Der Soldat Joseph Danzer stammte aus Neppersdorf, eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neukirchen vorm Wald, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als landsturmmann in der 2. Kompanie des 5. bayerischen Armierungsbataillons. Am 03.09.1916 wurde er im Alter von 32 Jahren in Nordfrankreich durch eine Fliegerbombe getötet.
Man begrub Joseph Danzer auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 28, Grab 1.013.
Sterbebild von Joseph DanzerRückseite des Sterbebildes von Joseph Danzer
Der Soldat Sebastian Pletzenauer stammte aus der bayerischen Gemeind Frasdorf und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillons. Am 02.03.1918 fiel er im Alter von 44 Jahren in Nordfrankreich.
Man begrub Sebastian Pletzenauer auf dem Soldatenfriedhof Hautrage in Belgien in Block IV, Reihe D, Grab 371.
Sterbebild von Sebastian PletzenauerRückseite des Sterbebildes von Sebastian Pletzenauer
Der Soldat Martin Grötzinger stammte aus Johannesbrunn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war Tagelöhner. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.04.1917 fiel er im Alter von 29 Jahren in Nordfrankreich durch Granatschuss.
Die Lage des Grabes von Martin Grötzinger ist unbekannt. Ich konnte leider auch keine Vermutung herausarbeiten.
Der Soldat Johann Baptist Stettner stammte aus Stetten Pfarrei Buchbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 16.07.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Stellungskämpfe zwischen Aisne und Marne in Nordfrankreich durch einen Granatvolltreffer.
Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 16.07. kam die Division in die erste Linie. Das Regiment sollte dabei aus der Linie Reuilly – Sauvigny in südlicher Richtung vorrücken und den Südrand des Waldes von Condé gewonnen. III./17. in vorderster Linie stieß am südlichen Waldrand bei Janvier- und Les Etangs-Ferme auf den Feind, der sich hier mit Maschinengewehren und Tanks hinter breiten Astverhauen eingenistet hatte. Da der Widerstand des durch Artillerie kräftig unterstützten Feindes ohne ausgiebige Vorbereitung nicht zu überwinden war, konnte das Bataillon nicht weiter vordringen; es wies einen unter dem Feuerschutz der Tanks ausgeführeten Gegenangriff des Feindes ab und machte dabei einige Gefangene. I./17. kam rechts vom III. Bataillon in die vordere Linie. Kampfführung und Übersicht über die Truppe waren durch den Wald erheblich erschwert. Bei I./17. fiel hier bei einem Erkundungsgang der vielfach bewährte Feldwebelleutnant Greif, der erst am Morgen aus Urlaub eingetroffen war und die 1. Kompanie übernommen hatte. Mit Greif, der dem Regiment seit drei Jahren angehört hatte, verlor das Regiment wieder einen der immer weniger werdenden alten Kompanieführer; er sollte die von ihm sehnlichst erwartete Beförderung zum Leutnant der Landwehr, die wegen Tapferkeit vor dem Feinde wenige Tage später erfolgte, nicht mehr erleben. Die Feuertätigkeit des Feindes steigerte sich in den folgenden Tagen immer mehr.“
Man begrub Johann Baptist Stettner auf dem Soldatenfriedhof Belleau in Block 1, Grab 537.
Sterbebild von Johann Baptist StettnerRückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Stettner
Der Soldat Alois Haßlberger wurde am 21.06.1881 in Weingarten geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhrpolding, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1915 verstarb er im Alter von 34 Jahren in Folge einer Erkrankung in Nordfrankreich während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois.
Die Lages des Grabes von Alois Haßlberger ist unbekannt.
Sterbebild von Alois HaßlbergerRückseite des Sterbebildes von Alois Haßlberger
Der Soldat Martin Schlederer wurde am 13.10.1885 in Hütting geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war Zimmermann von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 19.07.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Hollebeke (Ypern) in Flandern infolge einer Verwundung durch eine Granate.
Man begrub Martin Schlederer auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block L, Grab 2794.
Sterbebild von Martin SchledererRückseite des Sterbebildes von Martin Schlederer
Der Soldat Xaver Erhard (auf Sterbebild falsch geschrieben!) wurde in Kinsau in Bayern geboren und lebte als Tagelöhner in Bernbeuren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 30.03.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei einer Minensprengung bei Dompierre-Becquincourt in Nordfrankreich.
Zu den Todesumständen von Xaver Erhard gibt die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Infanterie-Regiments einen interessanten Bericht:
„Seine besondere Eigenart bekam der Stellungskrieg vor Dompierre aber durch eine andere, viel unheimlichere Kampfart als alles Schießen es sein konnte, durch das Minieren.
Schon Ende Oktober 1914 glaubten unsere Grabenbesatzungen Anzeichen wahrzunehmen, dass der Gegner sich in unterirdischen Gängen an unsere Gräben heranarbeite. Im Dezember war diese Nachricht zur Gewissheit geworden und es mussten schleunigst Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um die französischen Sappeure abzuweisen. Nichts anderes konnte helfen, als Anlage von eigenen Minenstollen an den gefährdeten Plätzen. So wurden denn in den Abschnitten b und c gegenüber dem sogenannten „Birkenwäldchen“, in dem der Gegner Miniergut in großen Mengen ausschüttete, eine Anzahl von Stollen angelegt. War das zunächst auch in der Hauptsache Aufgabe der Pioniere, so wurde das Minieren doch bald durch den Umfang, den es annahm und wegen der deshalb notwendigen Abstellung von Arbeitskräften aus dem Regiment ebensosehr eine Aufgabe der Infanterie.
Ein Vorstß, der am 08.12.1914 vom III. Bataillon gegen das „Birkenwäldchen“ unternommen wurde, um die dortige Minieranlagen des Gegners zu zerstören, hatte keinen Erfolg, weil das notwendige Zusammenwirken zwischen Infanterie und Artillerie nicht zustande kam. So wurde dort das Minieren auf beiden Seiten fortgesetzt. Ganz überraschend für uns erfolgten dann am 19. und 20.01.1915 zwei große feindliche Sprenungen an einer anderen Stelle, nämlich am Nordwesteck von Dompierre, wo damals der linke Flügel des Regiments war. Beide Sprengungen, durch die zwei große Trichter dicht vor unserer Stellung entstanden, verursachten glücklicherweise keine Verluste, aber von da ab kostete diese unterirdische Wühlarbeit einer Menge von unerschrockenen Kämpfern das Leben. Den Franzosen freilich ist es dabei gewiss nicht besser ergangen. Am Nordwesteck von Dompierre, wo darauf auch unsererseits eine Anzahl von Stollen angelegt wurde, nahm diese Kampfart bald die schärfsten Formen an. Eine Sprengung folgte dort auf die andere und, da sich dort dauernd auch Artillerie und Minenwerfer an der Zerstörung beteiligten, so sprach man mit Recht im Regiment von dieser Stelle als dem „scharfen Eck“.
…
Eine neue, für uns recht verlustreiche Überraschung glückte den Franzosen durch eine große Sprenung am 23.03.1915 in der sogenannten Friedhofsstellung von Dompierre. Auch hier wurden von uns erst nachträglich die Abwehrstollen begonnen.
Da gleichzeitig auch in der Kiesgrubenstellung, also am rechten Flügel des Regiments, das Minieren hüben und drüben in vollem Gange war, so spielte diese Kampfart mit ihren Begleiterscheinungen tatsächlich die wichtigste Rolle in der beiderseitigen Gefechtstätigkeit. Von Ende März 1915 ab bemühten sich beide Parteien angestrengt, sich im Minieren zuvorzukommen und seit April gab es fast keinen Tag mehr, an dem nicht an irgend einer Stelle gesprengt wurde. Die wunderlichsten Erscheinungen nahm dieser Minenkampf an. Mit feinen Apparaten (Mikrophone) suchte man feindliche Miniergeräusche zu erlauschen oder man täuschte dem Gegner mit eingebauten Klopfapparaten eigene Arbeiten vor. Nicht selten geschah es, dass unsere Mineure auf Stollen des Feindes stießen, mit den dort arbeitenden Franzosen in Kampf gerieten und einige töteten oder gefangen nahmen. Ebenso war es bald nichts Ungewöhnliches, wenn unsere Pioniere eine feindliche Sprengladung vorfanden und wegnahmen oder wenn bei einer eigenen Sprengung ein feindlicher Minenherd mit in die Luft flog.“
Man begrub Xaver Erhard auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver ErhartRückseite des Sterbebildes von Xaver Erhart
Der Soldat Kurt Reinhardt wurde am 05.07.1893 in der hessischen Stadt Frankfurt am Main geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant in der 3. Flieger-Abteilung. Am 09.05.1918 fiel er im Alter von 24 Jahren in Frankreich bei Dünkirchen bei einem Luftkampf.
Der Soldat Rudolf Wilhelm Ernst Dorner wurde am 19.02.1888 in Karlsruhe im heutigen Bundesland baden-Württemberg geboren und war Bankbeamter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann der Reserve in der 1. Kompanie des 240. Reserve-Infanterie-Regiments. Seit dem 12.09.1918 gilt er als vermisst bei bei Havrincourt. Havrincourt liegt in Frankreich bei Arras.
Die Lage des Grabes von Rudolf Wilhelm Ernst Dorner ist unbekannt.
Der Soldat Xaver Hofer stammte aus Grafendorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnstorf, und war der Sohn eines Schneiders. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet.Am 21.10.1916 wurde er im Alter von 24 Jahren bei Sailly-Saillisel während der Schlacht an der Somme durch Artilleriefeuer getötet.
Über den Todestag von Xaver Hofer berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 21.10. dagegen zwang das genau liegende Feuer die 12. Kompanie zum Ausweichen nach vorwärts; sie grub sich 80 Meter vor ihrer Stellung ein.
Am gleichen Tag lag ab 2.00 Uhr nachmittags schweres, sich allmählich steigerndes Feuer auf der Gouvernements-Ferme. Um 6.05 Uhr nachmittags brachte ein Volltreffer das größte Kellergewölbe zum Einsturz, alles unter sich begrabend. Dem im Nebenkeller unversehrt gebliebenen Regimentsarzt, Stabsarzt Dr. von Heuß, gelang es, mit dem Sanitätspersonal den Kommandeur des I. Bataillons, Major Stuhlreiter und den Führer der 3. Maschinengewehr-Kompanie, Leutnant der Reserve Köhler, lebend auszugraben. Alle anderen sind tot: Der Kommandeur des III. Bataillons, Major Rittmann, sein stellvertretender Adjutant, Leutnant der Reserve Burau, der Adjutant des I. Bataillons, Leutnant Hübner und alle Ordonanzen und Fernsprecher, fast 20 an der Zahl. Indes sind auch die Führer der 9., 10. und 11. Kompanie ausgefallen – ein kritischer Augenblick der Führerlosigkeit. Da greift der Regimantsarzt ein, meldet über die Lage, ebenso über den Feind und den Stadt des Gefechts an das Regiment, trifft die laufenden Anordnungen und stellt damit die Verbindung zwischen Führung und vorderster Linie her, bis ein zusammengesetzter Bataillonsstab unter dem Maschinengewehr-Offizier des Regiments, Hauptmann Schobert, die Führung der beiden Bataillone übernimmt.
Um 7.00 Uhr abends ließ das feindliche Feuer nach, um am 22.10. früh wieder zur größter Heftigkeit aufzuflammen.“
Man begrub Xaver Hofer auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver HoferRückseite des Sterbebildes von Xaver Hofer