Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.572: Rupert Zauner

Der Soldat Rupert Zauner stammte aus See, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wallersdorf, und war ein der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 19. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 16.05.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren in Frankreich an der Somme durch einen Brustschuss.

Man begrub Rupert Zauner auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 4, Grab 653.

siehe Bruder Joseph Zauner

Sterbebild von Rupert Zauner
Rückseite des Sterbebildes von Rupert Zauner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.571: Franz Mayr

Der Soldat Franz Mayr wurde am 27.10.1886 in Arfling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, als Sohn eines Landwirts (Lorisohn) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 10.11.1916 verstarb er, nachdem er während der Stellungskämpfe im Artois bei Givenchy-en-Gohelle schwer verwundet worden war, im Alter von 30 Jahren im Marienhospital Essen.

Über die Umstände seiner Verwundung und seiner letzten Lebenstage berichtet die Regimentsgeschichte des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Der lehmige Boden hatte zwar ermöglicht, die Gräben tief einzuschneiden und auch minierte Unterstände anzulegen; aber durch die ständige Minenbeschießung war die Standfestigkeit des Bodens sehr gelockert worden, er bröckelte ständig ab und bildete mit dem bei nassem Wetter in den Gräben nicht versickernde Wasser eine zähe, breiige Masse, in der man namentlich in den Regentagen Anfangs November bis über die Knie versank. Schon die Bodenverhältnisse allein erforderten angestrengte Arbeit, um die Stellung verteidigungsfähig zu erhalten; erst als im Januar eine längere Frostperiode eintrat, besserte sich die Stellung in dieser Richtung. Zahlreiche Sprengtrichter von zum Teil beträchtlicher Tiefe und hoch sich über das Umgelände erhebenden Rändern (Idatrichter!), die sich auf dem Höhenrücken zwischen den im Regimentsabschnitt auf nächste Entfernung einander gegenüberliegenden beiderseitigen Stellungen befanden, mahnten im Verein mit den Wahrnehmungen unserer Mineure über die unterirdische Weiterarbeit des Feindes an die dauernde Gefahr, durch eine Sprengung verschüttet zu werden.  Während der ganzen Besetzungsdauer währte der beiderseitige Minenkampf an, in dem man sich gegenseitig durch Quetschminen die vorgetriebenen Minengänge einzudrücken suchte. Eine größere Sprengung nahm der Feind am 27.11. am linken Flügel von D3 vor, wobei er durch Auswerfen eines 40 – 60 Meter breiten und 15 Meter tiefen Trichters unsere Stellung auf eine große Strecke verschüttete und uns einen Verlust von 20 Toten – darunter Leutnant Katzenstein, Kompanieführer der 7. Kompanie -, 25 Verwundeten und einem Vermissten zufügte. Der unmittelbar an die Sprengung in 300 Meter Breite anschließende feindliche Angriff wurde abgewiesen. Auch Erkrankungen durch die manchmal erst geraume Zeit nach der Sprengung in die minierten Unterstände eingedrungenen Gase kamen vor. Die den Stellungen zunächst liegenden Trichterränder wurden beiderseits durch Gräben mit den Stellungen verbunden und mit Beobachtungsposten und Maschinengewehren besetzt und bildeten häufig das Ziel für nächtliche Patrouillenunternehmungen.“

Man begrub Franz Mayr auf dem militärischen Teil des Friedhofs Essen-Altenessen-Nordfriedhof in Block 11, Grab 17.

Sterbebild von Franz Mayr
Rückseite des Sterbebildes von Franz Mayr

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.570: Josef Nützl

Der Soldat Josef Nützl wurde am 04.04.1897 Eschlbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schönberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Man zeichnete Josef Nützl mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse aus. Er geriet in französische Kriegsgefangenschaft und erkrankte an Typhus. Am 16.02.1919 verstarb er im Alter von 22 Jahren in einem Lazarett in Saint-Dizier (Département Haute-Marne) an dieser schweren Krankheit.

Die Lage des Grabes von Josef Nützl ist unbekannt, ich weiß jedoch, dass viele Soldatengräber dieser Region nach dem Krieg auf dem Soldatenfriedhof Connantre zusammengelegt wurden – beispielsweise wurde auch mein Großonkel Johann Steil dorthin überführt und in einem Massengrab beigesetzt – zunächst anonym.

Sterbebild von Josef Mützl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Mützl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.569: Sebastian Mayr

Der Soldat Sebastian Mayr wurde am 19.12.1891 in Altenham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war Landwirt (Huber-Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.04.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe im Oberelsass. Sein Bataillon wurde vom 03.04.1918 an der 26. württembergischen Landwehr-Division zugeteilt und marschierte nach Ungersheim, Feldkirch und Bunzenheim beordert. Seit dieser Zeit gilt Sebastian Mayr als vermisst. Sein Sterbeort und seine Grablage war nicht zu recherchieren.

Es könnte gut sein, dass Sebastian Mayr auf dem rund 13 Kilometer entfernt von seinem letzten Aufenthaltsort gelegenen Soldatenfriedhof Cernay als unbekannter Soldat begraben wurde.

Sterbebild von Sebastian Mayr
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Mayr

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.568: Josef Winkler

Der Soldat Josef Winkler stammte aus Narnberg, eineem Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war der Sohn eines Landwirts. 6. bayerisches Reserve-Feldartillerie-Regiment, 8. Batterie Gefreiter 22.09.1916 44 2. Reserve-Lazarett Dresden – Neustadt

Sterbebild von Josef Winkler
Rückseite des Sterbebildes von Josef Winkler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.567: Martin Grötzinger

Der Soldat Martin Grötzinger stammte aus Johannesbrunn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war Tagelöhner. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.04.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren in Nordfrankreich durch Granatschuss.

Die Lage des Grabes von Martin Grötzinger ist unbekannt. Ich konnte leider auch keine Vermutung herausarbeiten.

Seine Heimatgemeinde Johannesbrunn gedenkt Martin Grötzinger noch heute auf einem Denkmal http://www.denkmalprojekt.org/2010/gerzen-johannesbrunn_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Martin Grötzinger
Rückseite des Sterbebildes von Martin Grötzinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.566: Franz Jörg

Der Soldat Franz Jörg wurde am 25.09.1890 in der bayerischen Gemeinde Wertach als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.11.1916 verstarb er im Alter von 26 Jahren in Folge einer Krankheit im Reserve-Lazarett Kempten.

Franz Jörg dürfte auf dem Friedhof seiner Heimatstadt Wertach begraben worden sein, da er nur 22 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt liegt.

Seine Heimatgemeinde Wertach gedenkt Franz Jörg noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/wertach_lk-oberallgaeu_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Franz Jörg
Rückseite des Sterbebildes von Franz Jörg

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.565: Mathias Limmer

Der Soldat Mathias Limmer stammte aus Hölsbrunn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gangkofen. Im Ersten Weltkrieg diente als Gefreiter in einem Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 15.08.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren durch ein Artilleriegeschoss.

Die Lages des Grabes von Mathias Limmer ist unbekannt.

Sterbebild von Mathias Limmer
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Limmer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.564: Johann Pramps

Der Soldat Johann Pramps (Volksbund und Verlustlisten: Prambs) stammte aus Guntersdorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.01.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Arras in der Nähe von Maison Blanche (wo er später auch begraben wurde und heute den Soldatenfriedhof Neuville-St. Vaast beherbergt) und Fampoux.

Über den Todeszeitraum von Johann Pramps berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„01.01.1916 – 01.02.1916 Die feindliche Gefechts und Feuertätigkeit war sehr gering. Die eigene Patrouillentätigkeit war rege. Die französische Anbiederungsversuche wurden ohne Erfolg fortgesetzt. Am 28. wurde zur Feststellung des gegenüberliegenden Gegners ein Patrouillenunternehmen in der Häuserreihe durch die 10. Kompanie durchgeführt und durch Tote des 209. französischen Regiment festgestellt. Der Angriff, der ab 25. sehr sorgfältig vorbereitet worden war und durch Trommelfeuer eingeleitet wurde, drang einige Häuser weit vor und wurde dann durch sehr starke Hindernisse und durch Flankenfeuer aus Blangy aufgehalten. Außerdem hatte das Artilleriefeuer keine Breschen in die Häuser gelegt. So waren die Stoßtrupps, durch starken Rauch am Sehen verhindert, dem feindlichen Feuer aus Schießscharten und von der Flanke her ausgesetzt, wodurch ziemliche Verluste eintraten. Ein feindlicher Gegenstoß wurde durch das tapfere Verhalten der 10. Kompanie abgewehrt und der Gewinn behauptet. Nach Eintritt der Ruhe wurden die gewonnenen Häuser sofort zur Verteidigung ausgebaut.

Durch stärkere Zuweisung von Fliegern gelang es, die feindliche Fliegertätigkeit bedeutend einzuschränken.

Die Arbeiten in der Stellung richteten sich in erster Linie auf den Ausbau der Blangy-Stellung. Da der Grundwasserspielegl sehr hoch lag, mussten durchwegs Hochbauten errichtet und Betonunterstände gebaut werden. In der übrigen Stellung nahm das Faschinieren der Gräben die Hauptarbeit ein.

Vom 25. ab wurde zum Vortäuschen eines Angriffes im Zusammenhang mit der kommenden Verdun-Offensive auf der ganzen Divisionsfront mit dem Vortreiben von Sappen und Ausheben eines neuen Grabens begonnen.“

Man begrub Johann Pramps auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 2, Grab 164.

Sterbebild von Johann Pramps
Rückseite des Sterbebildes von Johann Pramps

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.558: Max Wiesmann

Der Soldat Max Wiesmann wurde am 18.07.1897 in Hundsschweif (bayerische Gemeinde Oberschneiding) als Sohn eines Landwirt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.12.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren bei den Stellungskämpfen in Französisch-Flandern bei La Bassee und Wavrin durch einen Kopfschuss.

Man begrub Max Wiesmann auf dem Soldatenfriedhof Salomé in Block 1, Grab 376.

Sterbebild von Max Wiesmann
Rückseite des Sterbebildes von Max Wiesmann