinerRückseite des Sterbebildes von Simon Obersteiner
Der theoretische Weg von Simon Obersteiner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Leopold Steinhauser wurde am 27.09.1881 in Buchen, einem Ortsteil der Gemeinde Altusried geboren und lebte in Haldenwang. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er bei Neuvireuil (auf dem Sterbebild irrtümlich als „Nevireuil“ angegeben) in Nordfrankreich bei Arras.
Ich gehe davon aus, dass die sterblichen Überreste von Leopold Steinhauser entweder noch ungeborgen auf dem Schlachtfeld ruhen, oder auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab begraben wurden. In diesem Fall bin ich unsicher. Sehr viele seiner Kameraden in der 9. Kompanie, die in diesen Tagen fielen, wurden nicht identifiziert und begraben. Folgender Kamerad wurde jedoch auf dem angegebenen Friedhof in einem Massengrab begraben, als er mit Leopold Steinhauser kämpfte und fiel:
Leonhard Deutschenbauer, Infanterist, gefallen am 02.10.1914 bei bei Fresnes les Montauban
Sterbebild von Leopold SteinhauserRückseite des Sterbebildes von Leopold Steinhauser