Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.546: Jakob Plötz

Der Soldat Jakob Plötz stammte aus Unterbachham, eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gangkofen, und war Tagelöhner, wohnhaft in Sturzenreit in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.06.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Fampoux und St.-Laurent (Arras) durch einen Granatschuss in den  Schützengraben.

Offiziell ist für Jakob Plötz keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wenn noch sterbliche Überreste geborgen werden konnten, diese anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy beigesetzt wurden, der nur wenige Kilometer entfernt von seinem Sterbeort liegt.

Sterbebild von Jakob Plötz

Rückseite des Sterbebildes von Jakob Plötz

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.544: Walter Hoffmann

Der Soldat Walter Hoffmann wurde am 12.12.1924 in Völklingen im Saarland geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem Infanterie-Regiment der Wehrmacht. Am 10.01.1945 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Verdun.

Man begrub Walter Hoffmann auf dem Soldatenfriedhof Andilly in Block 34, Reihe 3, Grab 224.

Sterbebild von Walter Hoffmann
Rückseite des Sterbebildes von Walter Hoffmann

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.542: Josef Hauzinger

Der Soldat Josef Hauzinger wurde am 16.03.1921 in Kleinwaging, einem Ortsteil der österreichischen Gemeinde Taufkirchen an der Pram, geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in einem Gebirgsjäger-Regiment. Er wurde mit der Ostmedaille und mit dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet. Am 01.02.1945 fiel er im Alter von 23 Jahren im Oberelsass.

Man begrub Josef Hauzinger auf dem Soldatenfriedhof Andilly in Block 31, Reihe 6, Grab 425.

Sterbebild von Josef Hauzinger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Hauzinger

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.541: Karl Schleich

Der Soldat Karl Schleich wurde am 01.06.1925 in Altenstadt in Oberbayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Gefreiter und Kradmelder in einer Panzer-Kompanie der Wehrmacht. Am 12.11.1944 fiel er im Alter von 19 Jahren in Lothringen.

Karl Schleicher wurde zunächst in Baronweiler begraben. Später bettete man seine Leiche auf den Soldatenfriedhof Andilly in Block 20, Reihe 8, Grab 545 um.

Sterbebild von Karl Schleich
Rückseite des Sterbebildes von Karl Schleich

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.540: Josef Küsters

Der Soldat Josef Küsters wurde am 17.04.1916 in Mönchengladbach – Neuwerk geboren, einer Stadt im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Wachtmeister in der Wehrmacht und wurde mit dem Eisernen Kreutz 2. Klasse und mit der Ostmedialle ausgezeichnet. Am 10.11.1944 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Tragny (deutsch: Tranach) südlich von Metz durch einen Granatsplitter.

Man begrub Josef Küsters auf dem Soldatenfriedhof Bad Bergzabern in Reihe 16, Grab 640.

Sterbebild von Josef Küsters
Rückseite des Sterbebildes von Josef Küsters

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.539: Alois Huber

Der Soldat Alois Huber stammte aus Onichreit, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gerzen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 05.04.1916 (Verlustlisten und Volksbund: 04.04.1916) verstarb er im Alter von 21 Jahren im Lazarett Straßburg an einer Krankheit.

Man begrub Alois Huber auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg in Block 5, Grab 41.

Zwei weitere Brüder fielen ebenfalls im Ersten Weltkrieg, sind auf dem nachfolgenden Sterbebild dargestellt und wurden bereits früher mit ihren Sterbebildern vorgestellt:

  1. Stephan Huber ⇒ Sterbebild und Schicksal (Beitrag vom 25.04.2025)
  2. Simon Huber ⇒ Sterbebild und Schicksal (Beitrag vom 10.09.2018)

 

Sterbebild von Alois Huber
Rückseite des Sterbebildes von Alois Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.535: Franz Xaver Berger

Der Soldat Franz Xaver Berger stammte aus Rabiswimm, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.10.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren in der Nähe von Givenchy-en-Gohelle bei Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Xaver Berger berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 9.10. wurde das Regiment bei Beaumont ausgeladen und kam in Unterkunft nach Fosse I und Drocourt. Scharf hob sich für das zuletzt ankommende II. Bataillon der langgedehnte Höhenrücken von Givenchy – Vimy vom dunklen Nachthimmel ab, strahlend im Licht von weißen, gelben, roten und grünen Leuchtkugeln, die oft von einem Fallschirm getragen, lange in der Luft schwebten und zur Beleuchtung des Geländes wie zur Regelung des Artilleriefeuers dienten.

Am 10.10. kam das Regiment, der 1. Garde-Infanterie-Division unterstellt, in Stellung: I. Bataillon in die vorderen Gräben westlich Givenchy, III. Bataillon dahinter in die Deckungsgräben, II. Bataillon als Divisionsreserve nach Avion.

I. Bataillon übernahm damit eine stark zusammengeschossene Stellung ohne jedes Hindernis und fast ohne Unterstände.

Am 11.10. ab 1 Uhr nachts nahm das feindliche Artilleriefeuer an Stärke zu und steigerte sich am Nachmittag zum Trommelfeuer, das 5 Uhr nachmittags seinen Höhepunkt erreichte; dann wurde es schlagartig nach rückwärts verlegt; aus den feindlichen Gräben brach in zwei dichten Wellen der Gegner hervor, empfangen von der Infanterie und den von schneidigen Führern und Schützen rasch vorgebrachten Maschinengewehren, die in ungebrochener Kraft die völlig zusammengeschossene Stellung verteidigten; aus den Deckungsgräben stürzten die Unterstützungszüge von 10. und 12. Kompanie nach vorne zum Gegenstoß.

Überall brach der Angriff vor unseren Linien zusammen, nur in ein kleines Grabenstück der 3. Kompanie gelang es dem Gegner einzudringen, auch daraus wurde er rasch mit Handgranaten verjagt.

Gegen Abend flaute das Feuer ab; der feindliche Angriff war endgültig an der Tapferkeit der Verteidiger gescheitert. Das I. Bataillon, das die Hauptlast des Kampfes zu tragen gehabt hatte, erlitt 20 Prozent Verluste und wurde abends von dem im Artilleriefeuer von Avion aus vormarschierenden II. Bataillon abgelöst; das III. Bataillon blieb in den Deckungsgräben.“

Man begrub Franz Xaver Berger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Franz Xaver Berger
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Berger

Die Lage vor Givenchy:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.534: Johann Unterauer

Der Soldat Johann Unterauer stammte aus Götzberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht um Verdun bei Thiaumont.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Unterauer berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht vom 7./8.6. erfolgte unter erheblichen Verlusten die Neugliederung für den beabsichtigten Angriff des 8.6. Es sollte eine Linie östlich Ferme Thiaumont erreicht werden. II./12. und die ihm als Abschnittsreserve im Chauffourwald Nord unterstellte 4. Kompanie war mit anderen Truppenteilen der mittleren Angriffsgruppe (Gruppe Policzka) dem Hauptmann Stöber, Führer des II./12. zugeteilt. Sie lösten heute Nacht I./12. in vorderster Linie unter erheblichen Verlusten ab. I./12. ohne 4. Kompanie wurde Brigadereserve in der Küchenschlucht, woselbst auch III./12 bereit gestellt wurde. Von 4 bis 10 Uhr vormittags musste das vorderste II. Bataillon starkes Trommelfeuer, das sich zum Orkanfeuer steigerte, in den stark besetzten Bereitschaftsgräben 319 – 326, die auch noch mit Mannschaften des 15. und 20. Infanterie-Regiments belegt waren, über sich ergehen lassen, sodass der Befehl zum Vorbrechen als eine Erlösung empfunden wurde. Gleich der erste Sturm brachte herrliche Erfolge.

Die feindlichen Gräben wurden im Handgranatenkampf genommen, die überlebenden Franzosen gefangen, Werk 368 und M 369 durch Sturmabteilung Echteler, 6./12, und Vizefeldwebel Eberl ebenfalls genommen und durch Vizefeldwebel Sauter, 6./12, ein bisher unbekanntes Infanterie-Werk 377 überrumpelt. 9 Offiziere, etwa 150 Mann und 7 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Nach einer Stunde war die befohlene Stellung erreicht, an ihrer Verteidigungsfähigkeit wurde mit Nachdruck gearbeitet.. Um 5.30 Uhr abends schloss sich das Bataillon dem links angreifenden Jägerregiment zum 2. Sturme an und es gelang einer gemischten kleineren Abteilung in das Zwischenwerk Thiaumont einzudringen. Doch da rechts der Anschluss fehlte, musste dieses wieder aufgegeben werden; der Feind besetzte es anderen Tags. Ein von ihm unternommener Gegenangriff scheiterte bereits in unserem Artilleriefeuer. Nachts kam für das schwer geprüfte II. Bataillon Ablösung durch das III. Bataillon in vorderster Linie, leider unter schwerstem feindlichen Artilleriefeuer. Die nächsten Tage brachten stündlich starkes und stärkstes Artilleriefeuer auf vordere und rückwärtige Stellungen, wodurch Leutnant der Reserve Ostermayr und Rettenberger am 11.06. und 12.06. 11 Uhr vormittags in der Fossesschlucht auch der Regimentskommandeur den Heldentod fanden. Gleichzeitig wurden der Regimentsadjutant Hauptmann Seyer, Oberleutnant der Reserve Schiele, der Maschinengewehr-Kompanie-Führer Hauptmann Schäffer und der A. B. O. (Verbindungsoffizier) verwundet. Mit Oberst Policzka – 12er Vater genannt – war ein alter 12er, der schon als Kompaniechef und Bataillons- wie Regimentskommandeur im Frieden einen wesentlichen Anteil an der Erziehung der 12er zu kriegsbrauchbaren Soldaten hatte, als leuchtendes Vorbild dahin gegangen, getreu seinem Wahlspruch: Die Pflicht über alles!“

Man begrub Johann Unterauer auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine letzte Heimatgemeinde Kraiburg – Frauendorf gedenkt Johann Unterauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kraiburg-frauendorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Unterauer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Unterauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.532: Alois Knittl

Der Soldat Alois Knitl stammte aus Landshut und war Apotheker und Chemiker von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant und Kompanieführer in der 4. Kompanie des Landsturm-Bataillons „Dillingen“. Am 13.12.1914 verstarb er im Alter von 35 Jahren in Folge einer Krankheit in den Vogesen – vermutlich am Donon.

Alois Knittl war mitglied der Burschenschaft Corps Makaria München.

Todesanzeige von Alois Knittl
Erste Grablage von Alois Knittl bei Danon
Todesanzeige der Burschenschaft von Alois Knitl, Corps Makaria München

Das Grab von François-Nicolas Joseph Klie

Das Grab von François-Nicolas Joseph Klie entdeckte ich bei meinem letzten Aufenthalt in Colmar im Jahr 2025.

François Nicolas Joseph Klie, geboren am 13.09.1778 in Delle, entstammte einer Anwaltsfamilie und erwies sich früh als herausragender Artillerieoffizier. Während der Revolution und des Kaiserreichs nahm er an zahlreichen Feldzügen teil und wurde schließlich Kommandeur der Nationalgarde in Colmar im Jahr 1848.

Seine militärische Laufbahn begann 1796 als Leutnant in der Armee von Sambre-et-Meuse, gefolgt von einer Zeit im 4. Reiterregiment, in der er am Italienfeldzug teilnahm und in Neapel verwundet wurde. Ab 1803 diente er als Hauptmann im 5. Reiterregiment und war in den Feldzügen in Deutschland, Spanien und Frankreich aktiv. Er spielte eine Schlüsselrolle in Madrid als Direktor des Arsenals und leitete den Allgemeinen Park der Armeen.

Zwischen 1812 und 1815 war er als Stabschef des Bataillons in der Grande Armée tätig und kommandierte die Artillerie der 5. Division des 1. Korps während des Russlandfeldzugs. Verwundet in den Schlachten von Moskowa und Wuisma, kämpfte er auch an der Beresina und verteidigte Stettin, wo er schließlich gefangen genommen wurde.

Nach seiner Rückkehr nach Frankreich wurde er 1815 Kommandeur der Artillerie in Belfort. 1820 wurde er zum Oberstleutnant befördert und 1828 zum Oberst der Artillerie ernannt, bevor er als Inspektor der Gießereien in Paris tätig war. 1848 übernahm er das Kommando über die Nationalgarde in Colmar, wo er verstarb und 1853 beigesetzt wurde.

In Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1811 Ritter der Ehrenlegion, 1812 Offizier und 1838 Kommandeur. Während seiner 21 Dienstjahre absolvierte er insgesamt 15 Feldzüge, wobei er sich besonders in Schlachten wie Marengo, Austerlitz, Jena, Wagram, Moskowa und Beresina auszeichnete. Einige dieser bedeutenden Schlachten sind auf seinem Grabstein verewigt.

Am 28.09.1853 starb François-Nicolas Joseph Klie in Colmar.

Das Grab von François-Nicolas Joseph Klie auf dem Friedhof Colmar