Der Bauerssohn Michael Maier, Bruder von Jakob Maier, den ich gestern vorstellte, stammte aus Scherzlthambach, einem Ortsteil von Gangkofen. Als Soldat und Infanterist diente er im Ersten Weltkrieg in der 12. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments (das Regiment, dem auch Adolf Hitler angehörte). Am 20.07.1916 verstirbt er im Alter von 31 Jahren im Feldlazarett Nr. 10, nachdem er zuvor am 19.07.1916 während der Schlacht an der Somme einen Kopfschuss erhielt.
Das Grab von Michael Maier befindet sich heute auf dem Soldatenfriedhof Wavrin, Block 2, Grab 93.
Georg Loidl war ein Bahnarbeiter aus Garst* in Oberbayern. Während des Ersten Weltkriegs diente er als Infanterist beim 8. Infanterie-Regiment in der 11. Kompanie. Am 12.05.1915 fiel Georg Loidl im Alter von 23 Jahren bei Soyecourt an der Somme in Nordfrankreich.
Begraben wurde Georg Loidl auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg LoidlRückseite des Sterbebildes von Georg Loidl
Anmerkung: Ich konnte trotz intensiver Recherchen nicht feststellen, wo dieser Ort lag bzw. liegt.
Simon Sojer war ein Hausbesitzer in Stein (Pfarrei St. Georgen), heute ein Ortsteil der Gemeinde Traunreut. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 11.08.1916 fiel er bei der Schlacht an der Somme im Alter von 29 Jahren. Zunächst war er nur als vermisst gemeldet worden.
Der Verbleib seines Leichnams ist heute unbekannt. Infolge der furchtbaren Folgen der Schlacht an der Somme ist dies auch kein Wunder. Wenn er während der Schlacht ordnungsgemäß auf einem Soldatenfriedhof begraben wurde, könnte dieser im Schlachtgetümmel zerstört/zerbombt worden sein. Selbst wenn seine Gebeine danach erneut gefunden worden sind, waren sie nicht mehr einer bestimmten Person zuordnbar. Die Gebeine könnten auch bei späteren Friedhofszusammenlegungen namenlos geblieben sein. Wahrscheinlich ruht er heute als Namenloser auf einem der zahllosen Soldatenfriedhöfe an der Somme.
Leonhard Bertl wurde am 06.09.1880 in Garmisch geboren und war Lohnkutschereibesitzer. Im Ersten Weltkrieg dienter er in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 03.09.1916 wurde er bei Kämpfen bei Cléry-sur-Somme während der Schlacht an der Somme zunächst als vermisst gemeldet. Monate später stellte sich heraus, dass er durch einen Kopfschuss getötet worden war.
Die sterblichen Überreste von Leonhard Bertl ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Josef Wimmer war ein Landwirt aus Rötzing in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie eines Pionier-Battailons. Am 24.09.1915 wurde er bei einem Minenkampf in Frankreich getötet.
Der Verbleib seines Leichnams, sein exakter Sterbeort und die Bezeichnung seiner Einheit sind unbekannt.
Ich vermute, er wurde bei Fay getötet und liegt als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab begraben. Am gleichen Tag wie Josef Wimmer fiel auch der Pionier Georg Lang, der in der Einheit von Josef Wimmer kämpfte. Auch er liegt in einem Massengrab begraben. Ebenso Josef Amann.
Der Bauerssohn Sebastian Brader stammte aus Thalham, lebte jedoch in Reimering (lt. Verlustlisten). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 7. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments. Im Alter von 31 Jahren fiel er am 08.03.1915 bei Sommepy-Tahure
Begraben liegt Sebastian Brader auf dem Soldatenfriedhof Souain, in einem Massengrab.
Der Bauerssohn Georg Schuhböck stammte aus Rußdorf. In den Verlustlisten wird Unterhafing als Heimatort angegeben, ein Ortsteil der Gemeinde Palling. In der 11. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments kämpfte er im Ersten Weltkrieg. Laut Sterbebild (s. u.) fiel er am 13.08.1916 er bei der Schlacht an der Somme und wäre somit 30 Jahre alt geworden.
Josef Daschner wurde 13.01.1893 in Döbersing, einem Ortsteil von Weiding, geboren. Er diente als Gefreiter im Ersten Weltkrieg in der Maschinengewehr-Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.07.1916 wurde er bei Bazentin le Grand bei der Schlacht an der Somme getötet.
Die sterblichen Überreste Josef Daschners ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof in Fricourt in einem Massengrab.
Diese Serie über Teilnehmer des Ersten Weltkriegs soll die Menschen zeigen, die mit ihrem Schicksal für den Ersten Weltkrieg stehen, weil sie für ihr Vaterland litten und starben. Geblieben ist von ihnen allenfalls ein Vermerk auf einem Denkmal und / oder ein Sterbebild. Oftmals nicht einmal dies.
Krieg ist nicht nur ein militärisches, geschichtliches und politisches Ereignis sondern auch ein grausames Schicksal für viele Menschen – auf beiden Seiten! Die Männer, die ich an dieser Stelle vorstellen möchte, sind Beispiele für das Grauen und sollen uns alle mahnen, Krieg zu ächten. Sie sollen nicht vergessen sein!
Anton Baumann wurde 1893 in Fürstenberg / Taufkirchen in Bayern als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments, als er am 17.10.1916 bei Sailly-Saillisel durch einen Granattreffer fiel. Zu diesem Zeitpunkt hatte er 23. Monate tapfer gekämpft.
Anton Baumann Gebeine ruhen auf der Kriegsgräberstätte in Rancourt in einem Massengrab.
Joseph Prex wurde 1888 geboren und stammte aus Ulbering – heute ein Ortsteil von Wittibreut. Er diente als Reservist bei der 9. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiment, als er am 05.11.1915 fiel.
Die sterblichen Überreste von Joseph Prex ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof von Neuville-St.Vaast, Block 11, Grab 925